28. Feb.
Rating:5

Dass die _Mercy Thompson_-Reihe meine liebste Buchserie ist, ist inzwischen wirklich keine Neuigkeit mehr. Ich habe ja sogar vor einigen Jahren schon einen Buchtipp zum Mercy-Universum geschrieben (s. Blog). Im März 2023 ist nun mit Seelendieb der 13. Band der Reihe auf Deutsch erschienen und ich habe es tatsächlich geschafft, vorher nicht das englische Original zu lesen, obwohl mich die Wartezeit von fast zwei Jahren verflixt neugierig gemacht hat! Vor allem der Klappentext, der auf interessante Entwicklungen hindeutet. Handlung Die Geschichte von Seelendieb (im Original: Soul Taken) beginnt, als Mercy und ihre Wölfe sich kaum vom letzten Angriff erholt haben (Zur Erinnerung: es ging um eine spezielle Hexen-Familie). Mit den lokalen Vampiren stimmt irgendetwas nicht, die Hexen in der Gegend beklagen Verluste und ganz offensichtlich will jemand die Schuld den Personen in die Schuhe schieben, die versprochen haben, die Stadt und ihre Bewohner*innen zu beschützen: Mercy und ihre erweiterte Familie. Die Autorin greift hiermit einen Handlungsfaden wieder auf, der in einem früheren Band nicht ganz zum Ende gebracht wurde, und verknüpft ihn mit einem neuen Mythos, der scheinbar doch recht real ist – jedenfalls in Mercys Welt. Sherwoods Geheimnis wird gelüftet, eine neue Facette von Zees Charakter wird offenbart und Mercy ist wieder einmal die einzige Person, die irgendwie Ordnung und Sinn in das neue Chaos bringen kann. Es gibt auch ein paar kleinere Hinweise auf das Spin-Off Alpha & Omega über Charles und Anna, die mich sehr sehr neugierig machen und mich daran erinnert haben, dass ich den neuesten Band über dieses Paar noch gar nicht gelesen habe, dabei ist er schon längst auf Deutsch erschienen! Die Idee des Seelendiebs, deren Details ich hier nicht verraten werde, finde ich ziemlich clever. Sie erinnerte mich etwas an die Serie Supernatural, was auch zur Stimmung dieses Bandes passt. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Mercy in dieser Geschichte ernster war. Die Dringlichkeit der Ermittlungen, die Auswirkungen, die ein Versagen zur Folge hätte, und die hintergründigen Verstrickungen geben Seelendieb einen weniger lustigen, aber immer noch leicht humorvollen Unterton. Schreibstil Dieser Stil ist es, den ich – wie immer – an dieser Autorin sehr schätze. So düster und grausam manche Bösewichte auch sind: sobald Mercy einen Moment Ruhe gefunden hat – zum Backen, Stupsen oder Ausdenken von mehr oder weniger harmlosen Streichen – und die Monster mit diesem Namen bedenkt, dann wirken sie gar nicht mehr so gruselig und ich kann nach dem Lesen gut schlafen. Ich habe diesen Band wieder sehr gern gelesen und bleibe der Reihe auch zukünftig treu. Zwischendurch gab es aber ein paar kurze Momente und Szenen, die meiner Meinung nach entweder nicht nötig waren oder sich einfach zu sehr in die Länge gezogen haben. Zum Beispiel die vielen Wiederholungen: wer sind diese Figuren, welche Vergangenheit haben sie, wie sieht die Beziehung zu den Hauptfiguren aus? Ich verstehe den Sinn solcher Wiederholungen, besonders, wenn der vorherige Band wie in diesem Fall schon mehrere Jahre zurückliegt. Für mich war das aber eher störend als helfend – wahrscheinlich auch deshalb, weil ich die Wartezeit damit verbracht habe, die englischen Hörbücher der Reihe rauf und runter zu hören und die Handlung und Charakterbeziehungen mir deshalb noch sehr präsent waren. Eine bessere Lösung wäre vielleicht ein Charakterglossar statt der langen Erklärungen im Text – bei der Fülle an Figuren wäre das inzwischen wahrscheinlich grundsätzlich keine schlechte Idee.

Seelendieb
Seelendiebby Patricia BriggsHeyne
31. Jan.
Rating:5

Ich habe als ich das Buch beendet habe erstmal geweint. Nicht weil das Ende traurig wäre, sondern weil der 14. Band noch nicht übersetzt ist und ich erstmal Abschied von Mercy und ihren Liebsten nehmen muss. (Der Second Chances Verlag hat aber bereits verkündet, dass sie die Reihe weiter übersetzen.) Ich habe alle 13 Bände und den Kurzgeschichtenband, also insgesamt 14 Bücher der Reihe, in einem Monat gelesen. Genauer gesagt in 2,5 Wochen. Ich glaube das verrät schon viel über diese Reihe, die mein Herz komplett gestohlen hat. Mercy und ihre Lieben sind mir sehr ans Herz gewachsen und Mercy ist eine der coolsten, taffesten und originellsten Protagonisten, von denen ich je gelesen habe. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich sie bewundere. Trotz ihrer Fehler, die sie aber authentischer machen. Aber auch ihre neue Familie, Freunde und die einzelnen Rudelmitglieder sind alle auf ihre Art so unterschiedlich, aber liebenswert. Sogar die grummeligen unter ihnen fand ich auf ihre Art bezaubernd. Der Fall war wieder sehr spannend und ich hatte die meiste Zeit nur Fragezeichen in meinem Kopf. Ich wusste überhaupt nicht was genau passiert und wer jetzt der Böse ist. Die meiste Zeit war ich mit Mercy am miträtseln und es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich liebe diese Reihe, sowie den Spin-Off „Alpha und Omega“. Dieses Universum umfasst bisher auf Deutsch 20 Bücher (auf Englisch ein Band bisher mehr) und jedes einzelne davon war für mich eine 10 von 10. Ich kann diese Reihen wirklich nur empfehlen und ans Herz legen. ❤️

Seelendieb
Seelendiebby Patricia BriggsHeyne
14. Nov.
Rating:5

Alte Feinde kehren zurück, mit einer übermächtigen Waffe und alte Geheimnisse werden gelüftet.

Ganz viel Liebe für diese Reihe schlägt in meiner Brust. Es gab keinen Band der mich enttäuscht hat, im Gegenteil. Die Rudelverbindung zwischen Mercy, Adam und den Wölfen und die Magie, die auf diese Verbindung einwirken, faszinieren mich nach 13 Bänden nach wie vor. Der Schreibstil und das Worldbuilding von Patricia Briggs ist einfach großartig. Ich verschlingen nahezu jeden Band. Die Ideen, Plot-Inhalte und der Verlauf jeder Storyline sind spannend, emotional ergreifend und lassen mich als Leserin immer mitfiebern. In diesem Band bekommen es Mercy und ihr Gefährte Adam mit einer uralten Waffen zu tun, die den Träger und die Opfer an sich bindet. Doch die größere Gefahr geht von dem Wesen aus, dass den Seelendieb wieder auf die Welt losgelassen hat. Ich fand es toll, dass wieder einmal Zee eine größere Rolle gespielt hat, denn die Geheimnisse um den Schmied von Drontheim, sind bei weitem noch lange nicht gelöst. Die Verbindung von Mercy und Adam wird immer tiefer und der Einfluss von Mercys Magie auf das Rudel immer deutlicher. Das Ende lässt ein paar Fragen offen und macht Lust auf den nächsten Band. Eine lange Reihe, die hoffentlich kontinuierlich weiter geführt wird und die ich nur empfehlen kann. 🤎💜💚🩵📚

Seelendieb
Seelendiebby Patricia BriggsHeyne
23. März
Rating:4.5

Bereit für ein Abenteuer wie aus einem Horrorfilm? Wenn ja, dann nimm dich in acht: Gefahr durch Flaschenkürbisbeschuss!

Was sagt man zu einem Buch was der 13 Band (oder kann man hier nicht sogar schon vom 19 Band sprechen?) einer Reihe ist? Aufjedenfall bin ich immer noch dabei und immer noch schlage ich jedes (neue) Buch voller Begeisterung auf. Diese Reihe ist einfach nur wie nach Hause kommen. Die Charaktere die sich vom Anfang der Reihe bis hierher immer stetig weiterentwickelt haben, wachsen einem von Band zu Band immer enger ans Herz. Auch der 13 Band ist wieder spannend geschrieben und bringt einen alten Bekannten auf neuem Wege mit sich. Kleine Insider die man als Leser zu schätzen gelernt hat bringen einem zum Lachen und die Dynamik in dem Buch zum mitgrübeln. Diesesmal kommt man sich ein bisschen vor wie in einem schlechtem Horrorfilm (und zwar nicht nur der Leser). Trotzdem rutscht der Band nicht ins abstruse ab. Typisch Mercy-Thompson mäßig versinkt die Tri-Cities in Chaos und das Rudel gibt sein bestes mit so wenig Kollateralschaden wie möglich ihr Revier zu schützen. Patricia Briggs schafft es einfach immernoch das nach 13/19 Bändern die Geschichte nicht langweilig und zäh wird, was mitunter auch an den wundervollen Charakteren liegt. Eine gelungene Fortsetzung die zwar sicherlich nicht der aller stärkste Band der Reihe ist aber mich mit einem zufrieden Lächeln auf dem Gesicht den Buchdeckel zuklappen lassen hat. Hoffentlich öffnet der sich auf weiteren Wegen demnächst bald wieder.

Seelendieb
Seelendiebby Patricia BriggsHeyne