Ein wirklich schöner Schreibstil und zwischendurch amüsant. Herzerwärmend in Teilen, aber zwischendurch auch echt zäh. Richtig gut wird es ab Seite 280, dann ist man schon im letzten Drittel und das ist (für mich) dann eben nicht gut, sondern gerade mal okay.
Unerhört, dass ich dieses Buch erst jetzt gelesen habe !
Ich fand es sehr emotional und unerhört toll geschrieben !😃
Die Protagonisten waren/ wurden sympathisch und man konnte sich sehr gut in sie hineinversetzen. Es ist ein leises Buch, das man trotzdem immer weiter lesen möchte, um herauszufinden, was noch geschehen wird. Viele Geheimnisse in der Familie werden nach und nach aufgedeckt. Man erfährt ganz nebenbei etwas über die DDR Geschichte und bekommt am Ende sogar eine Playlist, da auch Musik eine große Rolle in dem Roman spielt.
Ich mochte sehr die skurrilen Freunde vom Müllplatz und die Darstellung sehr unterschiedlich er Lebensentwürfe.
Das ist ein Buch, welches man von 15 bis 100 lesen kann und daher sehr gut unterhalten wird ! Ich habe es sehr gemocht !
Noch nie habe ich bei einem Buch geweint 💚 Jan Weiler hat‘s geschafft.
Der Markisenmann klingt so unscheinbar, dabei macht Protagonistin Kim in Ihrer Jugend viel Unfug und landet dann bei jemandem, den sie nicht kennt. Nur von Erzählungen. Unscharfen Bildern aus der Vergangenheit und ein paar gesprochenen Sätzen mit ihrer Mom.
Kim hat für ihr Alter viele Flausen im Kopf und wird mit der Zeit erwachsen und einsichtig.
Sie und ihr Charakter wachsen mit den Menschen die sie trifft und den Abenteuern die sie erlebt.
Ab den letzten 70 Seiten musste ich nicht nur schmunzeln und lachen wie bisher, da die Erzählungen über das Ruhrgebiet (wo ich wohne) so witzig und fantastisch echt sind, sondern auch weinen, da man sich so in die Emotionen von Kim hineinversetzen kann.
Das Ende ist traurig, aber auch ein Hoffnungsträger das alles gut wird für Kim. Die eine Idee hat und diese umsetzen möchte, geprägt von allem was davor war.
Und ich denke sie hat es geschafft. Ich „wette“ Kim ist happy. 🧡
Danke für dieses tolle Buch. Ich durfte es mir von meiner besten Freundin ausleihen.
Unerhört! Aber klar. Zu zweit ist man schon doppelt so viel wie alleine.
-Ronald Papen
Eine wundervolle Vater-Tochter Geschichte liebevoll und mit viel Witz erzählt. Sommer 2005, ein alter Subaru und Markisen im Kofferraum, aber vor allem ganz viel Herz dabei. Ein Jahreshighlight und ab sofort mein Lieblingsbuch.
Nein also wirklich nein. Was finden nur alle an diesem Buch?
Ich glaube Jan Weiler hat noch nie eine 16 jährige getroffen.
Und die Idee zu dem Buch muss entstanden sein, um den Wunsch ein paar Kalauer zu erzählen über das Türgeschäft.
Ich finde den Teil über die DDR plötzlich und anekdotisch. Es war für mich ein Grund das Buch zu lesen und dann war s irgendwie nichts.
Das Ende war dann ein zweiter krasser let down. Ich mag Bücher nicht, die am Ende so "sauber" abschließen.
2,5 Sterne weil es sich gut lesen lässt und ich Alik mochte.
Es is einfach zu lesen und leicht mitzufiebern, während sich eine kleine Familie neu entdeckt und zusammenfindet. Der Ruhrpott Charme und die humorvollen Persönlichkeiten haben mich sehr unterhalten. Unerhört!
Nach einer echt üblen Aktion soll Kim die Sommerferien bei ihrem Vater, den sie nicht kennt, im Ruhrpott verbringen. Er wohnt dort in einer Gewerbehalle, verkauft als Haustürvertreter Markisen (oder versucht es zumindest) und ist ein so liebenswerter Geselle, wie ihn jeder in seinem Leben haben sollte.
Beide erleben den Sommer ihres Lebens und wir erfahren auch, weshalb beide so lange keinen Kontakt hatten. Diese Vergangenheit hat mich tatsächlich auch persönlich beschäftigt, es geht um Schuld und Vergebung und ich kann das Verhalten aller Beteiligten irgendwie nachvollziehen. Die Figuren sind mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen, und der Schreibstil ist einfach super. 🥰
Das Buch hat mir richtig gut gefallen, ich habe gelacht und geweint, mit den Protagonisten richtig mitgefühlt. Es geht um Familie und Entwicklung, die Vergangenheit, Gegenwart, Wünsche, Träume, Liebe und das Leben an sich. 😻
Jan Weilers Roman Der Markisenmann ist eine ebenso feinfühlige wie unterhaltsame Erzählung über Herkunft, Identität und die leisen Brüche innerhalb von Familien. Mit seinem charakteristischen Gespür für Dialoge und Situationskomik gelingt es Weiler, eine Geschichte zu erzählen, die zugleich leichtfüßig und tiefgründig ist.
Im Zentrum steht die jugendliche Kim, die aus ihrem gewohnten Leben gerissen und zu ihrem ihr fremden Vater geschickt wird – einem eigenwilligen Markisenverkäufer mit schrägen Ansichten und einer ganz eigenen Lebensphilosophie. Was zunächst wie ein klassischer Coming-of-Age-Konflikt beginnt, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Annäherung zwischen zwei Menschen, die sich eigentlich fremd sind, aber mehr verbindet, als ihnen bewusst ist.
Weiler überzeugt besonders durch seine Figurenzeichnung: Der „Markisenmann“ ist keine einfache Vaterfigur, sondern ein widersprüchlicher Charakter, der zwischen Komik und Tragik pendelt. Seine oft unbeholfenen, aber ehrlichen Versuche, Nähe herzustellen, wirken nie kitschig, sondern zutiefst menschlich. Auch Kim ist glaubwürdig gezeichnet – in ihrer Wut, ihrer Unsicherheit und ihrer allmählichen Öffnung.
Sprachlich bleibt Weiler seinem Stil treu: pointiert, humorvoll und zugleich von stiller Melancholie durchzogen. Die Dialoge sind lebendig und authentisch, oft geprägt von trockenem Witz, der die ernsteren Themen des Romans angenehm ausbalanciert. Dabei gelingt ihm das Kunststück, große Fragen – nach Zugehörigkeit, Vergebung und Selbstfindung – in kleinen, alltäglichen Momenten zu verankern.
Der Markisenmann ist kein lauter Roman, sondern einer, der seine Wirkung langsam entfaltet. Gerade diese Zurückhaltung macht ihn so eindringlich. Es ist eine Geschichte über zweite Chancen, über das schwierige Verhältnis zwischen Eltern und Kindern – und darüber, dass Verständnis manchmal dort entsteht, wo man es am wenigsten erwartet.
Ein berührender, kluger und zugleich unterhaltsamer Roman.
Unerhört, was man mit 15/16 erleben muss 🧐. Ich habe meinen Erzeuger das letzte Mal gesehen, als ich 16 war.Mein ganzes Leben habe ich mich gefragt, wie ist er so? Mit 50 hat er dann das erste Mal auf einen Brief von mir geantwortet 🤔 und ich habe ihm zum 80.Geburtstag geschrieben, dass die Zeit rennt und uns nicht mehr so viel Zeit bleibt, um uns kennenzulernen 🤨....." Väter " ticken aber eben anders 🤷🏼♀️. Mir hat das Buch zum Anfang sehr gut gefallen, dann nach Seite 100 wurde es mir etwas zu lahm, dennoch haben mir die Verkaufsstrategien sehr gut gefallen. Zum Ende des Buches nahm es wieder etwas "Fahrt" auf und ich find, man kann es gut mal eben lesen👍🏼. Ich werde in Zukunft immer an das Buch denken, wenn ich leere Balkone entdecke , wo vllt die ein oder andere Markise "Kopenhagen" oder "Mumbai" hin passen würde 👍🏼☀️🏖️🏘️⛱️
Das waren unerhört schöne 6 Wochen Schulferien!
Die 15- jährige Kim muss unfreiwillig die Sommerferien bei ihrem ihr bis dato unbekannten Vater verbringen.
Die beiden lernen sich kennen, lieben und schätzen.
Eine feinsinnige, humorvolle und absolut positive Lebensgeschichte, mit skurrilen aber sympathischen Charakteren, die man gerne kennen lernen würde. Vielleicht im nächsten Sommerurlaub im Ruhrpott, beim MBC, am Rhein-Herne-Kanal…?
„Der Markisenmann“ ist ein außergewöhnlich berührender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die Figuren sind tiefgründig und authentisch gezeichnet, sodass man sich ihnen sofort verbunden fühlt. Besonders beeindruckt hat mich die einfühlsame Sprache, die sowohl leise als auch kraftvolle Momente perfekt einfängt. Die Geschichte verbindet auf gelungene Weise emotionale Tiefe mit spannender Entwicklung. Für mich ein rundum gelungenes Leseerlebnis – absolut verdiente 5 von 5 Sternen.
Die Geschichte hat mir insgesamt ganz gut gefallen, auch wenn sie für mich kein herausragendes Leseerlebnis war. Es ist eher ein solides Buch, das sich gut lesen lässt, ohne dabei wirklich zu überraschen.
Besonders positiv sind mir die authentischen Protagonisten aufgefallen. Sie wirken greifbar und realistisch, auch wenn der Vater mich stellenweise wirklich genervt hat – es gab Momente, in denen ich nur den Kopf schütteln konnte, weil seine Entscheidungen und Aussagen schwer nachvollziehbar waren. Gleichzeitig gehört genau das aber zur Geschichte dazu und macht die Dynamik der Handlung aus.
Die Story an sich ist stimmig und ordentlich aufgebaut.
Unterm Strich: Kein grandioses Highlight, aber durchaus lesenswert.
Dieser Roman hat mich sehr berührt.
Auch wenn ich es teilweise zu lang gezogen empfand, war ich so gerne bei den Protagonisten.
Ich habe die Beziehung zwischen Tochter und Vater gerne verfolgt und begleitet.
Denn ganzen Handlungsverlauf fand ich plausibel und authentisch.
Es war wie aus dem wahren Leben gegriffen, jeder mit seinem Päckchen, der eine kleineres der anderer größeres.
Ein schönes Leseerlebnis.
Ein Roman, der ins Herz geht, aber stellenweise auch recht langatmig ist.
Ehrlicherweise hatte ich mehr erwartet, nachdem mir das Buch von verschiedenen Menschen empfohlen wurde.
Ein Buch mit steilem Anfang und rührendem Ende. Zu Beginn hat es mich gecatched und ich konnte mich gut und schnell in die Protagonistin Kim hineinversetzen und alles in allem durchlebt man eine rührende Vater-Tochter-Beziehung, die ins Herz geht. Zwischenzeitlich fand ich es allerdings sehr langatmig und eher langweilig. Sogar so langweilig, dass ich mir ein grand Finale gewünscht habe und es das für mich nicht war, obwohl es gegen Ende nochmal deutlich interessanter wurde. Allerdings hat für mich der Spannungsbogen gefehlt und ich habe es nur zu Ende gelesen, weil ich Bücher so schlecht abbrechen kann.
An einigen Stellen merkt man, dass ein Mann versucht hat, sich in die Lebens- und Gedankenlage eines 16-jährigen Mädchens zu versetzen. Stellenweise war’s ein bisschen schräg.
Es ist empfehlenswert, wenn man mal nebenbei was lesen will, dass den Kopf nicht sonderlich fordert.
Ich bekam das Buch als Geburtstagsgeschenk von einer Freundin und es war wundervoll, es war teilweise spannend, witzig zu Schluss hin folgten auch tränen mit einem lachenden Ende.
Schade, dass es nun zu Ende gelesen ist aber zum Glück habe ich dieses Geschenk bekommen. Es war ein Buch, dass ich so vermutlich nicht gekauft hätte. Es war toll🥹
Ein wirklich gelungenes Buch und für mich ein echtes Highlight! „Der Markisenmann“ erzählt auf einfühlsame und zugleich unterhaltsame Weise von Freundschaft, Verlust und einer besonderen Vater-Tochter-Beziehung. Die Figuren wirken authentisch und entwickeln sich im Laufe der Handlung glaubwürdig weiter. Besonders spannend ist auch der Bezug zur DDR, der der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Insgesamt eine berührende Geschichte über Entwicklung und das Erwachsenwerden – absolut lesenswert!
Jan Weiler hatte mich schon nach dem Prolog.
Wir begleiten Kim, die sich als Tochter in der Konstellation Mutter, Stiefvater und Stiefbruder als überflüssig und unerwünscht fühlt, sechs Wochen lang in den Sommerferien bei ihrem bisher unbekannten Vater.
Was dort passiert, ist witzig (wirklich witzig!), herzerwärmend, und auf einfühlsame Weise erhellend. Die Beweggründe für Ronalds Abtauchen, der Umgang mit Schuld, die Bürden des Erwachsen werdens: All das wird mit so viel Weisheit und Zartheit erzählt, dass am Ende bestimmt ein Tranchen fließen wird. War zumindest bei mir so 🥹
Die Einbettung in den Ruhrpott-Flair mit der Haute Cuisine der Currywurst-Buden und dem Rhein-Herne-Kanal als Strandersatz fand ich ebenfalls klasse.
Absolute Leseempfehlung ☺️
Ich habe Der Markisenmann von Jan Weiler als Geschenk bekommen – und ehrlich gesagt hätte ich nicht erwartet, wie sehr mich dieses Buch berühren würde.
Schon nach den ersten Seiten war ich komplett in der Geschichte drin. Die Figuren sind so lebendig und echt geschrieben, dass sie sich nicht wie fiktive Charaktere anfühlen, sondern wie Menschen, denen man wirklich begegnen könnte. Besonders die Entwicklung der Beziehung zwischen Vater und Tochter hat mich tief bewegt – sie ist leise, manchmal unbeholfen, aber genau dadurch unglaublich authentisch.
Was mir besonders gefallen hat, ist diese Mischung aus Humor und Ernst. Es gibt viele Momente, die einen schmunzeln lassen, aber gleichzeitig trifft das Buch auch immer wieder emotional ins Herz. Es geht um Familie, um verpasste Chancen, um Nähe und Distanz – und all das wird auf eine sehr ehrliche, unaufgeregte Weise erzählt.
Mich hat das Buch sehr berührt, nachdenklich gemacht und gleichzeitig irgendwie warm zurückgelassen. Ich habe es wirklich geliebt – und bin sehr dankbar, dass ich es geschenkt bekommen habe.
Meine Mama hat mir das Buch empfohlen und ich bin ihr sehr dankbar das sie es getan hat.
Das Buch spielt 2005 im Pott. Als jemand der selber im Pott aufgewachsen ist und selber dort wohnt hatte das Buch für mich total was von Heimat.
Auch der West und Ostdeutschland Konflikt hat eine Rolle gespielt. Als jemand der Deutschland nur nach der Wende kennt war es total interessant über die DDR zu lesen.
...wie schön dieses Buch ist, so eine wunderbare Geschichte - mit Herz, Feingefühl und einem schönen Humor.
Es gehört auf jeden Fall zu meinen Jahreshighlights... unerhört! ;)
Um ehrlich zu sein, habe ich mir so viel mehr erhofft von diesem Buch und den Bewertungen dazu. Auch wenn die Geschichte von Kim und ihrem Vater sehr schön ist, gibt es einige seltsame Stellen in diesem Buch und man merkt, dass es nicht immer wirklich passt, wenn ein Mittelalter Mann hier versucht, die Gedanken und Gefühle einer Teenagerin zu beschreiben.
Lässt sich rasch weg lesen und ist teilweise informativ, hat mich aber nicht gecatched und am Ende eher etwas unbefriedigend zurück gelassen.
Während des Lesens hatte ich so ein schönes Sommerferiengefühl! Ich hab diese sechs Wochen ohne Urlaub und ohne digitale Medien gespürt wie früher und das war richtig schön!
Im Buch sind so viele Referenzen zum Ruhrgebiet, wenn man also irgendeinen Bezug dazu hat, fühlt man die sehr guten Beobachtungen noch mehr.
Das einzige was mich manchmal gestört hat ist, dass ich das Gefühl hatte, dass eine fünfzehnjährige nicht solche Gedanken hat.
Eine Vater-Tochter-Geschichte - so skurril, bunt, tragisch und wundervoll zugleich.
Jan Weiler schreibt unaufgeregt, tiefgründig und regt zum Nachdenken und Hinterfragen an.
Eine etwas andere Familiengeschichte - habe sie sehr gerne gelesen!
Wie ich dieses Buch und die Geschichte liebe! Vollkommen unerwartet taucht man in eine Beziehung zwischen Vater und Tochter ein, die einfach so unglaublich liebenswert, humorvoll und sympathisch ist…gleichzeitig aber auch tragisch und traurig. Eine Achterbahnfahrt, auf der man aber nahezu die ganze Zeit ein breites Grinsen auf dem Gesicht hat. Einfach nur schön!
Glaubwürdig, ergreifend, charakterstark und rührend.
Eine sanfte, traurige Geschichte. Über menschliche Abgründe und übers Verzeihen. Schwächen, Stärken.
Einfaches Leben, wohlhabende Menschen und die Kontraste dieser beiden Schichten.
Was passiert einem Menschen in seinem Leben, wofür er nichts kann. Was macht er aus seinen Chancen? Welche Taten kann er sich nicht verzeihen? Oder eben doch?
Absolut lesenswert!
Am Anfang ist das Buch sehr spannend, zwischendurch wird es jedoch etwas träge, bevor dann wieder ein paar spannende Einzelheiten kommen. Musste das Buch für die Schule lesen und sagen, dass wenn man es tatsächlich konstant liest, „der Markiesenmann“ ein sehr spannendes und lustiges Buch ist.
So ein zartes, schönes Buch über eine Vater- Tochter Geschichte.
Die 15 jährige, etwas Verhaltens-auffällige Kim wird nach einem furchtbarem Geschehnis zu ihrem Vater in die Sommerferien geschickt, den sie noch nie gesehen hat und nicht viel über ihn gehört hat.
Die Beschreibung der nächsten 6 Wochen ist witzig, tiefsinnig, melancholisch, traurig, schön, und herzerwärmend, ohne kitschig zu werden.
Die Themen wie Armut, Achtsamkeit, erste Liebe, schwierige Familienverhältnisse, Ausgrenzung, erster Sex, aufwachsen in einer DDR- Diktatur, Schuld und Sühne, Sinn des Lebens, Freundschaft und viele andere Themen werden so feinsinnig eingeflochten und aufgearbeitet, dass es nie langweilig oder monoton wird. Und es ist ein Liebesbeweis an das Ruhrpott, mindestens alle Duisburger sollten es unbedingt lesen!
Aber auch für alle anderen Menschen in Deutschland eine Empfehlung!
Einfach ein schönes Buch.
Von Kim, 15 Jahre, der aus lauter Frust ein großer Fehler geschieht und daraufhin zu ihren Vater verbannt wird.
Diesen lernt sie jedoch jetzt erst kennen, den Markiesenman, aber schließlich auch lieben.
Die Geschichte wird in aller Ruhe und mit viel Liebe erzählt.
Eine große Empfehlung!
Herzzerreißend traurig einerseits und doch irgendwie eine Geschichte mit viel Humor und Lebensfrohsinn.
Man muß eben immer das Beste aus Situationen machen, die man vielleicht nie ändern kann.
Eine unerhört schöne Vater-Tochter Geschichte .
Als es kim's Familie zu Schwierigkeiten kommt, wird sie kurzerhand zu ihrem Vater verfrachtet, den sie bisher nicht kennen gelernt hat.
Erstmal hat sie so gar keinen Bock, dort zu sein. Aber die Beziehung entwickelt sich.
Das Buch ist witzig, aber auch traurig und tiefgründig. So wunderbare Charaktere.
Kann man schwe in Worte fassen, einfach selber lesen🥰
Ich bin froh, dass es dieses Buch auf meine Wunschliste geschafft hat. Das Cover hätte mich erstmal nicht so angesprochen, jedoch passt es perfekt.
»... aber manchmal macht man falsche Dinge mit derselben Überzeugung wie Sachen, die man für richtig hält. Einfach, weil man sie dann loswird.«
Eine rührende Geschichte über Vater und Tochter, die sich langsam und ganz still entwickelt. Unerwartet tiefgründig erzählt Weiler hier über Traumata, Verletzungen und die Chance eines Neuanfangs.
Ich fand die Geschichte von Anfang an gut, auch wenn ich sie teilweise als etwas langatmig empfand. Die geschichtlichen Bezüge kamen für mich eher unerwartet, haben mich aber absolut überzeugt. Die Kontraste der unterschiedlichen "Welten" der Charaktere haben der Geschichte meines Erachtens die Tiefe und Entwicklung gegeben. Ich liebe Coming-of-Age-Romane, und dieser hier ist definitiv gelungen ☺️
Die Entwicklung, die die Protagonistin Kim durchlebt, ist stark durch ihren Vater Ronald geprägt. Die rebellische Art, die ihr quasi von Haus aus anerzogen wurde, kann sie durch die liebevolle, ehrliche, fürsorgliche Art ihres Vaters gut reflektieren und ablegen. Die Protagonistin wächst so zu einer tollen jungen Frau heran, was ich zu Beginn so fast nicht mehr geglaubt hätte.
Die Sprache ist angemessen, verständlich und flüssig. Es wundert mich nicht, dass dieser Roman nun als Schullektüre dient (zumindest in BW); didaktisch ist er definitiv gut geeignet. Ich hoffe, die jungen Schüler haben beim Lesen genau so viel Freude wie ich ☺️
Ein Buch voller einzigartiger Persönlichkeiten. Ein Buch, dass zeigt wie wichtig es ist, miteinander zu reden und zuhören zu können. Es zeigt wie wichtig Familie ist!
Kim ist 15 Jahre alt und fühlt sich in ihrer Familie, die vor Reichtum strotzt wie ein Fremdkörper. Es fehlt an Liebe Akzeptanz und Respekt. Die Mutter kann irgendwie nicht, wie sie möchte. Der Vater ist scheinbar ein Kotzbrocken. Der Bruder ein hilfloser jüngerer Mitläufer. Ein schlimmes Ereignis führt dazu, dass Kim zu ihrem leiblichen Vater gebracht wird und dort die Ferien verbringen muss. Was anfänglich wie eine Strafe klingt, entwickelt sich zu einer berührenden Vater-Tochter-Geschichte. Dort lernt sie mehr über das Leben als in den vergangenen 15 Jahren. Es wird die Vergangenheit verarbeitet und die Zukunft vorbereitet.
Eine pointierte, lustige und gefühlvolle Vater-Tochter Geschichte, die zum Nachdenken über die familiäre Vergangenheit anregt. Die ideale Urlaubslektüre.
Ein Sommer.
Eine erste Begegnung zwischen Vater und Tochter.
Und dieses Band, das sich ganz zart knüpft.
Wir tauchen tief ein in eine Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart,
zwischen Schuld und Vergebung.
Ich mochte, wie lebendig Jan Weiler seine Figuren zeichnet.
Nicht nur Kim und ihren Vater.
Auch all die Menschen, die sie auf diesem Weg begleiten.
Menschen, die einfache, bescheidene Leben führen
und gerade darin Zufriedenheit gefunden haben.
Wie viel Zwischentöne in den Dialogen liegen.
Und wie sich langsam eine Wärme entfaltet.
Mitten in all den Brüchen, Enttäuschungen und unerfüllten Träumen.
Diese Geschichte zeigt, dass Familie nicht immer logisch ist.
Dass Nähe manchmal erst durch Distanz entsteht.
Und dass Versöhnung selten laut kommt,
aber dafür umso echter ist.
Ein „So ist das Leben“
in seiner schönsten und schmerzhaftesten Form.
Um es mit Ronald Papen zu sagen: "Unerhört!"
Zuerst dachte ich, was soll das werden, wie kommt man mit dieser Geschichte auf über 300 Seiten? Aber dann hat mich die Story mit einer Wucht eingerannt, die mich absolut überrascht hat. Was für ein wunderbares Buch! Ich liebe alles daran!
Hinter den Mustern des Lebens – Jan Weilers stiller Roman über Schuld, Schweigen und Vergebung
Es gibt Bücher, die liest man mit einem Schmunzeln. Und dann gibt es Bücher, die schleichen sich leise unter die Haut. Der Markisenmann war für mich Letzteres.
Anfangs dachte ich, ich hätte es mit einer etwas skurrilen Vater-Tochter-Geschichte zu tun – mit DDR-Markisen, lauter Puhdys-Musik und einem Mann, der irgendwie in der Zeit steckengeblieben ist. Doch hinter der kauzigen Fassade von Herrn Papen verbirgt sich so viel mehr: Schuld, Scham, ein Leben, das falsch abgebogen ist, und eine Tochter, die langsam lernt, hinter die Muster (im wahrsten Sinne des Wortes) zu schauen.
Besonders berührt hat mich, wie sich Kims Sicht auf die Welt verändert. Sie kommt mit Wut und Unverständnis, geht aber mit einer neuen Form von Reife und Mitgefühl. Jan Weiler schafft es, diese leisen Momente zwischen den beiden so ehrlich zu schreiben, dass man fast das Gefühl hat, selbst mit am Küchentisch zu sitzen.
Und dann kommt der Moment, der alles erklärt – die Wendung, die Herrn Papens Schweigen plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Ich war ehrlich geschockt. Aber genau das zeigt, wie fein Weiler mit Emotionen arbeitet: Nichts ist schwarz oder weiß, und manchmal ist das größte Verbrechen eben das, sich selbst nicht vergeben zu können.
Ein Satz, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist:
„… und ich verstand, dass das Schweigen nicht davon kam, dass man nicht wusste, was man sagen sollte, sondern daher, dass es einfach nichts zu sagen gab.“
Ein Satz, der für mich das ganze Buch zusammenfasst – still, ehrlich und schmerzhaft wahr.
Fazit:
Ein Buch über Fehler, Familie und Vergebung. Über Muster, die man manchmal erst erkennt, wenn man sich traut, genauer hinzusehen. Und über einen Markisenmann, der mehr ist, als er scheint.
Wer Jan Weiler bisher nur von humorvollen Alltagsgeschichten kennt, wird hier überrascht – auf die schönste, leiseste Art.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5 von 5 Markisen (die hoffentlich besser aussehen als Papens Exemplare)