
Religion, Philosophie und das Universum
Anfänglich davon ausgehend, dass die Endymion-Saga nahtlos an Hyperion anknüpft wird man hier schnell (und ausschweifend) eines Besseren belehrt. Was soll ich sagen, Endymion ist eine extrem weitgehende und ausschweifende Reise über viele Planeten und durch viele Orte, von denen ich sehr gerne gelesen habe. Es passiert sehr viel und alles wird in einen großen Kontext gesetzt. Man fühlt sich wirklich, als sei man Teil dieser Welt. Allerdings schweift der Autor bzw. Protagonist sehr oft "ab" oder besser gesagt es ist einfach Teil dieses Buchs. Es wird regelmäßig sehr philosophisch und oft wird über die KI, die Kirche, die Biologie des Menschen und wortwörtlich über Gott und die Welt geredet. Was war auf der alten Erde, welche Krankheiten gab es, welche neuen Krankheiten gibt es und wie werden diese behandelt, was ist Liebe, was ist der Sinn des Lebens und noch so einiges mehr. Dabei gibt es hauptsächlich vorherrschende religiöse Strukturen, welche überall im Weltall verstreut sind. Die 1400 Seiten dieses Buches haben sich dadurch wirklich wie eine Ewigkeit angefühlt. Das ist nicht negativ gemeint, aber es ist auch nicht nur positiv gemeint. Ich würde es am liebsten mit "Man begibt sich auf eine Reise" beschreiben. Man wird mitgenommen auf die Lebensgeschichte des Hauptcharakters und erlebt gemeinsam mit ihm eine unglaublich fantastische Reise durch die Zeit. Ich hätte gern etwas mehr vom Shrike gehabt, denn diese Passagen waren immer sehr spannend, aber es kommt leider zu wenig vor. Das war eigenltlich dir Hauptprämisse, warum ich die Bücher angefangen habe. Insgesamt war es eine Erfahrung wert, aber die insgesamt fast 3000 Seiten der gesamten Saga haben sich leider auch wie 3000 Seiten angefühlt.

