ehrlich und sehr berührend, lädt zum Nachdenken und Mitweinen ein, spendet Trost
Es gibt Bücher, die liest man einfach so nebenbei und es gibt Bücher, die sucht man sich aus einem ganz bestimmten Grund aus. "Abschied vom geliebten Hund" von Elli H. Radinger gehört für mich zur zweiten Kategorie. Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich mich selbst gerade erst von meinem Engel auf vier Pfoten verabschieden musste... Und genau deshalb hat mich besonders der erste Teil des Buches tief berührt. Zum allgemeinen Inhalt: Als ihre Labradorhündin Shira starb und Elli Radinger ihre Trauer darüber öffentlich machte, erreichten sie tausende Nachrichten: Menschen aus aller Welt erzählten der bekannten Wolfs- und Hunde-Expertin von ihren alten, kranken oder verstorbenen Tieren. Von dem tiefen Kummer, der Verzweiflung und von ihrer Einsamkeit und Hilflosigkeit, weil der Schmerz um ein Tier oft nur begrenztes Verständnis im Umfeld findet. Elli Radinger möchte Betroffenen Kraft geben und sie vorbereiten, wenn sie für einen Hund sorgen, der bald sterben wird oder wenn sie um einen Hund trauern, der sie bereits verlassen hat. Der Abschied von einem Herzenstier muss nicht zwingend nur das Ende von etwas sein, es kann ein Anfang sein, auf jeden Fall aber kann es ein Geschenk sein. Elli Radinger zeigt, welche Stärke und Zuversicht darin liegt, wenn wir uns mutig auf dieses letzte Geschenk unseres Hundes einlassen, und was wir in den letzten Momenten des Lebens von unseren Tieren lernen können. Wie auch in all ihren anderen Büchern, schreibt Frau Radinger sprachlich wieder sehr ausgearbeitet, ruhig und zugleich mitfühlend. Ihre Worte wirken nicht gekünstelt oder übertrieben, sondern ehrlich, klar und gefühlvoll. Inhaltlich ist das Buch sehr offen und direkt – es beschönigt nichts, aber es überfordert auch nicht. Vielmehr lädt es zum Nachdenken ein, zum Nachempfinden, zum Mitweinen. Und genau das habe ich beim Lesen auch getan... "𝘞𝘢𝘴 𝘸ä𝘳𝘦, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘸𝘪𝘳 𝘩𝘦𝘶𝘵𝘦 𝘸ü𝘴𝘴𝘵𝘦𝘯, 𝘸𝘢𝘴 𝘥𝘪𝘦 𝘡𝘶𝘬𝘶𝘯𝘧𝘵 𝘣𝘳𝘪𝘯𝘨𝘵? 𝘞𝘪𝘦 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘪𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘑𝘢𝘩𝘳 𝘢𝘶𝘴𝘴𝘪𝘦𝘩𝘵? 𝘞ü𝘳𝘥𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘴 𝘭𝘦𝘣𝘦𝘯? 𝘋𝘪𝘦 𝘈𝘳𝘣𝘦𝘪𝘵 𝘭𝘪𝘦𝘨𝘦𝘯 𝘭𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯? 𝘜𝘯𝘴 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘯 𝘈𝘳𝘮 𝘯𝘦𝘩𝘮𝘦𝘯? 𝘔𝘦𝘩𝘳 𝘡𝘦𝘪𝘵 𝘮𝘪𝘵 𝘥𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘣𝘳𝘪𝘯𝘨𝘦𝘯, 𝘥𝘪𝘦 𝘸𝘪𝘳 𝘭𝘪𝘦𝘣𝘦𝘯?" Gerade wenn man selbst einen Seelenhund verloren hat, fühlt man sich oft unendlich allein mit dem Schmerz. Doch dieses Buch zeigt, dass Trauer normal ist, dass sie dazugehört und dass sie ein Zeichen tiefer Liebe ist. Für mich war es auf eine seltsame Weise tröstlich, in diesen Seiten Gedanken zu finden, die ich selbst kaum in Worte fassen kann. "𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘚𝘪𝘦 ü𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘦𝘯 𝘝𝘦𝘳𝘭𝘶𝘴𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘴 𝘨𝘦𝘭𝘪𝘦𝘣𝘵𝘦𝘯 𝘛𝘪𝘦𝘳𝘦𝘴 𝘵𝘳𝘢𝘶𝘦𝘳𝘯, 𝘧𝘳𝘢𝘨𝘦 𝘚𝘪𝘦 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘰𝘣 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘮𝘦𝘳𝘻 𝘫𝘦𝘮𝘢𝘭𝘴 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘸𝘪𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥. 𝘐𝘤𝘩 𝘸ü𝘳𝘥𝘦 𝘨𝘦𝘳𝘯𝘦 𝘮𝘪𝘵 𝘑𝘢 𝘢𝘯𝘵𝘸𝘰𝘳𝘵𝘦𝘯, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘶𝘮 𝘨𝘢𝘯𝘻 𝘦𝘩𝘳𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘻𝘶 𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘈𝘯𝘵𝘸𝘰𝘳𝘵 𝘭𝘢𝘶𝘵𝘦𝘵: 𝘕𝘦𝘪𝘯. 𝘈𝘯 𝘈𝘣𝘴𝘤𝘩𝘪𝘦𝘥𝘦 𝘨𝘦𝘸ö𝘩𝘯𝘵 𝘮𝘢𝘯 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘦. 𝘉𝘦𝘪 𝘫𝘦𝘥𝘦𝘮 𝘛𝘪𝘦𝘳, 𝘥𝘢𝘴 𝘸𝘪𝘳 𝘭𝘪𝘦𝘣𝘦𝘯, 𝘮ü𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳 𝘸𝘦𝘨𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘬𝘶𝘳𝘻𝘦𝘳 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯𝘴𝘻𝘦𝘪𝘵 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘸𝘪𝘦𝘥𝘦𝘳 𝘥𝘶𝘳𝘤𝘩 𝘥𝘢𝘴 𝘛𝘢𝘭 𝘥𝘦𝘳 𝘛𝘳ä𝘯𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘩𝘦𝘯." Viele Passagen sind voll von guten, klugen und liebevollen Gedanken über den geliebten Hundefreund. Sie sind in solch warmen Zeilen formuliert, dass es einem direkt nahegeht. Man fühlt ihn so sehr, diesen unendlichen Schmerz beim Lesen, aber zugleich auch eine seltsame Ruhe. Denn man spürt, dass die Autorin genau weiß, wovon sie spricht. "𝘈𝘣𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘧 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘍𝘢𝘭𝘭 𝘣𝘦𝘥𝘦𝘶𝘵𝘦𝘵 𝘦𝘴, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘚𝘪𝘦 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘢𝘶𝘤𝘩 𝘢𝘶𝘧𝘩ö𝘳𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘯 𝘻𝘶 𝘵𝘳𝘢𝘶𝘦𝘳𝘯. 𝘋𝘪𝘦 𝘡𝘦𝘪𝘵 𝘩𝘦𝘪𝘭𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘢𝘭𝘭𝘦 𝘞𝘶𝘯𝘥𝘦𝘯. 𝘋𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘮𝘦𝘳𝘻 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘦𝘪𝘯 𝘛𝘦𝘪𝘭 𝘷𝘰𝘯 𝘶𝘯𝘴 𝘣𝘭𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯. 𝘕𝘢𝘤𝘩 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘨𝘳𝘰ß𝘦𝘯 𝘈𝘣𝘴𝘤𝘩𝘪𝘦𝘥 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘸𝘪𝘳 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘮𝘦𝘩𝘳 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘭𝘣𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘦 𝘻𝘶𝘷𝘰𝘳. 𝘞𝘪𝘳 𝘣𝘢𝘶𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘶𝘮 𝘥𝘪𝘦 𝘛𝘳𝘢𝘶𝘦𝘳 𝘩𝘦𝘳𝘶𝘮 𝘶𝘯𝘥 𝘱𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘴 𝘥𝘦𝘮 𝘯𝘦𝘶𝘦𝘯 »𝘕𝘰𝘳𝘮𝘢𝘭« 𝘢𝘯." Im zweiten Teil des Buches verschiebt sich der Schwerpunkt allerdings etwas. Hier geht es weniger um den Abschied selbst, sondern stärker um die Thematik des Auslandshundes, den sich die Autorin nach dem Verlust und der Verarbeitung ihres vorigen Hundes zugelegt hat. Dieser Teil ist zwar interessant und nachvollziehbar, hat mich emotional jedoch nicht mehr so stark abgeholt wie der Beginn. Trotzdem bleibt die zentrale Botschaft des Buches bestehen: Elli H. Radinger möchte Betroffenen Kraft geben, sie vorbereiten und ihnen helfen, den Abschied nicht nur als reinen Verlust zu sehen. Sie macht deutlich, dass Abschied und Dankbarkeit nebeneinander existieren dürfen, dass die gemeinsame Zeit nicht einfach endet, sondern ein Geschenk bleibt. Ein Geschenk aus Momenten, Erinnerungen, Blicken, Berührungen und bedingungsloser Liebe. "Abschied vom geliebten Hund" ist somit ein ehrliches und sehr berührendes Buch, das besonders Menschen helfen kann, die gerade selbst einen Hund verloren haben. Es spendet ein wenig Trost und zeigt, dass Trauer nicht das Ende ist, sondern der Beweis dafür, wie tief verwurzelt die Liebe zwischen zwei Wesen sein kann. Für mich war es genau zur richtigen Zeit das richtige Buch. "𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘦𝘪𝘯 𝘏𝘢𝘶𝘴𝘵𝘪𝘦𝘳 𝘴𝘵𝘪𝘳𝘣𝘵, 𝘷𝘦𝘳𝘭𝘪𝘦𝘳𝘵 𝘮𝘢𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘓𝘪𝘦𝘣𝘦, 𝘴𝘤𝘩𝘭𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩. 𝘓𝘪𝘦𝘣𝘦, 𝘥𝘪𝘦 𝘫𝘦𝘥𝘦𝘯 𝘛𝘢𝘨 𝘷𝘰𝘳𝘣𝘦𝘩𝘢𝘭𝘵𝘭𝘰𝘴 𝘨𝘦𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯𝘬𝘵 𝘸𝘪𝘳𝘥, 𝘪𝘴𝘵 𝘬𝘰𝘴𝘵𝘣𝘢𝘳 𝘶𝘯𝘥 𝘪𝘯 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦𝘳 𝘞𝘦𝘭𝘵 𝘴𝘤𝘩𝘸𝘦𝘳 𝘻𝘶 𝘣𝘦𝘬𝘰𝘮𝘮𝘦𝘯. 𝘞𝘪𝘳 ö𝘧𝘧𝘯𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦𝘯 𝘛𝘪𝘦𝘳𝘦𝘯 𝘏𝘦𝘳𝘻𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘚𝘦𝘦𝘭𝘦𝘯 𝘢𝘶𝘧 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘈𝘳𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘞𝘦𝘪𝘴𝘦, 𝘸𝘪𝘦 𝘸𝘪𝘳 𝘦𝘴 𝘣𝘦𝘪 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘴𝘦𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘵𝘶𝘯. 𝘜𝘯𝘥 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘸𝘪𝘳 𝘴𝘪𝘦 𝘷𝘦𝘳𝘭𝘪𝘦𝘳𝘦𝘯, 𝘷𝘦𝘳𝘭𝘪𝘦𝘳𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘴 𝘝𝘦𝘳𝘵𝘳𝘢𝘶𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦 𝘝𝘦𝘳𝘣𝘪𝘯𝘥𝘶𝘯𝘨. 𝘚𝘤𝘩𝘮𝘦𝘳𝘻 𝘥𝘦𝘧𝘪𝘯𝘪𝘦𝘳𝘵 𝘥𝘪𝘦 𝘓𝘪𝘦𝘣𝘦, 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘪𝘩𝘳 𝘉𝘦𝘥𝘦𝘶𝘵𝘶𝘯𝘨. 𝘛𝘳𝘢𝘶𝘦𝘳 𝘵𝘶𝘵 𝘸𝘦𝘩, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘴𝘪𝘦 𝘳𝘦𝘪𝘯𝘪𝘨𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘭ä𝘶𝘵𝘦𝘳𝘵 𝘶𝘯𝘴 𝘶𝘯𝘥 𝘣𝘦𝘳ü𝘩𝘳𝘵 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘚𝘦𝘦𝘭𝘦𝘯. 𝘚𝘪𝘦 𝘧𝘭ü𝘴𝘵𝘦𝘳𝘵 𝘶𝘯𝘴 𝘻𝘶, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘸𝘪𝘳 𝘥𝘢𝘴 𝘨𝘳𝘰ß𝘦 𝘎𝘦𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯𝘬 𝘥𝘦𝘳 𝘣𝘦𝘥𝘪𝘯𝘨𝘶𝘯𝘨𝘴𝘭𝘰𝘴𝘦𝘯 𝘓𝘪𝘦𝘣𝘦 𝘦𝘪𝘯𝘮𝘢𝘭 𝘦𝘳𝘩𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘦𝘯, 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘴𝘵𝘪𝘳𝘣𝘵 𝘯𝘪𝘦."



