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Einen Moment habe ich gebraucht, um mich in die Welt von Curro mitreißen zu lassen, der 1982 mit seinen 12 Jahren mit zahlreichen Ticks und Phobien, seinen Mitschülern und den Verhältnissen zu Hause kämpft. Der kriselnden Ehe seiner Eltern, den ständigen Streitereien mit seinem großen Bruder, den psychischen Erkrankungen seiner Großväter. Eines Tages kehren Curro, sein Bruder Richard und ihr Vater von einem Campingurlaub zurück zur zu Hause gebliebenen Mutter und dieses ohnehin schon fragile Gebilde bricht von einem Moment auf den anderen zusammen. Und von da nimmt das Unheil seinen Lauf. Bis zu dem Jetzt-Zeitpunkt, aus dem die Kapitel im Wechsel erzählt werden, in dem Curro seit über 30 Jahren im Maßregelvollzug mit seiner Erkrankung und den Dämonen seiner Vergangenheit kampft. Und seine Flucht plant mit - sagen wir - ungewöhnlicher Unterstützung. Nachdem es mich dann gepackt hatte, konnte ich es bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen, das mich jedoch leider wieder ein bisschen enttäuscht hat. Weil es so plötzlich kommt und doch so vorhersehbar ist. Und mich deshalb auch inhaltlich nicht ganz überzeugt hat. Leider.

