19. Feb.
Rating:5

Fesselnde, aufschlussreiche Dystopie über die Suche nach neuem Lebensraum im Weltraum.

Stephen Baxter hatte in seinem ersten Band der Reihe - "Die letzte Flut"(sehr empfehlenswert)- bereits beschrieben, wie die Welt vom Meer überschwemmt wird und welche Folgen das für die Gesellschaft und einzelne Menschenschicksale hat. In diesem zweiten Band "Die letzte Arche" setzt er zeitlich später an. Er beginnt seinen Roman in den Resten der USA, in Denver, nachdem der Großteil des Landes bereits vom Meer verschlungen wurde. Um wenigstens etwas der Menschheit zu bewahren, wird über Jahrzehnte ein Grossprojekt geplant, ein Raumschiff, die Arche, die 80 ausgewählte und von Kindesbeinen trainierte Astronauten auf einen fernen, bewohnbaren Planeten bringen soll. Der erste Teil des Buches widmet sich dem Bau und der Vorbereitung der Crew auf der Erde - unter turbulenten katastrophalen Umständen, da die Menschen in riesigen Flüchtlingsströmen vor der Flut in höher gelegene Regionen flüchten. Die weiteren Teile beschreiben den Start und das jahrzehntelange Leben auf der Arche, Konflikte und Regierungsformen und die Facetten des Lebens auf engstem Raum. Generationen werden im All gross und entwickeln eine neue, andere menschliche Lebensform bis die neue Heimat erreicht ist. Für mich ein hervorragendes und sehr spannendes Buch. Baxter beschreibt sowohl die naturwissenschaftlichen als auch die gesellschaftlichen Entwicklungen sehr detailreich und dabei immer spannend und unterhaltsam. Besonders faszinierend fand ich seine Visionen über die Evolution des Menschens über Generationen hinweg unter extremen Bedingungen wie Schwerelosigkeit oder Leben auf dem Wasser.

Die letzte Arche
Die letzte Archeby Stephen BaxterHeyne