Ich habe mir spontan ein Buch von meinem Freund geschnappt und für mich war es tatsächlich das erste aus dem Bereich Apokalypse und Dystopie. Da ich nicht mit dem ersten Band in die Reihe eingestiegen bin, fiel es mir anfangs etwas schwer, in die Handlung hineinzufinden und die verschiedenen Charaktere sowie Gruppen richtig einzuordnen.
Sobald ich jedoch in der Geschichte angekommen war, hat sie mich wirklich gepackt, und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit der Mission weitergeht. Im Verlauf der Mission passieren viele unerwartete und spannende Dinge, und auch die Mitglieder der Gruppe sind mir mit ihren Eigenarten nach und nach ans Herz gewachsen.
Den Schreibstil empfand ich stellenweise als recht anspruchsvoll, wodurch mich die Handlung nicht immer vollständig mitgerissen hat. Insgesamt fand ich das Buch aber sehr lesenswert. Dafür, dass ich dieses Genre sonst kaum lese, hat es mich positiv überrascht.
Inzwischen habe ich mir auch den ersten Band der Metro-Reihe gekauft und bin gespannt darauf, noch mehr über die Hintergründe, die Welt und die verschiedenen Gruppen zu erfahren.
Eine trilogie die einem lang im Gedächtnis bleibt. Besser als die hauptreihe. Die charaktere sind so glaubwürdig, ein flüssiger schreibstil, spannung,... Es ist für mich die beste buchreihe in dem Genre
"Hinter dem Horizont" ist der dritte Teil von Djakows Trilogie aus dem Metro2033-Universum. Blöderweise ist es mir mal wieder passiert, dass ich den letzten Teil einer Reihe vor den anderen Bänden gelesen habe. Dennoch habe ich eigentlich alles verstanden, nur viele der Hinweise auf frühere Erlebnisse der Figuren kenne ich noch nicht, doch nun freue ich mich umso mehr darauf, diese mit den lieb gewonnen Charakteren noch erleben zu dürfen.
Während sich in Glukhovskys Moskau erst Artjom an die Oberfläche traut, so wird hier gleich eine ganze Expedition losgeschickt. Wir erleben also mit, was nach dem Krieg an der verseuchten Oberfläche vor sich gegangen ist. Die Gruppe um Taran, Gleb und die anderen erlebt hier ein Roadmovie der ganz besonderen und ganz gefährlichen Art.
Djakow versucht eine Antwort zu finden, was die Strahlung mit unserer Erde macht. Was geschieht mit den Tieren, den Pflanzen? Dabei treffen wir auf Gefahren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von Mutanten, seltsamer Watte und natürlich anderen Menschen, die stets die grösste Gefahr, aber eben auch die grösste Hoffnung darstellen.
Die Charaktere, die wir kennenlernen, sind alle sehr unterschiedlich, haben ihre Stärken und Schwächen. Während ihrer Reise machen sie alle eine persönliche Veränderung durch. Die ist eine der Punkte, die mir an Djakows Geschichte so gefallen. Alle müssen sich am Riemen reissen, über ihre Schatten springen und sich verändern, um das Ziel ihrer Expedition zu erreichen. Nur Aurora wirkt dagegen etwas blass und erst am Ende hat sie ein paar grössere Sätze. Ihre Rolle ist mir noch unklar, aber vielleicht ändert sich das mit der Lektüre der anderen zwei Titel?
Wer es auch in Büchern actionreich und cineastisch mag, der wird hier seine Freude haben. Denn die Crew kommt mal zum Durchatmen, hinter jedem Schneehaufen wartet bereits das nächste Abenteuer. Doch wirkt es keinesfalls überlastet, denn genauso stelle ich mir diese Reise auch vor. Aus irgendeinem Grund schickt man ja die Stalker raus, weil es für die meisten gewöhnlichen Menschen zu gefährlich ist.
Mir hat dieses Buch wirklich imponiert, das Lesen konnte nicht schnell genung gehen, weil ich einfach wissen musste, was denn nun aus unseren Helden wird. Das Konzept, dass unterschiedliche Autoren eine ganze Welt zusammenbauen und man dadurch immer neue Winkel kennenlernen kann, ist einfach toll. Ich freue mich auf die anderen Bücher Djakows und natürlich alle anderen Titel der Metro-Reihe.