Ein Hörbuch wie aus einer anderen Zeit – im besten Sinne
Ich habe gerade das Hörbuch Das Vermächtnis von John Grisham beendet und es hat mir richtig gut gefallen. Besonders angenehm fand ich den Schreibstil – ruhig, detailliert und mit einer Erzählweise, die heutzutage fast schon ein wenig aus der Mode gekommen ist. Keine übertriebenen Effekte, kein hektisches Tempo, sondern eine Geschichte, die sich Zeit nimmt und genau dadurch ihren besonderen Reiz entfaltet.
Die Figuren wirken glaubwürdig, die Handlung entwickelt sich angenehm und typisch Grisham entfaltet sich alles Stück für Stück. Gerade als Hörbuch funktioniert das wunderbar – man hört gerne weiter und bleibt dabei.
Für mich war es eine richtig schöne Begegnung mit Grishams Stil. Das Hörbuch hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht – jetzt werde ich erst einmal weitere Grisham-Hörbücher entdecken. Ich freue mich schon darauf.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Nach langer Zeit mal wieder einen Roman von John Grisham gelesen. Er hat nichts von seiner Schreibqualität verloren. Das Vermächtnis lässt einen ab der ersten Seite nicht mehr aus seinem Bann. Die Protagonisten sind perfekt in Szene gesetzt und der Verlauf bleibt jeden Moment spannend.
Leseempfehlung
Wer Grisham liebt, wird das Buch 📗 mögen! Es war wieder eine Mega spannender Justiz Thriller der Spaß gemacht hat zu lesen 📖!
Inhalt:
Ein geheimes Vermächtnis, ein verdecktes Verbrechen, ein Unschuldiger unter Verdacht
Simon Latch ist ein kleiner Anwalt im ländlichen Virginia. Finanziell kommt er nur mit Müh und Not über die Runden, zudem geht seine Ehe in die Brüche. Dann betritt Eleanor Barnett sein Büro, eine ältere Witwe, die ein neues Testament braucht. Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges Vermögen hinterlassen, von dem niemand etwas weiß. Simon behandelt den Auftrag streng vertraulich, aber die Nachricht von Eleanors Reichtum scheint durchzusickern. Als Eleanor Opfer eines Autounfalls wird, muss Simon erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Kurz darauf findet er sich auf der Anklagebank wieder, der Vorwurf lautet Mord aus Habgier. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Ihm bleibt nur eine Chance, sich zu retten: wenn er den wahren Mörder findet.
"Achtzehn Jahre als Jurist, und wo war er gelandet? Auf einem wackeligen Bett mit einer dünnen Matratze ohne Federkern und mit Bettbezügen, die er seit Wochen nicht gewaschen hatte. Er hauste in einer besseren Besenkammer, deren einziger Vorteil war, dass ihm das Gebäude gehörte."
Wenn ich das Wort Justiz-Thriller höre, gehen meine Gedanken sofort zu John Grisham. Bis Mitte 20 habe ich wirklich jedes seiner Bücher gelesen und sie immer geliebt. Dann ließ meine Liebe nach und ich wandte mich andern Büchern zu. Als ich nun zwanzig Jahre später gesehen habe, dass es mit "Das Vermächtnis" einen neuen Justiz-Thriller von John Grisham gibt, dachte ich mir, es wird vielleicht mal wieder Zeit einen zu lesen.
In "Das Vermächtnis" geht es um Simon Latch, der als Anwalt in der Kleinstadt Braxton, in Virginia, seinen Traum von interessanten Fällen und dem großen Geld allmählich begraben hat. Auch sonst läuft es bei ihm nicht gerade rosig. Er hat Wettschulden und seine Ehe steht vor dem Aus. Als die Witwe Eleanor Barnett mit der Bitte um ein neues Testament in seiner Kanzlei auftaucht, scheint ihm das Leben endlich einmal wohlgesonnen zu sein. Ms. Barnett spricht von einem millionenschweren Vermögen, das Simon nach ihrem Tod von all seinen finanziellen Problemen erlösen würde. Doch dann hat Eleanor Barnett einen schweren Autounfall und ehe es sich Simon versieht, findet er sich wegen Mordes auf der Anklagebank ...
Mit "Das Vermächtnis" ist mir wieder klar geworden, warum ich Grisham in meinen jungen Jahren so gerne gelesen habe. Diese ganzen juristischen Abläufe finde ich nach wie vor sehr interessant. Zudem schreibt Grisham sehr spannend und schafft es immer wieder, dass ich mir so sicher bin zu wissen wie alles ablief, nur um am Ende überrascht zu werden, dass doch alles ganz anders war. Auch hier war ich mir ab der Hälfte so sicher wer es war und wie es abgelaufen sein muss, nur um gegen Ende festzustellen, dass ich mal wieder irrte.
Grishams Schreibstil ist dabei gewohnt süffig, so dass man nur so durch die Seiten fliegt. Und auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sein neues Buch weniger Dramatik hatte, als seine früheren Werke (was in meiner Erinnerung aber durchaus täuschen kann), so hatte ich viel Spaß mit dieser Story.
Wer wie ich Freude an Justiz-Thrillern hat, sich gerne zwischen Anwälten und Richtern aufhält und sich nicht scheut ins Kreuzverhör zu geraten, für den könnte "Das Vermächtnis" eine passende Lektüre sein.
Der Roman startet typisch mit einem Kleinstadtanwalt in finanziellen Nöten der eine Chance sieht reich zu werden! Dann wird er des Mordes angeklagt und seine einzige Chance ist es den wahren Mörder zu finden.
Für Grisham Fans ein Muss! Ansonsten hat man aber doch immer das Gefühl sowas ähnliches schon mal gehört zu haben