23. Apr.
Rating:5

Pandemie 2.0

In The End of Men (oder auch Die andere Hälfte der Welt) wird die Geschichte einer neuartigen Pest erzählt, die 90 Prozent der männlichen Bevölkerung dahinrafft. Aus der Sicht verschiedenster Frauen werden die Auswirkungen der Pandemie auf Familien, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft geschildert. Beginnend mit dem Ausbruch und dem Versagen der Regierungen geht es über in den schmerzhaften Teil, in dem immer mehr Ehemänner, Söhne und andere nahestehende cis-Männer erkranken und sterben. Auch die verzweifelten Versuche, sich vor dem Virus zu schützen, sind wirklich erdrückend. Vor allem wenn das Leben geliebter Menschen auf dem Spiel steht und man als Frau womöglich selbst bereits Wirt ist. Diese Episoden waren wirklich unfassbar traurig. Gleichzeitig greift die Autorin auch politische und strukturelle Aspekte auf. Die Wirtschaft und die Versorgungslage geraten ins Wanken, da viele technische Berufe – etwa in der Stromversorgung – überwiegend von Männern ausgeübt werden. Sogar geopolitische Entwicklungen finden ihren Platz in der Geschichte. Man springt zwischen verschiedenen, wiederkehrenden Figuren sowie von Tag X zu Tag Y der Pandemie. Dadurch bleibt der Roman abwechslungsreich und kann viele spannende Aspekte einbeziehen. Dass Christina Sweeney-Baird dies noch vor der größten Pandemie unserer Zeit so treffend umgesetzt hat, finde ich besonders bemerkenswert. Christina Sweeney-Baird hat es geschafft, eine Pandemie in ihrer Komplexität darzustellen und dabei ein Wechselspiel aus emotionalen, persönlichen Schicksalen und spannenden strukturellen Abläufen sowie den weitreichenden Folgen aufzuzeigen. Eine ganz andere Art von Spannungsbogen, die mir sehr gefallen hat. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hin und wieder mit der ein oder anderen Träne gekämpft. Von mir eine klare Leseempfehlung! ------------- "Glaubst du, dass man sich an sie erinnern wird? An unsere Söhne und Ehemänner, oder werden sie einfach...verschwinden?" "Ich glaube, wir werden uns an sie erinnern, wir werden über sie sprechen und ihre Geschichte erzählen. Wir werden wissen, dass wir sie geliebt haben und von ihnen geliebt wurden. Das wird genügen. Weißt du, du bist nicht nur wichtig wenn die Welt dich in Erinnerung behält.[...]"

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
1. Feb.
Rating:5

Für alle Menschen wichtig.

Ich hab das Buch ganz zufällig bei TikTok gesehen und die Bloggerin war ganz verzaubert von diesem Buch. An sich hörte sich das Buch spannend an. Eine Pandemie durch ein Virus verursacht der nur Männer befällt und tötet. Aber ganz ehrlich? Es ist so viel mehr gewesen. Man liest so viele verschiedene Perspektiven von Frauen in diesem Buch. Alle erleben die Pandemie gleich und doch so unterschiedlich. Die Parallelen zu Corona sind erschreckend und nah aber dennoch nicht zu stark. Während ich das Buch gelesen hab, fühlte ich mich schwer und betrübt. Es lies mich in Gedanken versinken wie es damals für mich war. Was ich verloren und betrauern durfte und wie die Welt nie wieder so wurde wie davor. Auch die Damen in diesem Buch fanden einen Weg mit der neuen Realität zu leben und das Beste draus zu machen. Es gab Einblicke hinter die Kulissen. Was man vielleicht nicht auf dem Schirm hatte. Ich kann das Buch wirklich allen empfehlen. Aber es gibt das Buch nur noch als Neuauflage zu kaufen. Unter dem Titel End of Men.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
16. Jan.
Rating:3

Kurzum, schnell vornweg: das Buch beschreibt eine Pandemie, bei der ein sehr tödlicher Virus sein Unwesen treibt, der allerdings nur bei Männern zu Krankheiten führt, und aber auch von Frauen übertragen werden kann. Nur 10% der Männer sind immun, der Rest stirbt nach nur sehr wenig Kontakt. Dabei wird ausführlich beschrieben, wie die einzelnen Leben betroffen sind, als der Virus so langsam seine Runden zieht, wie man die eigenen Männer in der Familie schützen will; dann die Verzweiflung, als sie alle sterben, und gleichzeitig aber auch die Eifersucht und der Neid auf Frauen deren Ehemänner immun waren, oder deren Kinder Mädchen waren - sodass die eigenen Kinder nicht verloren wurden. Und schließlich dann das Ummünzen auf die Hoffnung auf eine Impfung, und dann, wie alles so langsam wieder eine Normalität erreicht. Mehrere Jahre nach Ausbruch. Sehr starker Corona-iger Charakter, obwohl das Buch bereits vor der Corona-Zeit festgestanden haben soll und dann nurnoch den Feinschliff erhielt. Ich bin mit anderen Erwartungen an das Buch rangegangen, als es dann tatsächlich passiert ist. Und dabei habe ich mich an der zentralen Fragestellung orientiert, die die Autorin selbst vorgegeben hat: What would the world look like without men? Und das habe ich auch irgendwie erwartet: dass es aus irgendeinem Grund keine Männer mehr auf der Welt gibt (sozusagen das Verschwinden der Männer nur als kurzes Kapitel, oder es sogar garnicht wirklich behandelt sondern lediglich vorausgesetzt wird), und es viel eher darum geht, wie sich die Welt ohne Männer weiterdreht. Welche Ämter hielten sie inne, und wie kann das jetzt "logistisch" umverteilt werden, wie geht das Alltagsleben weiter, wie sieht die normale Jobverteilung aus, wenn ca. 50% der Bevölkerung fehlen? Und all das wurde auch immer wieder sporadisch mit aufgefasst (die Eifersucht auf Frauen, die ihre Ehemänner oder Kinder noch hatten; ein Job-Programm bei dem die momentan unbrauchbaren Jobs aufgelöst werden, und die relevanten Jobs neu umverteilt und gelehrt werden, sodass das Leben weitergehen kann; eine neue Dating-App die von Frauen für Frauen ist etc.). Aber ich habe mir das sehr viel ausführlicher vorgestellt - denn das beschreibt ja schlussendlich, wie die Welt ohne Männer aussieht. Wie sie vorher an einem Virus zugrunde gegangen sind... hat dabei für mich erstmal weniger Wichtigkeit. Und das hat mich anfangs schon sehr enttäuscht. Also dass so viel Fokus auf der Verbreitung und Wirkung des Virus lag und die Einzelschicksale die betroffen sind, und nicht vielmehr darauf, wie es dann überhaupt tatsächlich kurz- und langfristig weitergeht. Ich fand es anfangs sehr befremdlich, dass so unfassbar viele Perspektiven angeschnitten wurden - aber mit der Zeit fand ich das sehr schön. Weil es doch anfangs viel des Handlungs-Fadens für mich genommen hat, immerwieder mit neuen Figuren, Leben und Schicksälen konfrontiert zu sein, die dann ggf. garnicht nochmal auftauchten. Aber es hat eben diese kleinen Dinge angebracht, und ein breit gefächertes Bild angeboten. Ich fand es auch sehr spannend, dass sich so viele verschiedene Darstellungsweisen im Buch wiedergefunden haben. Oftmals hat man einer Frau aus Ich-Perspektive im Leben zugeschaut und begleitet; aber oft gab es auch Zeitungs-Artikel, Blogs, Tagebuch-Einträge, die die Bandbreite schön ausgefüllt haben. Nun, Einheiten / Vorkommnisse aus diesem Buch, die ich nicht vergessen möchte und deswegen hier festhalte: - den Internet-Post zu Beginn des Virusausbruchs, der von einem Mann verfasst wurde, der geschrieben hat, dass der Virus von Frauen entwickelt wurde um die Männer ein für alle Male zu unterdrücken - das zu lesen hat mich so wütend gemacht, und war so lächerlich, weil es sich so unfassbar real angefühlt hat - nachdem bereits 90% der Männer gestorben sind und die anderen 10% immernoch recht versteckt gehalten worden aus Angst, dass sie sich doch noch anstecken können, ging das Leben der Frauen im Rahmen der Möglichkeiten weiter, mit Arbeit und Schule etc. Und deswegen wurde immer mehr das generische Femininum etabliert, man sprach jetzt primär von den "Frauen", wenn man alle meinte. Und daraufhin haben sich die wenigen verbliebenen Männer und Jungen beschwert - sie sind zwar mitgemeint, aber nicht mitgesprochen. Sie fühlen sich ausgeschlossen, vergessen, nicht wichtig - das Gefühl des Allein-Seins mit der eigenen Trauer und des Verlustes, weil es jeder und jedem gerade so geht, und man deswegen nicht rumheulen will, weil ... geht ja allen so. Und sich die Charaktere deswegen oftmals nicht darin berechtigt gesehen haben, dass sie trauern und nichtmehr funktionieren, weil es anderen genauso geht und sie damit ja nichts Besonderes sind und es sich deswegen auch nicht lohnt, darüber zu sprechen - der Brief, den ein Mann an seine Frau schreibt, weil er mehrere Monate und dann sogar Jahre auf einem Schiff festsaß, dass nicht an Land kommen durfte - dort schreibt er, wie sehr es unter anderem vermisst, mit einem kalten Bier mit seiner Frau auf der Veranda zu sitzen und den Kindern beim Spielen zuzuschauen. Es zeigte mir extrem, wie wichtig auch solche "kleinen" Momente sind, und wie sehr man sie genießen und im Herzen behalten sollte - die Szene, als während der Pandemie Kinder geboren wurden. Die kleinen Mädchen-Babies durften bei ihren Müttern bleiben, wurden ihnen wieder in die Arme gelegt. Die kleine Jungs-Babies wurden den Müttern nicht nochmal gegeben und stattdessen in Isolationsräume gebracht, in der Hoffnung, dass sie so überleben statt direkt zu sterben - auch in dem Sinne, dass Männer für die Population gebraucht wurden. Und, besonders gefühlsvoll, die Anspannung zwischen der tatsächlichen Geburt und der Offenbarung des Geschlechts des Babys. - die Entdeckerin des Impfstoffes, wie sie sich freut ihn gefunden zu haben und für all ihre lange und harte Arbeit gewürdigt zu werden, nur um dann mit der Angst ins Bett zu gehen, dass auch ihr (wie bereits so vielen Frauen vor ihr) dieser Erfolg genommen und sich ein anderer Jemand mit diesem Ruhm schmücken könnte

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
1. Jan.
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Rating:3.5

In "Die andere Hälfte der Welt" (auch unter dem Titel "End of Men" bekannt) geht es um ein tödliches Virus, der sich nach und nach in der Welt ausbreitet und 90 % der männlichen Bevölkerung ausrottet. Diese Grundidee hat mich ein bisschen an eine meiner liebsten Serien aus der Kindheit, "The Tribe", erinnert und klang für mich wahnsinnig interessant. Die Ausbreitung des Virus beginnt im Jahr 2025 und der Roman beschreibt die Ereignisse über sechs Jahre hinweg - von der Ursachensuche über eine Impfstoffentwicklung bis hin zum alltäglichen Leben der "neuen Realität". Man verfolgt die Geschichte zuerst aus der Sicht von ein paar wenigen Frauen, z.B. aus Sicht der Ärztin Amanda, die das Virus entdeckt hat und zunächst vergeblich versucht, die Gesundheitsbehörden zu informieren und die Menschen zu warnen. Leider nimmt die Anzahl der POVs immer mehr zu, sodass man irgendwann bei sage und schreibe 15 unterschiedlichen Sichtweisen ankommt und ich für meinen Teil komplett den Überblick verloren habe. Ich konnte die Personen irgendwann fast gar nicht mehr zuordnen und das hat den Lesefluss für mich leider sehr gestört. Die einzelnen Schicksale der Charaktere waren an und für sich sehr spannend, jedoch konnte ich aufgrund der vielen Personen und dem ständigen Wechsel zwischen den Sichtweisen keinerlei emotionale Bindung herstellen und mich nicht allzu sehr reinfühlen. Es ist sehr interessant, die vielen Parallelen zur Corona-Pandemie zu beobachten - vor allem, weil die Autorin das Konzept des Romans anscheinend schon einige Zeit vorher fertiggestellt hat. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wurde - trotzdem lohnt es sich aber, mal reinzulesen.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
30. Okt.
Rating:3.5

Eine gute Abwechslung

Ein Thema, das viele ansprechen wird, weil es sich aufgrund der Ereignisse der letzten Jahre so real anfühlt und eine Umsetzung, die total viel Abwechslung mit sich bringt durch Zeitungsartikel, Interviews und verschiedensten Perspektiven. Hat mir wirklich gut gefallen! Es war auf der Gegenseite für mich aber auch kein Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und zu dem ich schnell wieder greifen wollte. Das hat mir am Ende dann doch etwas gefehlt. Es könnte daran gelegen haben, das durch die vielen verschiedenen Perspektiven, ich mit keiner Person eine wirklich tiefergehende Bindung aufgebaut habe. Lesenden, denen das nicht unbedingt wichtig ist, werden das Buch dann wahrscheinlich noch lieber mögen und viel Lesevergnügen damit haben.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
6. Okt.
Rating:3

Eine Welt in der Frauen die Norm sind Der Ausbruch der “Männerpest” weckt Erinnerungen an die Corona Pandemie - Hamsterkäufe, geschlossene Grenzen und Versorgungsengpässe,…- aber hier ist alles nochmal viel extremer. Während 90% der Männer nach und nach sterben überleben Frauen. Kinder werden geboren, die Jungen sterben kurz nach der Geburt, die Mädchen überleben. Plötzlich fehlen in manchen Berufen und Positionen unendlich viele Menschen - oder sollte ich sagen Männer - und diese werden von Frauen neu besetzt. So sind innerhalb kürzester Zeit die meisten Posten in Politik, Wirtschaft,… aber auch in allen anderen Berufsgruppen von Frauen besetzt. Es fallen Missstände in der Sicherheit von Autos, bei der Behandlung von Schlaganfällen und noch vieles mehr auf. Auch sind die wenigen „immunen“ überlebenden Männer jetzt die, die Sexismus erfahren. Es wird auf erschreckende Weise klar wie sehr unsere Welt auf Männer ausgerichtet ist und wie groß der Weg bis zur gleich Berechtigung doch noch ist. Das Buch ist toll und spannend geschrieben. Die verschieden Figuren, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen bieten unterschiedliche Perspektiven. Auch die Tagebucheinträge und Zeitungsartikel sind toll. Letztendlich ist das Buch für mich eine 3/5. Es erinnert mich einfach zu sehr an die Corona Pandemie, trotzdem habe ich es sehr genossen und empfehlen es vor allem denen die denken, dass wir das Ziel der Gleichberechtigung schon erreicht haben.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
14. Juli
Rating:4.5

"Wir können niemals zurückgewinnen, was wir verloren haben. Das müssen wir akzeptieren und beweisen, wir müssen betrauern, was nicht sein kann, und eine neue Lebensweise finden."

Definitiv eine Empfehlung. Einerseits so schön zu sehen, wie eine Gesellschaft auf Fehlern lernt. Andererseits erschreckend, was dafür notwendig ist.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
19. Mai
Rating:5

18.05.2025 Dystopisches, unheimliches Szenario, das mich sehr zum Nachdenken angeregt und an die Serie "The Tribe" auf KiKa erinnert hat...

Dieses Buch war ein Vorschlag in unserem Mädels-Buchclub. Unser vorheriges Buch "After dark" von Jayne Cowie behandelte den Ausschluss der Männer aus der Gesellschaft nach einer bestimmten Uhrzeit. Ich vermute, dass die Mädels jetzt eine andere Richtung brauchten, was aber schade ist, weil dieses Buch sooo viel bietet- gerade zum Diskutieren. Es werden sehr viele Perspektiven gezeigt von verschiedenen Frauen (und auch Männern) - im Hörbuch mit vielen unterschiedlichen Sprechern, was wirklich super ist, jede/r Einzelne macht den Job großartig!!! Die Thematik ist sehr unheimlich und ich glaube nach Corona können wir uns sehr in dieses Pandemie-Szenario einfühlen. Der Part über Mutterschaft war mir zu ausufernd, aber das ist nur mein persönliches Empfinden und wahrscheinlich ist es in dieser Thematik auch zwingend notwendig (denn ohne Männer gibt's auch keine Mütter und die wenigen immunen Männer sind auf die Vielzahl der Frauen dann doch zu wenig.) Also alles in allem ein wirklich sehr empfehlenswertes, interessantes Buch.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
13. März
End of men. Die Stunde der Frauen ist gekommen- aber um welchen Preis ?
Rating:4.5

End of men. Die Stunde der Frauen ist gekommen- aber um welchen Preis ?

„Die andere Hälfte der Welt“ oder auch „The End of Men“ von Christina Sweeney-Baird ist ein spannender dystopischer Roman, der sich nach Corona gar nicht mehr so dystopisch anfühlt. Die Autorin hatte das Manuskript vor Corona fertiggestellt und hat die Entwicklungen der Pandemie erschreckend gut vorausgesagt. Auch die Ursache ist ähnlich. Die hier beschriebene Pandemie hat jedoch nur Männer dahingerafft und war weitaus tödlicher. Die Pandemie wird aus der Perspektive vieler Personen an unterschiedlichen Orten beschrieben und wie sie mit dem Geschehen umgehen. Daher konnte man sich nicht wirklich an 1–2 Hauptprotagonisten klammern, die man emotional begleitet. Trauer ist, wie zu erwarten, ein großer Aspekt des Buches. Ich fand es besonders hart zu lesen, wie die Trauer der einzelnen Frauen nicht mehr den gleichen Stellenwert hat wie in normalen Zeiten, da fast alle jemanden zu betrauern haben. Hier greift dann nicht „geteiltes Leid ist halbes Leid“, sondern eher die Erkenntnis, dass man keine besondere Situation durchmacht und deshalb auch kein so großes Mitleid erhält. Hier ein Zitat aus dem Buch, das ich sehr schön fand: „Glaubst du, dass man sich an sie erinnern wird? An unsere Söhne und Ehemänner, oder werden sie einfach verschwinden? Weißt du, du bist nicht nur wichtig, wenn die Welt dich in Erinnerung behält. Ich glaube, wir werden uns an sie erinnern, wir werden über sie sprechen und ihre Geschichten erzählen. Wir werden wissen, dass wir sie geliebt haben und von ihnen geliebt wurden. Das wird genügen.“ Insgesamt ein interessantes Gedankenexperiment. Die Autorin sollte über ein zweites Standbein als Wahrsagerin nachdenken. 😄

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
19. Feb.
Rating:4.5

Kleine Spoiler-Warnung

Grundsätzlich hat mir die Geschichte, der Schreibstil und die Art und Weise wie das Buch gestaltet ist sehr gut gefallen. Mich hätte allerdings noch mehr interessiert, wie die gesellschaftliche und politische Lage nach dem Virus aussieht. Dementsprechend war für meinen Geschmack der Abschnitt nach dem ersten Ausbruch bis zum Impfstoff zu lang geschrieben. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
21. Jan.
Rating:4

Sehr interessantes Buch.

***Könnte evtl. Spoiler enthalten!!*** Das Buch hat mir soweit echt gut gefallen. Ich mochte den Schreibstil und auch diese vielen verschiedenen Perspektiven. Besonders den Umgang mit Trauer fand ich sehr spannend und alles sehr realistisch geschrieben. Ich persönlich hätte mir den ersten Teil ein bisschen kürzer und dafür den zweiten etwas ausführlicher gewünscht. Mich hätten einfach noch mehr diese ganzen Systemänderungen (politisch und gesellschaftlich) interessiert, die notgedrungen stattfinden mussten. Auch z.B. Themen wie, dass Männer sich ungerecht behandelt fühlen, weil sie durch die Pandemie zu einer Minderheit geworden sind, hätte mich sehr interessiert. Mit Blick darauf, dass die Autorin das Buch jedoch vor Covid19 geschrieben hat auch verständlich, dass der Teil der Pandemie so viel Platz einnimmt. Konnte sie ja schlecht ahnen, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Leser:innen schon eigene Erfahrungen in Sachen Pandemie mitbringen. Dennoch ein interessanter Read!

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
12. Jan.
Rating:5

Absolutes Highlight!

Ich habe mich bei Lesepausen öfter dabei ertappt, dass ich meine Gedanken erstmal ordnen musste, um Realität und Fiktion nicht durcheinander zu bringen! Es ist so authentisch geschrieben, dass man wirklich denkt, es wäre echt. Sehr beeindruckend, dass das alles vor der Corona-Pandemie geschrieben wurde!

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
12. Jan.
Rating:4

Tragisch, tiefgehend und spannend!

Ein krasses Gedankenexperiment, über das sicherlich schon viele Menschen und vor allem Frauen nachgedacht haben. Bewundernswert finde ich, wie viel aus dieser Geschichte, die vor der Coronapandemie geschrieben wurde, auch in unserer Realität stattgefunden hat. Die Geschichten haben mich alle berührt und ich konnte auch allen Perspektiven gut folgen, auch wenn ich mir nicht immer die Namen konnte. Auf jeden Fall ein Pageturner mit dunkler Spannung durch das gesamte Buch. Ich habe aber einige Geschichten und Perspektiven vermisst: Welche Geschichten haben trans Menschen während dieser Zeit erlebt? (Wird auf zwei Seiten erwähnt und kam mir zu kurz) Wie erging es Menschen mit Behinderungen oder obdachlosen Menschen? Die Geschichte ist durch und durch westlich, cis und weiß geprägt, aber ich verstehe auch, dass nicht immer alle Perspektiven beleuchtet werden können. Trotzdem war es eine tolle, tiefgehende, tragische Geschichte, die ich gern gelesen habe.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
26. Dez.
Rating:5

Was wäre, wenn…

Die Idee des Buches hat mich so neugierig gemacht, insbesondere da ich mich viel mit Feminismus auseinandersetze und alles rund um Medizin interessant finde. Das Buch hat mich absolut nicht enttäuscht! Manche Stellen taten weh, andere waren schön, bei wieder anderen dachte ich mir „Kennt man, so ist es wirklich“ - für mich war es eine kleine Achterbahn der Gefühle und ich fand es unglaublich spannend. Tatsächlich ist diese Geschichte letzten Endes ein realistisches Szenario und das hat mich gefesselt. Die Charaktere waren sympathisch und ich fand die Kapitellängen super, so hat es sich schön gelesen. Klare Empfehlung!

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
20. Okt.
Rating:4

Eine Pandemie, die weltweit den überwiegenden Teil der männlichen Bevölkerung aussterben lässt. Die hinterbliebenen Frauen finden das gar nicht lustig und müssen sich mit den Folgen arrangieren. Aus der Sicht von etwa einem Dutzend Frauen wird die gesellschaftliche Auswirkung und die persönliche Betroffenheit des Männermangels geschildert. Interessant

Die Autorin hat den Roman ihrer Aussage nach größtenteils vor dem Auftreten der Corona-Pandemie verfasst.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
25. Sept.
Rating:4

In „Die andere Hälfte der Welt“ folgen wir mehreren Personen durch die Zeit einer weltweiten Pandemie, beginnend 5 Tage vor Ausbruch bis zu Jahren danach. Die verschiedenen Protagonisten bieten dabei viele unterschiedliche Sichten auf die Folgen der Erkrankung und schaffen so einen guten Rundum-Blick, wobei jedes Einzelschicksal interessante und teilweise schockierende Aspekte bot. Faszinierend, dass die Geschichte vor Corona geschrieben wurde und sich trotzdem die ein oder andere Parallele findet.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
17. Sept.
Rating:3

Ich bin hin und hergerissen…

auf der einen Seite ist es wirklich interessant und erschreckend zugleich über eine fiktive Pandemie zu lesen, bevor das reale Coronavirus uns erreichte. Viele Parallelen waren sehr frappierend . Allerdings störte mich der ständige Wechsel zwischen den Protagonisten. Wer wer war, und wer welche Geschichte zu erzählen hatte verschwamm mit der Zeit, und trübte meinen Lesespass, leider….

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
25. Aug.
Rating:4.5

Man sollte meinen nach Corona ist das Thema Pandemie ausgelutscht, doch ist dem nicht so.. faszinierend, dass die Autorin die Geschichte vor der reellen weltweiten Pandemie erdacht hat und doch ist sie so anders.. aus vielen Blickwinkeln wird über fast 7 Jahre hinweg erzählt, wie die Welt tickt, wenn auf einmal 90 % der Männer und Jungs nicht mehr da sind.. toll erzählt und somit absolut lesenswert 😊

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
7. Aug.
Rating:4.5

Fesselt, spannend und traurig zu gleich. Ich liebte es.

Als ich erfuhr, dass dieses Buch noch vor der Corona-Pandemie begonnen wurde, war ich schockiert. Ich dachte, es basiere auf den Entwicklungen dieser weltweiten Krise. Dennoch ist es erstaunlich vorausschauend und zeigt, wie Menschen, besonders Frauen, mit solchen Situationen umgehen könnten. Der Wechsel zwischen den Perspektiven und das Zusammenführen der Kapitel haben mich positiv überrascht und zur Spannung beigetragen. Insgesamt ist es ein fesselndes Buch, das mich oft zum Nachdenken brachte. Empfehlenswert für alle, die sich für soziale und psychologische Dynamiken in Krisenzeiten interessieren.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
1. Aug.
Rating:4.5

Ich hatte immer Lust zu diesem Buch zu greifen, weil es so tolle und greifende Geschichten waren. Wenn ich das Buch einmal in der Hand hatte konnte ich es nicht mehr weglegen. Man konnte sich auch sehr gut in diese Situationen hinen versetzen da wir alle die Corona-Pandemie mit gemacht haben.Dadurch fand ich es noch spannender auch mal so eine Sicht zu haben wie es anfängt und diese ganzen Prozesse wie Impfstoff entwickeln und Auslöser suchen mit verfolgen zu können.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
23. Juni
Rating:4

Hier wird das Leben der Menschheit vor, während und nach einer Pandemie, die etwa 90 Prozent der Männer auslöscht, aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Bis zu Mitte hätte ich dem Buch 5 Sterne gegeben, mir fehlten aber während und nach dem Ende der Pandemie weitere Ausführungen zu den Auswirkungen (z.B. wirtschaftlich). Außerdem hätte ich mehr Katastrophen aufgrund der plötzlich fehlenden Männern erwartet (Weiterführung von AKWs zum Beispiel). Zudem fiel es mir teilweise schwer, die verschiedenen Frauenfiguren auseinander zu halten. Das hat aber meiner Lesefreude keinen Abbruch getan, insgesamt eine spannende Dystopie.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
12. Juni
Rating:4

Eine Buch über eine Pandemie das kurz vor der COVID Pandemie geschrieben wurde.. irgendwie verrückt. Viele verschiedene Erzähler (Mütter, Ärzte, Politiker, Ehefrauen,….) erzählen hier Kapitelweise ihre Story bzw beschreiben, wie die Welt so (fast) ganz ohne Männer zurecht kommt. Es ist teilweise sehr emotional und man fühlt mit den Charakteren mit. Insgesamt sind es aber sehr viele, um eine wirklich Connection zu ihnen aufzubauen (Amanda und Catherine stechen schon hervor). Hier und da hat das Buch meiner Meinung nach Schwächen in Bezug auf medizinische Aspekte - ist aber nur n Gefühl, hab ja selber keine Ahnung, lol. Insgesamt eine gute Story und durch den Aufbau spannend verpackt.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
14. Mai
Rating:3.5

📚 Inhalt Dr. Amanda Maclean behandelt im Jahr 2025 einen Jungen mit leichtem Fieber. Ein harmloser Fall, denkt sie. Denn drei Stunden später ist der Junge tot. Die Ärztin hat keine Zeit genauer darüber nachzudenken, denn innert kürzester Zeit sterben drei weitere Männer an derselben mysteriösen Krankheit. Sie schlägt Alarm, doch mit rasender Geschwindigkeit erreicht der Virus jeden Winkel der Welt. Er tötet ausschliesslich Männer. 📖 Meinung Wie immer kann ich mich nicht erinnern, wie ich auf das Buch gekommen bin, aber seit einiger Zeit mag ich Dystopien so gerne, daher hat dieses Buch sehr gut in meine Leselaune rein gepasst. Die Geschichte spielt in naher Zukunft. Eine Krankheit bricht aus, die nur Männer bekommen können und 100% tödlich verläuft. Und was dann passiert, sollte uns allen bekannt vorkommen. Einige Menschen schotten sich ab, andere glauben nicht an die Existenz der Krankheit, es wird gestohlen, geplündert, Panik gemacht. Wer meine Anspielung nicht verstanden hat: ich meine damit die Coronapandemie, die glücklicherweise überstanden ist. So häufig habe ich beim Lesen gedacht: "wie können Menschen... !» Und dann ist mir wieder eingefallen, dass Corona noch gar nicht so lange her ist und Menschen genau solche Dinge getan haben. Mir hat die Story sehe gut gefallen. Ich fand es super spannend, diese globale Krankheit mitzuverfolgen und die betroffenen über mehrere Jahre zu begleiten. Ich habe bei Müttern mitgetrauert, die um ihre Kinder kämpfen, Ehefrauen, die den Kontakt zu ihren Ehemännern abbrechen, um diese zu schützen, die unterschiedlichen Lager der Gesellschaft beobachtet. Hat mir sehr gefallen. Eine Leseempfehlung für alle, die Corona gut hinter sich lassen konnten.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
12. Mai
Rating:4

4 Sterne = sehr gut, würde ich weiter empfehlen Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Dieses Buch bietet wirklich viel Potenzial für eine Leserunde, da man einiges an Gesprächsbedarf hat während des Lesens. Ich versuch mich aber mal auf das Wesentliche zu beschränken. Die Geschichte ist weder durch die Charaktere, noch durch die Handlung getrieben, sondern erzählt ganz chronologisch den Verlauf einer Pandemie von Tag 1 bis bis Tag X. Dabei erleben wir die Sichtweisen von dutzenden Menschen. Manche Personen treten mehrfach auf, manche nur einmal. Da ich das Buch als Hörbuch gehört habe, gebe ich zu, dass mir das am Anfang viel zu viel war. Ich habe ständig den Faden verloren, bei welcher Person wir jetzt sind und wer diese Person ist. Bis ich irgendwann an den Punkt kam, dass es eigentlich total egal ist und ich mir auch nicht alle Namen merken muss und kann um die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben dieser Personen zu verstehen. Ich verstehe das Buch als Chronik dieser Pandemie und bekomme viele Ausschnitte aus verschiedenen Leben während und nach der Pandemie gezeigt. Manche interessieren mich mehr, manche weniger. Was denke ich im Fokus stehen soll, sind viele gesellschaftskritische Themen, die zu Tage treten, weil die Pandemie fast alle Männer der Erde getötet hat. Das regt definitiv zum Nachdenken an, wie die Gesellschaft mit bestimmten Themen umgeht und treibt mich gedanklich auch noch nach Beendigung des Buches um. Trotzdem man den meisten Charakteren in der Geschichte nicht sonderlich nahe kommt, berühren mich die Schicksale teilweise sehr. Insbesondere wenn Ehemann und Söhne sterben, war das für mich doch nur recht schwer zu ertragen. Mag wohl daran liegen, dass ich selber einen Ehemann und 2 Söhne habe, wovon einer beim Lesen des Buches gerade mal ein paar Tage alt war. Vielleicht spielten meine Hormone auch noch eine Rolle bei der Emotionalität, wer weiß... ;-D Beeindruckend finde ich auch, dass die Autorin mit dem Buch begonnen hat, bevor es Corona gab und es tatsächlich doch viele Parallelen gibt. Man vergleicht natürlich zwangsweise das Pandemiegeschehen im Buch mit unserer erlebten Corona-Pandemie, das bleibt einfach nicht aus. Ich frage mich tatsächlich, wie man die Geschichte wahrgenommen hätte, wenn es Corona nicht gegeben hätte, aber das bleibt Spekulation. Corona hat aber definitiv dazu geführt, dass ich persönlich die Geschichte als sehr realistisch wahrgenommen habe, als tatsächliche Bedrohung, die irgendwann durchaus so eintreten könnte. Ohne Corona hätte ich wahrscheinlich gedacht: Nette Dystopie, aber so was passiert ja in der Realität nicht ...

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
22. Apr.
Rating:4

Eine Welt, in der es keine Männer mehr gibt, klingt nach einem interessanten Thema für ein Buch. Warum "Die andere Hälfte der Welt" dann doch ganz anders war als ich erwartet habe und warum es mich dennoch überzeugen könnte, möchte ich euch jetzt erzählen. Um was geht es? Es ist 2025 als Dr. Amanda Maclean einen jungen Mann mit leichtem Fieber behandelt. Binnen weniger Stunden stirbt er. Die Krankheit verbreitet sich in rasender Geschwindigkeit im Krankenhaus. Besonders merkwürdig: Nur Männer sterben. Obwohl Amanda frühzeitig Alarm schlägt, nimmt sie zunächst keiner ernst - bis die Krankheit jeden Winkel auf der Welt erreicht hat und es zu spät ist. Wie hat mir das Buch gefallen? "Die andere Hälfte der Welt" hat mich emotional sehr berührt. Als Leser verfolgt man das Leben einiger Frauen und bekommt mit, wenn deren nächsten Angehörigen versterben. Sweeney-Baird schafft es in kürzester Zeit mit ihrem Schreibstil, eine Verbindung zwischen Leser und Buchfiguren zu erschaffen. Die Schicksale der Figuren haben mich auch noch eine Weile nach Beendigung des Buches begleitet. Das kam für mich wirklich überraschend, denn ich bin davon ausgegangen, dass sich das Buch weniger mit dem Verlauf und der Ausbreitung der Krankheit beschäftigt, sondern vielmehr mit der "neuen Welt" - einer Welt ohne Männer. Das Thema wird nur in den letzten Kapiteln aufgegriffen, da hätte ich mir definitiv mehr gewünscht. Dennoch hat mir die emotionale Reise gut gefallen und ich freue mich, mehr von der Autorin zu lesen. Im Schlusswort verrät die Autorin, dass sie den Roman bereits 2018 beendet hat und dass es reiner Zufall ist, dass die Thematik jetzt so sehr an die Corona Pandemie erinnert. Und lasst euch gesagt sein, die Parallelen sind wirklich verblüffend.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
14. März
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Rating:5

Sehr spannende dystopischer Thriller - eine geniale Mischung aus Wissenschafts-und Gesellschaftsroman. Sehr spannend und dieses Mal mochte ich die vielen vielen unterschiedlichen Perspektiven, die so viele verschiedene Blicke auf die Auswirkung der Pandemie und emotionale Höhepunkte möglich machten. Man braucht etwas Zeit, um sich an die vielen Persönlichkeiten zu gewöhnen. Diese Art die Geschichte zu erzählen, ermöglichte globale Auswirkungen, politische Umgehensweisen und Einzelschicksale gleichzeitig zu beobachten. Diese Vielschichtigkeit wurde zu einem wunderbaren Ganzen. Besonders mochte ich den Ausblick darauf: "Wenn Frauen die Welt retten"!

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
1. März
Rating:2.5

Gut, aber nicht weltbewegend

Ich habe mich von den Kritiken hier und der überaus spannend klingenden Thematik zum Kauf verleiten lassen. Ich fand diese Dystopie spannend und habe oft weitergedacht - das hat mich beim Lesen aber eher gestört, denn an vielen Stellen stochert die Darstellung des Buches an der Oberfläche und kratzt einige Themen nur kurz an (Homo- und Transsexualität oder Health Care Gap bspw.) Gleichzeitig gab es viele Kapitel, die mich schlichtweg langweilten und viele Anekdoten hätte ich nicht gebraucht. Ich bin ehrlich, am Ende verlor ich den Überblick, wer jetzt Amanda oder Elisabeth waren - in einige der Frauenfiguren fand ich einfach nicht hinein. Ich möchte noch eine Inhaltswarnung aussprechen - in dem Buch sterben auch Kinder. Damit sollte man umgehen können, insgesamt gibt es sehr viele traurige Stellen, aber nicht nur dystopische Ideen.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
12. Feb.
Rating:4.5

Das Buch hat mich von den ersten Seiten an gefesselt, wow! Die Präzision, mit der Sweeney-Braid diese Pandemie beschreiben konnte, grenzt an Unmöglichkeit. Dabei hat die Autorin ihre Geschichte so wortgewand beschrieben, dass ich einige Male den Tränen nahe war. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte nach Entdeckung des Impfstoffes zwar noch schön zu erzählen war, sich aber für meine Verhältnisse etwas zu lange gestreckt hat. Zudem gab mir das Buch einen interessanten Denkansatz: Kann ich es verantworten, einen Impfstoff, der von der Welt sehnlichst erwartet und dringend benötigt wird, teuer zu verkaufen?

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
7. Jan.
Rating:4

Die Erzählweise ist sehr gelungen, aus verschiedenen Perspektiven mehrerer Frauen erfahren die Leser:innen u.a. wie sich die Gesellschaft aufgrund einer Pandemie, in der 90% der Männer sterben, verwandelt. Manche Charaktere nervten mich etwas, aber insgesamt ist es ein spannendes und emotionales Buch.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
27. Dez.
Rating:4

Ich habe das Buch gerade erst beendet und weiß gar nicht so richtig wo ich anfangen soll. Das Buch ist auf jeden Fall eine etwas andere Art der Dystopie und ich habe mega Respekt vor der Autorin, dass sie diese Geschichte geschrieben hat. Als sie begann die Geschichte zu schreiben (2018) ahnte sie selber nicht, dass wir uns nicht mal 2 Jahre später tatsächlich in einer Pandemie befinden würden, auch wenn Corona nicht so extrem ist, wie die im Buch beschriebene „Pest“. Die Kapitel sind aus der Sicht von vielen unterschiedlichen Frauen geschrieben. Das Buch ist auf jeden Fall keine leichte Lektüre für Zwischendurch, weshalb ich auch mehrere Wochen daran gelesen habe. Es behandelt, wie man sich bei dem Klappentext vielleicht vorstellen kann, viele negative Themen und Gefühle, die mich das ein oder andere Mal ein bisschen runtergezogen haben. Dennoch kann ich jedem empfehlen das Buch zu lesen. Es regt sehr zum Nachdenken an und lässt einen die Dinge, die man für selbstverständlich nimmt, einfach wieder mehr wertschätzen. Außerdem kommen auch viele biologische und medizinische Erklärung für die Entstehung des Virus vor, die, vor allem wenn man nicht wirklich Ahnung davon hat, auch nicht so leicht zu lesen und zu verstehen sind. Trotzdem finde ich es gut, dass sie in dem Buch enthalten sind, da sie zu den behandelten Themen einfach dazugehören. An der ein oder anderen Stelle war das Buch vielleicht etwas langatmig und hätte ein bisschen gekürzt werden können. Insgesamt kann ich wirklich empfehlen dieses Buch zu lesen. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass es keine leichte Lektüre ist und sich nicht in einem Rutsch lesen lässt. Mir hat es besonders gefallen, weil es einfach zum Nachdenken und Wertschätzen anregt und somit einfach sehr besonders ist.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
10. Nov.
Rating:4

Es geht darum dass ein Pest Virus in Schottland ausbricht und sich über die ganze Welt verteilt. Dieses Virus bringt Männer zum sterben, Frauen können das Virus auch in sich tragen aber sie werden nicht krank. Eine erschreckende Pandemie bricht aus.

Das Buch ist in verschiedene Teile aufgeteilt wie zum Beispiel das "Vorher", "Der Ausbruch" oder die "Anpassung". Das hat mir gut gefallen weil es so eine Strukturierung gab. Außerdem wurde das Buch aus ziemlich vielen verschiedenen POVs geschrieben. Manche davon kamen auch nur ein oder zweimal vor, andere hingegen kamen sehr häufig vor. Durch die verschiedenen Sichtweisen (bis auf 2 ausnahmen alles Frauen) hat man eine großer Übersicht der Geschehnisse gehabt und die Erfahrung während der Pandemie in unterschiedlichsten Leben verfolgen können, das hat mir sehr gefallen. Es war zwar teilweise etwas verwirrend und ich habe manchmal auch Personen vertauscht aber trz finde ich es sehr gut. Meine Lieblingspersonen waren Amanda, Elizabeth, Catherine (kamen auch mit am häufigsten vor) und auch Rosamie das Kindermädchen mochte ich sehr. Catherine mochte ich vor allem weil man sich sehr in sie hineinfühlen konnte und ich ihr Verhalten sehr nachvollziehbar fand. Generell fand ich das Buch extrem gut geschrieben und es wirkte erschreckend realistisch. Außerdem regt es sehr zum nachdenken an und hat mich oft sehr nachdenklich gemacht. Ich würde das Buch ehrlich gesagt jedem empfehlen weil dieses Gedankenexperiment dieser Geschichte einen auch sehr dankbar fühlen lässt wie es jetzt ist. Und anders als der Titel vielleicht vorgibt verbreitet dieses Buch definitiv keinen Männerhass. Im Gegenteil ich finde durch dieses Buch wird eher gezeigt das wir eben Gerechtigkeit und Gleichberechtigung brauchen. Der Grund warum das Buch dennoch nur vier Sterne hat ist einfach weil es mich wirklich lange Zeit zu lesen gekostet hat. Das lag vllt nicht unbedingt am Buch aber trz. Außerdem verglichen mit anderen Büchern hat es nicht dieses gewissen Funken. Trotzdem ein tolles Buch was ich gerne weiter empfehle

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
23. Okt.
Rating:5

Emanzipation

Ich finde das Buch wirklich sehr gelungen. Wahnsinn wie viel parallelen zu Corona sind und damals gab es das noch nicht. Mir gefielen die verschiedenen Perspektiven der Personen. Wie jeder anders fühlt und handelt. Auch, wie sich die Welt verändert mit nur noch so wenig Männern. Wie sich teilweise das Machtgefälle anders wird. Oder Probleme die Standardmäßig Frauenprobleme sind jetzt zu Männerproblemen werden. Es werden viele Gesellschaftskritische Punkte angekratzt, dass fande ich sehr gut. Man konnte sich noch eine eigene Meinung bilden. Für mich ein rundum gelungenes Buch.

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
14. Aug.
Rating:4

So real fühlte sich eine Dystopie noch nie an. Christina Sweeney-Baird schreibt in diesem Buch über eine Pandemie, die 90% der Männer tötet, und wie die Hinterbliebenen Frauen damit umgehen. Die Welt verändert sich so schlagartig. Der Schreibstil ist sehr angenehm und einfach zu verstehen. Die vielen Sichtweisen im Buch können sehr verwirren, daher habe ich schon relativ früh angefangen, mir gedanklich Notizen zu den einzelnen Frauen zu machen, um die Stories nicht durcheinanderzubringen. Die Geschichte an sich ist emotional aufgeladen, aber nicht so, dass ich durchgehend heulend davor saß. Was bei mir schon schwierig ist, weil ich eigentlich sehr nah am Wasser gebaut bin!

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana
5. Juli
Rating:5

Wie wäre ein Welt ohne Männer?

Aus dem Englischen übersetzt von Carola Fischer Im Jahr 2025 ist die Welt von einer Pandemie betroffen. Die Pest - wie die Krankheit schnell genannt wird - ist hochansteckend und ausschließlich für Männer tödlich. Frauen können das Virus zwar ebenfalls in sich tragen und weitergeben, bleiben aber vollkommen symptomlos. Die Welt verändert sich radikal und zwar in allen Lebensbereichen. Als Leser:in begleitet man insbesondere fünf Hauptprotagonistinnen durch die Pandemie: Amanda, die in Glasgow als Notfallärztin im Krankenhaus arbeitet und Patient 0 behandelt hat, Catherine, Anthropologin aus London, die die Geschichte(n) der Pandemie für die nachfolgenden Generationen festhalten will, Elisabeth, Wissenschaftlerin und Virologin aus den USA, die zu Beginn der Pandemie nach London reist, um die dortigen Wissenschaftler:innen bei der Entschlüsselung des Virus zu unterstützen, Dawn, die für den britischen Geheimdienst arbeitet und eine neue Gesellschaft aufbauen möchte, und Lisa, Professorin für Virologie an der Universität von Toronto, die nach einem Impfstoff sucht. Neben den Schicksalen dieser Hauptprotagonistinnen, werden einzelne Kapitel oder Zeitungsartikel eingestreut, die Einblick in das Leben weiterer Personen geben. Die unterschiedlichsten Schicksale und die Auswirkungen der Pandemie auf die verschiedenen Personengruppen werden so sehr gut dargestellt. Mit einer gerade frisch überstandenen Pandemie im Rücken ist das Buch absolut keine leichte Lektüre - die beschriebenen Szenen, gerade zu Anfang der Pest, erinnern so stark an die Umstände während der Corona-Pandemie, dass ich nicht nur einmal Gänsehaut hatte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Autorin diese Dystopie VOR Corona verfasst hat, und sich nur die Nachbearbeitungen mit der Anfangszeit der realen Pandemie überschnitten haben. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich merke immer wieder, dass ich anscheinend ein Faible für Dystopien habe (bin offen für weitere Buchtipps zum Thema ;-)!) Außerdem mochte ich, dass ein Schwerpunkt auf die Auswirkungen der Pandemie auf die verschiedenen Lebensbereiche gelegt wurde. Die Beschreibung dieser Auswirkungen hätte für mich manchmal auch etwas ausführlicher sein können. Gerne hätte ich auch mehr über die Schicksale der Personen erfahren, die nur in den einzelnen Kapiteln angerissen wurden, aber eine ausführlichere Beschreibung dieser hätte wahrscheinlich auch den Rahmen des Buches gesprengt. Deswegen sind diese Punkte nur als minimale Kritik zu verstehen - alles in allem war es für mich ein sehr guter Roman!

Die andere Hälfte der Welt
Die andere Hälfte der Weltby Christina Sweeney-BairdDiana