19. Feb.
Unser Nachbarstern könnte tatsächlich so aussehen
Rating:4

Unser Nachbarstern könnte tatsächlich so aussehen

Eine Reise zu unserem Nachbarstern – dies ist die Idee in Stephan Baxters Roman „Proxima“. Dieses Versprechen kann der Autor auch gut einhalten. Man wird anfangs förmlich in das Buch eingesaugt und ich kam für meinen Teil sehr gut voran. Wir lernen den Charakter Yuri kennen. Dieser wird als Strafe für sein Verbrechen, in einem Pilotprojekt eingesetzt, einen Planeten mit anderen Häftlingen zu besiedeln. Dieser Planet ist Centauri C und birgt so einige Überraschungen auf sich. Millionen Kilometer von unserem Sonnensystem weg, muss sich Yuri mit seinen neuen Artgenossen zurechtfinden. Baxter bekommt es gut hin seine Fantasiewelt auszuleben und zu beschreiben. Auch die Personen, um die sich dieses Buch dreht, sind klar definiert und vorgestellt worden. Allerdings setzt der Autor im ganzen Buch auf 2 Erzählstränge – die zweite Erzählung lässt den Leser lange Zeit rätseln, bis es schließlich doch einen Sinn ergibt. Dies ist nicht so gut gelungen und ist am Anfang doch leicht verwirrend. Trotz dessen kann Baxter mit diesem Roman glänzen. Angenehme Kapitellängen, ein spannender sowie verständlicher Schreibstil lassen die Motivation nicht sinken. Alles in allem eine gelungene Science-Fiction, der sich mal nicht mit Weltraumkriegen oder Konflikten auseinandersetzt. Ich hatte viel Spaß am Lesen und kann es jedem SciFi Fan ans Herz legen.

Proxima
Proximaby Stephen BaxterHeyne