16. Dez.
Grimm - Märchen sind Lügen, die die Wahrheit nur erträglicher machen
Rating:3.5

Grimm - Märchen sind Lügen, die die Wahrheit nur erträglicher machen

Grimm ist ein düsterer Roman, der bekannte Märchen konsequent entzaubert und sie in eine finstere Ursprungsgeschichte zurückführt. Die Brüder Grimm erscheinen hier nicht als harmlose Sammler, sondern als Menschen, die gezwungen sind, Grauen, Gewalt und Schuld in Geschichten zu bannen. Besonders die Atmosphäre überzeugt: bedrohlich, kalt und von Anfang an von einem unterschwelligen Unheil durchzogen. Ich war schnell in der Geschichte gefangen, weil Marzi eine Welt erschafft, in der Märchen nicht trösten, sondern warnen. Die Idee, dass Geschichten als Schutzmechanismus gegen das Böse dienen, ist stark und wird über weite Strecken eindrucksvoll umgesetzt. Vor allem Jacob Grimm wirkt als Figur glaubwürdig, zerrissen zwischen Pflicht, Angst und moralischer Verantwortung. Allerdings verliert der Roman stellenweise an Tempo. Manche Passagen wirken unnötig ausgedehnt, und nicht jede Nebenfigur hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Auch die permanente Düsternis kann ermüden, weil es kaum Momente der Ruhe oder des Kontrasts gibt. Trotz dieser Schwächen bleibt Grimm ein eigenständiger, atmosphärisch dichter Roman, der lange nachwirkt und Märchen in einem völlig neuen Licht zeigt. Fazit: Dunkel, originell und stimmungsvoll – mit kleinen Längen, aber einer starken Grundidee. Von mir 7 von 10 P.

Grimm
Grimmby Christoph MarziHeyne
1. Dez.
Rating:4

Ein spannender Fantasyroman mit märchenhaften Symbolen und einer düsteren Atmosphäre. Ich habe zu Beginn etwas gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden und mit der Protagonistin warm zu werden, Vesper Gold mit ihrer vorlauten und rebellischen Art und der speziellen Beziehung zu ihren beiden Eltern. Es ging um die Leere als großer Teil ihres Lebens und dieses als Scheidungskind, die Berühmtheit ihrer Eltern und Vespers Leben in einer eigenen Wohnung. Da waren das kleine Theater am Fleet als ihr zweites Zuhause und die kleine Gemeinschaft, gerade die alleinerziehende Mutter Ida und deren Tochter Greta. Und dann waren da kuriose Vorkommnisse, Kinder die plötzlich zeitgleich einschliefen und Eltern die denselben Traum träumten sowie Wölfe die gesichtet wurden. Vespers Unruhe und ihr Gefühl verfolgt zu werden sowie ihr Schock über einen schweren Verlust und die Verbindung mit den Vorkommnissen haben mich so gefesselt, dass ich ab da einfach weiterlesen und ihre Geschichte verfolgen musste. Da waren ihr Treffen in der Kunstausstellung auf einen jungen Mann mit einem Apfel und ein weiterer Schock, ihr Herz das zerrissen war und zugleich Freiheit empfand, ein Umschlag vom Notar, Schlüssel und Ring sowie ein aufsuchen von Friedrich Coppelius. Es ging um Waisenkinder die durch die Welt irrten und das Gefühl in einem düsteren Märchen gefangen zu sein oder in einem Alptraum, ein Wiedersehen mit dem jungen Mann, Leander Nachtsheim, der Teil des Rätsels war genauso wie sie Teil des Geheimnisses sowie eine gemeinsame Flucht und das alte Leben das man hinter sich zurückließ, das Gefühl der Verlorenheit und Angst. Die neuen Informationen und Begegnungen haben mich gleichermaßen fasziniert und geschockt, die Menschenwölfe und Alraunen, magische Pflanzen die menschliche Gestalt annehmen konnten, Jonathan Andersen und sein Affe Edgar, die Mythen, magische Wesen und die Geheimgesellschaft Bohemia sowie das Refugium in der Speicherstadt und was dort verborgen war. Am Ende ging es darum, dass die Wahrheit nicht märchenhaft sondern grausam war und die Welt zu einem Irrenhaus geworden war, dass in Verspers Kopf und Herzen ein Durcheinander an Gedanken und Gefühlen war und sie aber nicht alleine war, um ihre Gefühle für Leander und das teilen ihrer Geschichten miteinander. Denn wie auch Jonathan sagte: ,,Du siehst, wir alle haben eine Geschichte zu erzählen.“ Und diese Geschichten waren voller Leid, ebenso die der Märchenfiguren.

Grimm
Grimmby Christoph MarziHeyne
11. Feb.

Stolen characters, stolen quotes and stolen ideas. Not worth to read! The author is even proud to have stolen from famous movies and TV shows (and I know bcs I talked to him on facebook)! He even tried to educate me and that I didn't understand his idea. Oh I did. And I think after I've read more than 8000 books in my life I know shat a good book is! This book could have been better if the author would have used own stuff! But stealing from Doctor Whoand Torchwoo so obviously is just cheap! If you're a whovian don't read it! You will get angry and you will get pissed off! And other readers: it's full of mistakes! A german teacher would return that book all covered in red ink! I succssesfully persuaded my public library to take the book out of their stocks. They agreed with me. Especially on the mistakes after all it's a book for young people and it will only teach them that stealing is ok! I also wrote to BBC, after all the characters are protected and belong to the BBC. I think this author will realise one day that taking without permission isn't ok! Dear Christoph: if you call yourself an author use your own imagination, learn german and if you take something from others than at least say thanks! And don't be proud to be thief!

Grimm
Grimmby Christoph MarziHeyne
5. Dez.
Zu viel gewollt und zu wenig umgesetzt!?
Rating:3.5

Zu viel gewollt und zu wenig umgesetzt!?

So kommt mir dieses Buch ein wenig vor, die Grundidee ist super und total spannend, die Umsetzung hätte man sich etwas anders gewünscht. Märchen, ein undurchsichtiger Geheimbund und mittendrin eine Teenagerin, die nicht weiss, was mit ihr geschieht. Am Anfang passiert relativ wenig, es ist auch sehr verwirrend und durch die sehr langen Kapitel auch zäh. Die letzten ca 150 Seiten waren mega. Da hat die Geschichte nochmal ganz anders an Fahrt aufgenommen. Die Charakter an sich fand sehr spannend gezeigt, wenn auch mehr Tiefe nicht geschadet hätte, dadurch wird man nicht richtig mit Ihnen warm. Insgesamt ein guter Fantasyroman für Märchenliebhaber mit ein paar Schwächen

Grimm
Grimmby Christoph MarziHeyne
12. Apr.
Rating:4

Die Vergabe der Sterne fiel mir hier nicht gerade leicht. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich gerne 3,5 vergeben. Die ersten 250 Seiten sind eher mau. Die Geschichte holpert so vor sich hin, Spannung will kaum aufkommen und man fragt sich mehr als einmal, wo bei der ganzen Sache jetzt die Märchen abgeblieben sind. Die Protagonistin hat auch nicht gerade das Potential sofort gemocht zu werden. (Dafür mochte ich Leander auf Anhieb.) Alle (Protagonisten und Leser) werden ewig im Dunkeln gelassen und kriegen mehr als dürftige Bröckchen einer Spur von Information. Was mich mittlerweile bei Herrn Marzi sehr nervt sind die vielen Lieder, die in die Geschichte mit eingeflochten werden, die ich aber zu 90% der Fälle absolut nicht kenne und auch keine Lust dazu habe, extra danach zu suchen (und dafür die Lektüre auch noch zu unterbrechen). Ich will das nicht ganz verteufeln. Musik kann wirklich sehr inspirierend sein und es ist ja auch schön, wenn der Autor über seine Bücher "seine" Musik mit den Lesern teilt, aber doch nicht auf jeder Seite ein neues *etwas übertreib* und nicht in jedem verdammten Buch, das er schreibt... Nachdem man also diese sehr zähen, schwierigen 250 Seiten überwunden hat, wird es sehr sehr viel besser. Endlich Märchen! Und viel mehr Spannung. Die Geschichte scheint an dem Punkt zu sich zu finden und fließt ohne Holperei. Geht doch! Warum nicht schon 200 Seiten vorher so? Diese letzten ~300 Seiten (meine Ausgabe hat im Gegensatz zu der hier angegebenen Seitenzahl 56 Seiten mehr) entschädigen (teilweise) durchaus für die vorher etwas dröge Holperei. Darum gab es dann schlussendlich auch 4 statt 3 Sterne. In diesem Buch störten mich die dauernden Wiederholungen nicht mal so sehr. Offenbar möchte Herr Marzi die zu seinem "Markenzeichen" machen. Aber er sollte es nicht übertreiben :) Nur einige Stellen fand ich etwas unglücklich abgehackt formuliert. Ganz furchtbar war die Beschreibung der Verfolgungsjagd in Blankenese. Alles in allem sehr lesenswert, aber man braucht doch etwas Durchhaltevermögen, bis die guten Sachen endlich auf den Tisch kommen ;)

Grimm
Grimmby Christoph MarziHeyne