19. Apr.
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Rating:5

Zoe und Jack begegnen sich in der Organik-Vorlesung in Harvard. Beide sind sofort fasziniert voneinander, fordern sich über Wochen gegenseitig in den Vorlesungen heraus und haben Spaß daran, sich gegenseitig zu challengen. Sie sind beide auf ihre Art genial, kommen aber aus völlig verschiedenen Welten: Zoe ist in einer Akademiker-Familie groß geworden und kämpft schon immer um die Anerkennung des Vaters, der Wissenschaftler ist. Jack kommt aus armen Verhältnissen, die Mutter suchtkrank - den Platz in Harvard musste er sich hart erarbeiten. Als Zoe Jack von ihrer Theorie erzählt, wie man das Altern umkehren kann, sind beide Feuer und Flamme und starten mit der Forschung. Zuerst noch in kleinem Rahmen in den Labors von Harvard. Doch die Sache wird schnell groß und nimmt Dimensionen an, die schier unglaublich sind. Investoren werden gebraucht und werden schnell gefunden, es fließen Millionen in das neu gegründete Unternehmen der beiden. Es scheint, als wären sie einem Medikament auf der Spur, das das Leben verlängern kann. Zoe übernimmt die Position der CEO, Jack kümmert sich um die Forschung im Labor. Die Medien stürzen sich vor allem auf die kluge und charismatische Zoe- eine Frau in der Wissenschaft. Investoren, Interviews, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Fotoshootings für die Vogue… Währenddessen wächst auch die Liebe der beiden und alles scheint so perfekt. Der Erfolg scheint unaufhaltbar bis Zoe Unregelmäßigkeiten in den Daten auffallen. Sind sie die ganze Zeit an einer falschen Theorie dran? Oder hat Jack sie belogen? Der schmerzhafte Absturz, der folgt hat für beide dramatische Folgen. Wow, was für ein mitreißendes Buch. Das Gefühl von Unendlichkeit ist die ungewöhnliche Liebesgeschichte von zwei jungen Menschen, die an einer Idee arbeiten, die das Leben der gesamten Menschheit verändern kann. Eine der zentralen Fragen, die dieses Buch beleuchtet, ist die nach unserer Motivation. Was treibt uns an? Anerkennung? Geld? Macht? Und wie weit geht man um diese Dinge zu erreichen- welche Opfer sind gerechtfertigt? Es ist ein gelungenes und realistisches Bild unserer Gesellschaft und davon, wie rasend schnell sich Dinge entwickeln können und natürlich ist die Geschichte fiktiv aber ich denke, dass es genau so laufen könnte. Zwei junge Menschen- eines davon eine WissenschaftlerIN- haben eine Idee, wie man das Altern umkehren kann. Mal ehrlich: Wer wäre nicht begeistert davon? Die ersten beiden Drittel des Buches sind aus Zoes Perspektive geschrieben. Sehr feinfühlig beschreibt Austin Taylor den struggle der wohlerzogenen jungen Frau, die trotz ihrer Genialität doch im Schatten des Bruders steht und sich die Anerkennung des Vaters wünscht. Erst im letzten Drittel erfährt man aus Jacks Perspektive einiges aus seiner Kindheit. Die beiden Erzählstränge unterscheiden sich etwas im Stil. In Jacks Kapitel ist oft nur von „dem Jungen“ die Rede, was Distanz schafft aber auch Jacks Persönlichkeit widerspiegelt. Der wissenschaftliche Part der Geschichte ist wichtig fürs Storytelling- war mir jedoch nie zu viel und ich bin gut mitgekommen, obwohl ich kaum naturwissenschaftliches Wissen habe. Für mich war absolut nicht vorhersehbar wie dramatisch sich die Geschichte entwickelt. Das Gefühl von Unendlichkeit hat mich sehr berührt, daher kann ich es euch von Herzen empfehlen.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
4. März
Nicht mein Fall, aber ein gutes Buch
Rating:3

Nicht mein Fall, aber ein gutes Buch

Auf das Buch habe ich mich riesig gefreut, da ich wirklich nur gute Meinungen gelesen habe. Ich habe bisschen Zeit verstrichen lassen, damit meine Meinung nicht ganz beeinflusst wird, aber dennoch war ich etwas enttäuscht. Wir begleiten Zoe und Jack, beides Studenten die sich zu Beginn in einem Wettstreit bewegen. Sie beginnen gemeinsam ein Start-up, aber vom Gefühl her, ist Jack nicht mit der Leidenschaft und den Zielen dabei wie Zoe. Zoe darf, bzw soll nicht mehr den wissenschaftlichen Weg des Start-ups begleiten, sondern eher Rede und Antwort für mögliche Investoren stehen. Wir begleiten beide auf ihren Werdegang und ihrer Liebe. Der Schreibstil war ruhig, was für die Geschichte passend war. Wer Physik und Chemie interessant findet, wird die Geschichte noch interessanter finden. Für mich fehlte aber genau das Interesse um einen besseren Zugang zur Geschichte zu bekommen. Ich fand das Verhältnis zwischen den Charakteren sehr interessant und glaubwürdig. Das hintergehen und im Stich lassen, das fehlende Vertrauen. Im ganzen ein ruhiges Buch, welches ich für Leser empfehle, die Interesse an Physik oder eben Chemie haben.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
31. Jan.
Rating:5

Extrem spannend für Personen mit Wissenschaftsinteresse

Dieses Buch hat mich wirklich gepackt und ich habe viele Wendungen nicht vorausgesehen. Es ist bewegend, teilweise drastisch und eher schonungslos mit seinen Figuren. Es ist sehr wissenschaftsnah und gibt spannende Einblicke. Ich arbeite in einem anderen wissenschaftlichen Feld, konnte aber sehr gut folgen. Von mir eine klare Empfehlung!

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
3. Dez.
Rating:4.5

Das Gefühl von Unendlichkeit - Austin Taylor. Eines muss ich gleich vorweg betonen, "Ein Gefühl der Unendlichkeit" ist der Debutroman von der Autorin und dieser ist absolut gelungen. Hier handelt es sich um keinen klassischen Liebesroman. Die Geschichte von Zoe und Jack spielt sich mitten in der Wissenschaft und Forschung ab. Somit sind auch viele wissenschaftliche Begriffe, Erläuterungen und Studien darin enthalten. Genau das liebte ich. Dieses Buch ist einfach anders, komplexer und literarisch wunderbar. Die Darstellung der beiden Charaktere, welche anfangs sehr ähnlich wirkten, dann jedoch unterschiedlicher nicht sein könnten, war einfach faszinierend. Für mich war nichts vorhersehbar, immer wieder gab es neue Enthüllungen, egal ob bei den Charakteren selber oder bei ihren Forschungen. Die Psyche und die Gedanken beider Studenten wurde von der ersten bis zu letzten Seite Stück fürs Stück Preis gegeben. Für mich war dieses Buch eine faszinierende Reise in die Welt des Klassengesellschaft, der Wissenschaft und auch die Schattenseiten des Erfolges. Absolute Leseempfehlung von meiner Seite.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
12. Sept.
Rating:4.5

2 Harvard-Studierende, die ein Biotech-Start-up gründen

Das Buch handelt von Zoe, Akademikerkind, und Jack, Arbeiterkind. Beider lernen sich während ihres zweiten Studienjahrs in Harvard in einer Vorlesung der Organischen Chemie kennen. Jack arbeitet im Labor von Li, in das Zoe auch unbedingt will. Als er ihr hilft in Li‘s Labor eine Anstellung zu bekommen, kommen die beiden sich langsam näher. Auf einer wissenschaftlichen Ebene. Aus einer Idee von Zoe wird ein Versuch und dann eine Anfrage bei einem anderen Harvard-Prof. Damit beginnt die Story eines Biotech-Startups. In vielen Rezensionen habe ich gehört und gelesen, dass das Buch sehr chemisch sei. Das kann ich nun absolut nicht bestätigen und frage mich, ob wir unterschiedliche Bücher gelesen haben. In dem Buch geht es um Lifescience, aber nicht wirklich nicht im Detail. Ich kann nicht sagen, was mir an dem Buch so gut gefallen hat. Aber ich bin einfach durch die Seiten geflogen. Die Geschichte, die Protagonisten, die Wendung … einfach alles daran hat mir mega gut gefallen. Ich konnte mich sowohl in die Emotionen von Zoe reinfühlen als auch auch in die Geschichte von Jack. Beides ist auf seine eigene Art und Weise tragisch. Das ganze rund um das Start-up und die Anti-Aging Forschung fand ich super spannend. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass für mich der Anfang nicht wirklich aufgelöst wurde. Hier hätte ich gerne den Bogen am Ende zum Anfang gespannt bekommen hätte.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
29. Aug.
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Rating:5

Ein grandioser Roman, angesiedelt in der akademischen Welt, über eine geniale Theorie, einen kometenhaften Aufstieg im Bereich der Biotech-Start-Ups und einen gnadenlosen Absturz. Er handelt von Zoe und Jack, zwei jungen Wissenschaftlern, die sich an der Harvard-Universität kennenlernen und später das Studium abbrechen, weil eine spektakuläre Entdeckung im Bereich der Zellalterung und die Arbeit auf dem Gebiet des Anti-Aging zur Gründung eines Biotech-Start-Ups führt. Dabei erleben wir den überwiegenden Teil des Buches aus der Perspektive von Zoe, die darum kämpft, sich in einer von Männern dominierten Wissenschafts- und Geschäftswelt durchzusetzen, auch um ihrem Vater zu beweisen, dass sie als Frau ebenso erfolgreich sein kann, wie ihr älterer Bruder Alex. Ich habe Zoe von Anfang an geliebt, konnte ihre Gefühle und ihren Ehrgeiz gut nachvollziehen und habe sie ein bisschen dafür bemitleidet, wie sie bei ihrem Vater beziehungsweise ihrer ganzen Familie um Anerkennung kämpft. Bewundert habe ich sie für den Mut, für ihre Entdeckung das Studium hinzuschmeißen und alles auf eine Karte zu setzen. „Wenn man jung ist, fehlt einem das Bewusstsein dafür, wie dumm Vorhaben sein können, und man macht es einfach.“ Jack fand ich in der ersten Hälfte des Buches nicht wirklich einschätzbar. Deshalb war ich richtig froh darüber, dass später im Buch zu seiner Sichtweise gewechselt wird. Das verleiht seinem Charakter mehr Tiefe und man erhält als Leser einen Einblick in seine Hintergrundgeschichte und seine sozial schwache und emotional schwierige Kindheit. Zoe und Jack sind wirklich zwei Charaktere mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen, die die Liebe zur Naturwissenschaft verbindet. „Aber es tat ihm so leid, sie aus der Sache hinauszudrängen, die sie liebte. In der sie so gut war. Zumal es alle anderen auch taten. Er sprach immer von Zoes Theorie, Zoes Arbeit, Zoes Idee, weil es stimmte, aber das interessierte niemanden. Die Rolle des Wissenschaftlers war männlich besetzt.“ Gefallen hat mir auch, dass die Liebesgeschichte von Zoe und Jack nicht im Vordergrund stand, sondern dass es auch um viele andere Themen ging, wie die Rolle der Frau in der Wissenschaft, Freundschaft und Familie und letzten Endes auch um Moral und Ethik. Der Schreibstil ist bedingt durch das Thema teilweise sehr wissenschaftlich (ich mag das!) stellenweise aber auch fast poetisch, eine gelungene Mischung! Mich hat das Buch jedenfalls von Anfang bis Ende überzeugt und am liebsten würde ich es noch einmal „zum ersten Mal“ lesen.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
21. Aug.
Rating:2

NACHTRAG: Lest lieber "unser Plan für die Welt" von Tahmima Anam. Sprachlich um Längen besser, Recht ähnliches Thema, sogar so ähnlich, dass ich mich zwischendurch gefragt habe, ob die Autorin von "das Gefühl von Unendlichkeit" Anams Buch nicht etwas zu sehr/gut kannte .. Am Anfang hatte es was von "eine Frage der Chemie" nur in jung. Das wurde spätestens mit der Gründung des Start-ups aber revidiert. Ich verstehe nicht ganz, warum das ganze als "Liebesgeschichte" zwischen Zoe und Jack vermarktet wird. Jack ist ein unfassbar toxischer Typ, der Zoe in eine Rolle drängt, die sie nicht möchte, der sie von dem abbringt, was sie eigentlich machen will und sie von der Wissenschaftlerin zum PR-Püppchen umwandelt... Falls man es nicht merkt: ich habe Jack gehasst. Spoiler: Mich überrascht, dass das Buch von einer Frau geschrieben wurde, lässt sie Jack doch am Ende als das eigentliche "Opfer" dastehen mit seiner Kindheit in Armut und der Drogenabhängigkeit der Mutter. Ja, da war er Opfer! Im Bezug auf Zoe aber hat er mMn kein Mitgefühl verdient, weil er sie in die Scheiße geritten hat und Zoe nichts mit seiner Vergangenheit zu tun hat. Ich hab auch nicht ganz verstanden, warum Jack "so nicht mehr weiter machen" konnte, wo doch Zoe diejenige war, die an der Öffentlichkeit stand und am Ende alles ausbaden musste. Spoiler Ende Alles in allem war das Buch OK, der Schreibstil war flüssig, das Thema "ok" interessant. Nicht mehr, nicht weniger. Kein Buch, das mir im Gedächtnis bleiben wird, fürchte ich.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
20. Aug.
Rating:3

„Ein Buch über die Suche nach ewiger Jugend – spannend, aktuell und voller Potenzial. Leider konnte es meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen.“ Im Mittelpunkt stehen Zoe und Jack, die sich an der Uni kennenlernen. Gemeinsam entwickeln sie eine revolutionäre Idee: Wie könnte man den Alterungsprozess aufhalten oder zumindest verlangsamen? Von der ersten Vision über wissenschaftliche Überlegungen, die Suche nach Finanzierung bis hin zu persönlichen Höhen und Tiefen begleitet man die beiden auf ihrem Weg – sowohl beruflich als auch privat. Die Grundidee hat mich sofort begeistert – nicht nur, weil das Thema Altern und Biologie genau mein Fachgebiet ist. Inhaltlich steckt viel Potenzial in der Geschichte, und teilweise wird es auch richtig gut umgesetzt. Allerdings hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil: häufige Zeit- und Perspektivsprünge haben den Lesefluss gestört und mich immer wieder aus der Handlung gerissen. Außerdem war die Darstellung der wissenschaftlichen Details sehr ausführlich. Für mich als Naturwissenschaftlerin war das interessant, für Leser*innen ohne Vorkenntnisse könnte es aber schnell überfordernd wirken. Ein interessantes Buch mit einer starken Idee, die aber nicht voll ausgeschöpft wurde. Wer sich für Wissenschaft und den Traum vom ewigen Leben interessiert, wird hier spannende Ansätze finden – sollte aber etwas Geduld für den Stil mitbringen.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
5. Aug.
Rating:4

Ein bewegender Roman über die Kraft und Zerbrechlichkeit der Liebe. Als Zoe in Harvard auf den brillanten und charismatischen Jack trifft, ist es, als würde ihre Welt explodieren. Tagsüber liefern sie sich ein geistreiches Duell im Hörsaal, nachts teilen sie Gedanken, Träume und bald auch Gefühle. Gemeinsam machen sie eine wissenschaftliche Entdeckung, die die Chemie und das ganze Land erschüttert. Doch mit dem plötzlichen Ruhm wächst auch der Druck. Ihre Beziehung gerät ins Wanken - und als Jack daran zu zerbrechen droht, muss Zoe alles, woran sie geglaubt hat, neu überdenken. Die Geschichte von Zoe und Jack ist nicht die Standard-Romanze, sondern eine Liebesgeschichte die sich langsam intensiviert und erst recht spät in die Tiefe geht. Durch den Perspektivwechsel zur Perspektive von Jack wurden die vorher aufgekommen Fragen geklärt. Der Schreibstil von Austin Taylor ist eher komplex, daher ließ sich das Buch nicht so leicht und flüssig lesen. Der Roman beinhaltet viele Aspekte und Formulierungen der Chemie - was dem Thema des Romans, sowie dem Chemiestudium der Autorin geschuldet ist. Dadurch war das Buch eher anspruchsvoll und fordernd. Das Gefühl von Unendlichkeit ist ein tiefgründiger Roman der mich zum Nachdenken angeregt hat. Das Cover des Buches hat mir direkt zugesagt und ich freue mich sehr, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen durfte. Vielen Dank team.bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
31. Juli
Konnte mich leider nicht komplett abholen
Rating:3

Konnte mich leider nicht komplett abholen

In „Das Gefühl von Unendlichkeit“ geht es um Zoe und Jack. Die beiden lernen sich im Zuge ihres Studiums an der Harvard Universität kennen. Zwischen ihnen entsteht ein kleiner Konkurrenzkampf und schneller als gedacht, entwickelt sich eine gewisse Anziehung zwischen den beiden. Zu Beginn allerdings eher fachlicher Natur und so werden aus den beiden schnell Laborpartner und bald arbeiten sie an ihrer gemeinsamen Entwicklung im Anti-Aging Bereich. Zoe und Jack, beide noch sehr jung, werden schnell erfolgreich, gründen bald darauf zusammen ihr Start up-Unternehmen und müssen anschließend lernen, mit diesem Ruhm umzugehen. Ebenso müssen sie herausfinden, wie es ist, dieses Unternehmen zu leiten, Investoren zu finden, Hürden zu überwinden und sich selbst dabei nicht zu verlieren. Bücher mit einem Bezug zur Wissenschaft sprechen mich definitiv an und so haben mich der Klappentext aber auch die Aufmachung des Buches direkt angesprochen. Austin Taylors Schreibstil ist eher komplex, aber meistens angenehm zu lesen. Einige Stellen haben sich für mich leider in die Länge gezogen und in Kombination mit der eher ruhig verlaufenden Geschichte, hat das meinen Lesefluss ziemlich ins Stocken geraten lassen. Nach etwa zwei Drittel des Buches ändert sich die Perspektive und man erhält Einblicke in die Gedankenwelt und in Jacks Vergangenheit. Mir gefiel vor allem, dass Jack dadurch nahbarer wurde und man eine Erklärung für sein Verhalten bekommen hat. Und obwohl die Zeitsprünge das Ganze etwas chaotisch gemacht haben, hat mir das letzte Drittel am Besten gefallen. Da kam einfach etwas mehr Dynamik auf, mehr (teils emotionale) Dinge sind passiert und auch über die Protagonisten hat man einiges erfahren (das hat mir vorher gefehlt). Insgesamt ein schöner Debütroman mit tollem Bezug zur Wissenschaft, bei dem mir etwas die Romantik gefehlt hat und der an einigen Stellen zu langatmig war. Die Autorin studierte selbst Chemie und das merkt man auch deutlich in ihrem Buch.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
27. Juli
Sieht aus wie ein Feel-Good-Buch – ist aber keins.
Rating:3

Sieht aus wie ein Feel-Good-Buch – ist aber keins.

Ich hab das Buch in die Hand genommen, das Cover gesehen und gedacht: „Jaaa, das wird so eine leichte Sommerlektüre, bisschen Romantik, bisschen Philosophie.“ 🤭 Tatsächlich ist es ein Science-Drama über zwei brillante junge Menschen, Zoe und Jack, die in Harvard einen Anti-Aging-Code entschlüsseln. Klingt abgefahren? Ist es auch. Aber nicht auf diese Science-Fiction-Art, sondern so real, dass es einem fast Angst macht. Zoe ist ehrgeizig, klug, eigentlich total auf dem Boden geblieben. Und dann kommt Jack. Intelligent, charismatisch, ein bisschen mysteriös. Gemeinsam gründen sie ein Start-up, plötzlich geht alles rasend schnell: Millionen fließen, die Presse feiert sie, Investoren rasten aus… Aber mit jedem Erfolg wächst auch der Druck. Und irgendwo dazwischen beginnt alles zu kippen: Vertrauen, Moral, Realität. Und genau das ist das eigentlich Krasse an diesem Buch: Es geht nicht um große, explosive Twists. Wobei es da definitiv einen großen Plottwist gab. 👀 Aber es geht eigentlich um die leisen Risse. Um Entscheidungen, die man trifft, oder eben nicht. Und um die Frage, wie weit man für eine Idee geht. Und ob man sich dabei selbst verliert. Mein Fazit: Es war einfach nicht das, was ich erwartet habe. Ich dachte wirklich, das ist so eine süße Romance mit Happy End. Also wenn ihr gerade auf der Suche nach etwas Warmem, Herzlichem seid – so wie ich es war – dann ist dieses Buch das falsche für euch. Ein Buch über große Träume, leise Zweifel und die Schattenseite von Erfolg, aber definitiv kein Wohlfühlroman. 🧬🫀

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
20. Juli
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Rating:4

R E Z E N S I O N das Gefühl von Unendlichkeit von Austin Taylor Um was geht es? Die junge Chemiestudentin Zoe trifft es wie ein Blitz, als sie den ambitionierten Jack in der Vorlesung zum erste Mal erblickt. Es ist eine Anziehung zwischen den beiden, die man kaum beschreiben kann. Als sie im Bereich Anti-Aging eine bahnbrechende Entdeckung machen, die die Welt der Chemie verändern kann, müssen sie von einem auf den anderen Tag lernen mit Ruhm und Anerkennung umzugehen. Während ihr Start-Up rasant wächst haben beide auf ihre Art Probleme mit dem ganzen Ruhm umzugehen. Wer zerbricht daran und wer kann sich retten? Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen, es ist einfach so schön. Der Klappentext hat mich dann zusätzlich neugierig gemacht, da es vom Thema her so ganz anders ist, als die Bücher, die ich sonst so lese. Der Schreibstil der Autorin ist eher komplex, dadurch liest sich das Buch nicht einfach so runter. Da Austin Taylor selbst Chemie studiert hat, hat das Buch eine tolle Ernsthaftigkeit. Man wird in die Welt der Chemie und der verrückten Biotech-Milliardärswelt mitgenommen. Die Beziehung zwischen Zoe und Jack ist etwas besonderes, nicht so klassisch romantisch wie man es normal aus vielen Büchern kennt. Es dauert sehr lange bis eine tiefe Beziehung entsteht. Nach etwa 2/3 des Buches gibt es einen Perspektivwechsel, das fand ich richtig gut. Zum Ende wurde es sehr emotional, ich habe auch ein paar Tränen verdrückt. Hier ins Detail zu gehen würde den Verlauf der Geschichte allerdings spoilern, daher bleibt meine Beschreibung hier etwas allgemein. Da es zwischendurch vor allem am Anfang recht langatmig war, gebe ich dem Buch 4/5 Sterne ⭐️

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
18. Juli
Rating:3.5

Ganz anders als der Klappentext erwarten lässt.

Dem Klappentext zufolge geht es in diesem Roman um die Liebe zwischen Zoe und Jack und deren weltverändernden wissenschaftlichen Entdeckung. Ich muss sagen, dass ich selten einen Klappentext gelesen habe, der mich so in die Irre geführt hat. Aufgrund der Beschreibung ging ich davon aus, dass die Liebesgeschichte eine große Rolle im Roman spielt. Tatsächlich blieb diese aber über viele viele Seiten hinweg immer nur eine Randbemerkung. Zwar wird immer wieder erwähnt, dass Zoe von Jack fasziniert ist und ab und an passiert auch etwas zwischen den beiden. An beidseitiger Liebe zueinander habe ich aber lange gezweifelt. Spannender, und im Klappentext kaum nicht erwähnt, ist die Entdeckung, die die beiden machen. Zoe findet eine neue Theorie zur deutlichen Lebensverlängerung und Jack überzeugt sie an deren Umsetzung zu forschen, statt bei angesehenen, karrierefördernden Forschern zu arbeiten. Es ist faszinierend, wie schnell aus der Theorie ein riesiges Start-up entsteht, obwohl über Jahre hinweg ein Medikament hergestellt wird. Die Theorie wird im Buch erläutert, aber diese ist für die Investoren im Roman wahrscheinlich genauso unverständlich wie für mich. Nahezu alle lassen sich mit dem Glauben an die Möglichkeit eines unendlichen Lebens abspeisen. Das machte auf mich einen sehr realitätsnahen Eindruck. Wahrscheinlich hätte Taylor denselben Roman mit einem Mittel für ewige Schönheit oder Optimalgewicht schreiben können. Der Punkt ist ein absolut erstrebenswertes Ideal. Der Roman lebt außerdem von den Biografien der beiden Protagonist*innen. Ihre unterschiedlichen Ursprünge und Voraussetzungen beleuchten Themen wie Bildungsungerechtigkeit, patriarchale Strukturen, Machtmissbrauch und Rassismus. So konnte mich dieser Roman begeistern obwohl er wirklich komplett anders ist, als ich erwartet hatte.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
17. Juli
Gelungener Roman mit interessanter Thematik
Rating:4.5

Gelungener Roman mit interessanter Thematik

»Ich will nicht ewig leben. Ich will nur nicht sterben.« "Das Gefühl von Unendlichkeit" ist ein Buch, dass sich nicht nur mit der Frage auseinandersetzt was Unsterblichkeit bedeutet und ob wir diese überhaupt anstreben wollen, sondern auch was Ruhm mit uns und unseren Beziehungen macht und wie der Forschungsalltag aussieht. Im Mittelpunkt stehen zwei junge Menschen die etwas entdecken, das die ganze Welt auf den Kopf stellen könnte. Das Erzähltempo ist eher langsam, aber wenn man das Buch einmal zur Hand nimmt möchte man es eigentlich gar nicht mehr weg legen. Ich habe nicht alles über die chemischen Hintergründe verstanden, aber ich finde man muss auch nicht jeden Fachbegriff kennen, um das Buch verstehen zu können. Trotzdem macht es wahrscheinlich mehr Spaß wenn man sich für das Thema Forschung interessiert. Für ein Debüt ist es ein sehr gelungener Roman der einfach mal was anderes ist!

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
16. Juli
✨ Rezension und Gewinnspiel✨ 

Das Gefühl von Unendlichkeit | Austin Taylor | Heyne | 400Seiten | Übersetzt von Babette Schröder | ⭐️⭐️⭐️
Rating:3

✨ Rezension und Gewinnspiel✨ Das Gefühl von Unendlichkeit | Austin Taylor | Heyne | 400Seiten | Übersetzt von Babette Schröder | ⭐️⭐️⭐️

In Das Gefühl von Unendlichkeit begleiten wir Zoé und Jack. Beide studieren und geraten in einen kleinen Wettstreit. Sie kommen sich dabei näher und wollen gemeinsam an einem Startup arbeiten. Allerdings gelangen sie dabei nicht nur zu Ruhm, es passieren auch Fehler. Können die beiden das am Ende hinter sich lassen und gemeinsam daraus hervor gehen? Der Schreibstil war sehr angenehm und so kam gut Lesefluss auf. Leider brauchte die Story den auch, denn es war streckenweise recht langatmig. Wer sich für Physik und Chemie interessiert findet die Story ggf nochmal interessanter. Mich konnte sie aber leider nicht so ganz abholen. Auch die Protagonisten sind mir nicht sehr ans Herz gewachsen und so fieberte ich nicht sehr mit. Eine solide Geschichte, die aber nicht unbedingt mit Spannung punkten konnte. Von mir gibt es 3 Sterne.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
11. Juli
Rating:4

Wie verändert Forschung das Leben? Ich muss zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, in die Handlung rein zukommen. Das hatte zum einen mit dem Erzähltempo zu tun, da sich meiner Meinung nach die Handlung zu Beginn sehr gezogen hat. Mit Fortschreiten der Geschichte hat sich das allerdings gegeben und das Erzähltempo hat sich der Handlung angepasst. Die Charaktere waren sehr interessant, besonders die beiden Protagonisten Zoe und Jack. Während man sehr schnell etwas über Zoe und ihren Hintergrund erfahren hat, blieb Jack über die meiste Zeit eher undurchschaubar. Erst ziemlich zum Ende des Buches wurde seine Perspektive und somit sich Teile seiner Backstory aufgegriffen. Zur Handlung selbst kann man sagen, dass es sich um einen Wissenschaftsroman mit zwei ambitionierten Protagonisten handelt, die versuchen revolutionäre Durchbrüche in der Forschung zu erlangen. Dabei geht es allerdings nicht nur um die Forschung selbst, sondern auch darum, wie schnell man ins Interesse der Menschen rücken kann und zu welchen Veränderungen das im Leben führen kann.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
7. Juli
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Rating:2.5

Wissenschaft vs. Kommerz „Für Zoe war Wissenschaft ein Jungensport. Wie Fußball. Alle Wissenschaftler, die ihr Vater mit nach Hause brachte, waren Männer, und so war die Arbeit untrennbar mit Männlichkeit verbunden.“ (S. 42) Zoes Vater ist ein berühmter Physikprofessor und stolz auf ihren älteren Bruder Alex, der in Stanford studiert. Dass Zoe als eine der wenigen Frauen in Harvard einen Studienplatz in Chemie ergattert hat und sich für Neurochemie interessiert, nimmt er gerade so zur Kenntnis. Hauptsache, sie hilft ihrer Mutter weiter im Haushalt. Ganz anders ihr Mitstudent Jack, den sie im ersten Semester kennenlernt. Er bringt Zoe im Anti-Aging Projekt eines Professors unter, weil sie gut dazu passt. Doch sie entwickeln schnell eigene Ideen, diskutieren über DNA, die Seele und ewiges Leben. „Ich will nicht ewig leben. Ich will nur nicht sterben.“ (S. 90) Zoe will alle Zellen im menschlichen Körper resetten, um sie zu verjüngen (und damit auch den Menschen), und Jack macht mit. Als sie erste Erfolge erzielen, gründen sie ein Startup, damit eventuelle Patente nicht der Uni gehören. Sie suchen sich immer neue Geldgeber, Zoe wird die Geschäftsführerin und das Gesicht der Firma und Jack der wissenschaftliche Leiter des Labors. An dem Tag, an dem sie eigentlich das College abgeschlossen hätten, haben sie bereits 150 Mitarbeiter, entwickeln ein Medikament gegens Altern und jonglieren mit Millionen. Doch dann werden erste Gerüchte laut, dass die Jacks Testreihen nicht stimmen. Zoe kann und will das nicht glauben, sie vertraut ihm, obwohl sie schon lange nicht mehr in die Forschung involviert ist. Zoe und Jack sind keine einfachen Charaktere. Jack gibt nichts über sich, seine Familie oder Herkunft preis. Dazu arbeitet im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Umfallen. Er ignoriert seine Diabetes, fällt mehrfach ins Koma, aus dem Zoe ihn kaum wieder wach bekommt, ist dann aber nach einem Apfelsaft wieder fit. Da habe ich mich schon gefragt, ob das wirklich so funktioniert. Zoe ist ehrgeizig, strukturiert und zielorientiert, aber bei ihren Eltern hat man das Gefühl, wieder in die 50er Jahre zurückversetzt worden zu sein. Ihre Mutter ist Hausfrau und sieht ihren Lebenssinn darin, ihren Mann und dessen Studenten zu bekochen und ihnen das Essen bis an die Uni hinterher zu tragen. Kein Wunder, dass sie das auch von ihrer Tochter erwartet und ihr Vater Zoe als Wissenschaftlerin nicht ernst nimmt. „Sie spürte die Angst ihrer Mutter vor ihrer Selbstständigkeit und die Selbstsicherheit ihres Vaters, der entweder nicht bemerkte, dass seine Tochter ihn ignorierte, oder es war ihm egal.“ (S. 50) Austin Taylor hat es mit mir dem Buch nicht leicht gemacht. Obwohl sie einen wirklich spannenden Schreibstil hat, habe ich es nach dem ersten Drittel weglegt und überlegt, ob ich wirklich weiterlesen will. Neben den Unstimmigkeiten in Zoes und Jacks Charakteren wird es im letzte Drittel auch noch etwas wirr, plötzlich kommen Rückblicke in verschiedene Zeitebenen und ich verstehe ehrlich gesagt auch das Ende nicht. Außerdem ist mir der Roman viel zu wissenschaftlich. Taylor gibt detaillierte Einblicke in Biochemie, Genetik und Philosophie und die Gründung und Finanzierung von Startups. Man muss wahrscheinlich von Fach sein, um alles zu verstehen.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
2. Juli
Rating:4

Interessante Thematik

„Das Gefühl von Unendlichkeit“ von Austin Taylor hat mich direkt neugierig gemacht, als ich das wunderschöne bunte Cover gesehen habe. Zoe und Jack lernen sich, als Chemiestudenten in Harvard kennen und kommen sich schnell näher. Sie sind beide sehr klug und entdecken schon bald etwas, das die Welt verändert. Doch mit dem Erfolg kommen auch die Probleme und die beiden drohen daran zu zerbrechen. Für mich ist es das erste Buch von Austin Taylor und ich fand den Schreibstil angenehm und flüssig. Zwar gab es einige Kapitel die sich etwas gezogen haben, aber durchweg war es spannend und sehr interessant. Die Setting in Harvard fand ich wirklich gut gewählt und es hat Spaß gemacht die Studenten bei ihren Entdeckungen zu begleiten, wie ich im Nachhinein gelesen habe, hat die Autorin dort selbst studiert und ich finde das hat man deutlich ans ihren Beschreibungen gemerkt. „Das Gefühl von Unendlichkeit“ ist ein außergewöhnlicher Roman über Liebe, Freundschaft und den unbändigen Wunsch nach Erfolg und Anerkennung. Ich hatte eine sehr schöne Lesezeit und kann das Buch absolut empfehlen.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
27. Juni
Rating:4.5

Wunderschön , aber anspruchsvoll

Das Gefühl von Unendlichkeit" ist kein leicht zugänglicher Roman, denn er ist voller Begriffe aus der Altersforschung, Techbranche und der Start-up-Gründerszene. Die detaillierten Ausführungen zur wissenschaftlichen Analyse mit vielen Fachbegriffe muss man mögen. Wer eine süße feel good College Romanze erwartet hat liegt mit diesem Buch komplett falsch. Insgesamt ein vielschichtiger, herausfordernder Roman über Ehrgeiz, Verantwortung und die Frage, wie weit man für seine Träume gehen darf – mit leisen Tönen und großer Wirkung.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
26. Juni
Rating:4

Die Möglichkeit unsterblich zu werden ist zum Greifen nah, oder?

Wir begleiten Zoe in ihrem neuen Lebensabschnitt in Havard. Zoe, die in einer Akademikerfamilie aufwächst, aber nicht die Anerkennung von ihrem Vater bekommt, die sie sich so sehr wünscht- ihr Bruder bekommt diese Anerkennung ohne Probleme. In Harvard trifft sie auf den klugen, aber irgendwie schräg wirkenden Jack, gemeinsam wollen sie ein Medikament entwickeln, um das Altern rückgängig bzw. langsamer zu machen. Während dieses Projekts verlassen sie die Uni, suchen und finden sie Investoren, gründen ein Start-Up und finden endlich zueinander. Ich fand es anfangs etwas schwierig reinzukommen, ab Mitte des Buches hat es mich dann aber nicht mehr losgelassen. Ich wollte unbedingt wissen, ob sie es schaffen, das Medikament zu entwickeln und wie sie sich als Paar/ Team entwickeln. Aber so richtig Zugang habe ich zu Zoe und zunächst auch Jack nicht gefunden. Ich habe viele Entscheidungen einfach nicht nachvollziehen können (z.B. die Uni schmeißen- wenn man in Harvard! angenommen wurde und superschlau ist 🤔) und auch wie das mit den Investoren funktioniert, die Millionen geben, nur für eine Idee- ich weiß nicht. Das 20 jährige ohne Abschluss so ernst genommen wurden, ohne dass sie wirkliche Beweise liefern mussten, nur wegen einer Idee, kam mir abwegig vor. Zum Ende hin wurde mir Jack von Beiden immer sympathischer. Anhand einiger Rückblenden konnte man viele seiner Verhaltensweisen besser einordnen und verstehen. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen, es hat mal wieder einige Gehirnwindungen bei mir trainiert, weil ich nicht alles verstanden habe, was da in den Laboren abgelaufen ist…

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
24. Juni
Rating:4.5

Nerdig und Gefühlvoll

Die Spektralfarben sind schon der erste Nerd-Hinweis und genau dass liebe ich an „Das Gefühl von Unendlichkeit“ so sehr. Eine Protagonistin muss nicht immer Blumenhändlerin, Konditorin oder ähnliches sein. Nein, sie darf auch eine super clevere Chemikerin sein. Das Harvard-Setting ist weniger klischeehaft als vermutet und jeder Protagonist ist toll skizziert, lebendig und greifbar. Das auch die wissenschaftliche Seite der Geschichte dargestellt wird macht den Roman für mich noch spannender. Ein tolles Buch für alle, die einen (mini-)Nerd in ihrem Herzen tragen!

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne
16. Juni
Rating:4

Hat mir gut gefallen!

Jede:r hat sich doch bestimmt schon einmal gefragt, wie es wäre unsterblich zu sein und ewig zu leben. Eigentlich unmöglich, aber was wäre wenn es einen Durchbruch in der Forschung gäbe? Genau darum geht es in dem Debütroman von Austin Taylor. 🧬 Zoe und Jack studieren in Harvard Chemie. Während sich Zoe eher für Quantenphysik und Biochemie, bzw. Neurowissenschaften interessiert, arbeitet Jack in der Anti-Aging Forschung. Als sie sich für ein gemeinsames Projekt zusammenschließen, entdecken sie nicht nur ihre Gefühle füreinander sondern auch zufällig eine Möglichkeit, wie man das Altern von Zellen rückgängig machen bzw. aufhalten könnte. Es folgen intensive Wochen der Forschung, sie erhalten Förderungen, Preise, halten TED Talks und werden in der gesamten Wissenschaft gefeiert. Doch dann kommt alles ganz anders als gedacht und es geht plötzlich wirklich um Leben oder Tod. Das Buch war (genauso wie sein Cover) einfach nur schön - traurig aber schön 🥹 Es hat sich für mich wie das Eintauchen in ein alternatives Leben angefühlt, in dem ich mich getraut habe, eine Naturwissenschaft zu studieren. Ich habe diesen ganzen academia vibe sehr geliebt und fand auch, dass dieser komplexe Inhalt sehr zugänglich vermittelt wurde. Auch die beiden sehr tragischen Figuren Zoe und Jack habe ich sehr ins Herz geschlossen und wollte sie gar nicht gehen lassen. Neben der Unsterblichkeit werden hier auch feministische Denkanstöße gegeben, immerhin ist Zoe als „Frau in der Wissenschaft“ nicht davor bewahrt, permanent belächelt zu werden. Genauso geht es aber auch um traumatische Kindheitserlebnisse, Dr*genmissbrauch, Essstörungen und allgemein mentale Gesundheit - seht das also bitte als TW falls ihr da sensibel seid ❤️‍🩹 Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen für alle deren Herz auch für Naturwissenschaft schlägt, oder die allgemein akademische settings mögen. Insgesamt ein sehr schöner Debütroman, auch wenn ich am Ende etwas weinen musste.

Das Gefühl von Unendlichkeit
Das Gefühl von Unendlichkeitby Austin TaylorHeyne