Ein großartiges Buch über Vergebung, Neuanfänge und das Erwachsenwerden.
Worum geht es?: Dass Ronnies Vater Steve vor drei Jahren sie, ihre Mutter und ihren kleinen Bruder Jonah einfach so verlassen hat, kann Ronnie ihm nicht verzeihen. Als sie gemeinsam mit Jonah die Ferien bei Steve in dem verschlafenen Küstenstädtchen Wrightsville Beach verbringen soll, beschließt die 17-Jährige, ihrem Vater das Leben so schwer wie möglich zu machen. Doch dann lernt Ronnie Will kennen und mit einem Mal ist alles anders: Im Sturm erobert der sympathische Junge Ronnies Herz und die ödesten Ferien aller Zeiten werden zu einem unvergesslichen Sommer. Doch das scheinbare Idyll der ersten großen Liebe ist in Gefahr … Das Cover: Das alte Cover mit dem Sandstrand und dem in den Sand gemalten Herz hat mich sofort abgeholt. Es strahlt Sommer, Leichtigkeit und ein bisschen Nostalgie aus. Für mich passt es perfekt zur Atmosphäre des Buches. Das neue Cover hingegen – die schlafende Frau im Laub – wirkt völlig fehlplatziert. Es erinnert eher an eine herbstliche Schneewittchen-Adaption als an eine sommerliche Coming-of-Age-Geschichte. Für mich ein klarer Fehlgriff. Der Schreibstil: Der Roman wird überwiegend aus Ronnys Perspektive erzählt, gelegentlich ergänzt durch Kapitel aus Wills, Steves oder Markus Sicht. Dieser Perspektivwechsel bringt Tiefe und macht die emotionalen Entwicklungen greifbar. Ich liebe Sparks’ Schreibstil in diesem Buch: Die eingestreuten Buchzitate und Bibelverse verleihen der Geschichte eine besondere Note und unterstreichen Steves Charakter. Die Charakterentwicklung steht klar im Mittelpunkt und ist hervorragend gelungen. Die letzten 100 Seiten waren unglaublich emotional. Einzig Steves Geheimnis hätte für meinen Geschmack etwas früher aufgelöst werden dürfen. Das Ende wirkte leicht gehetzt, aber rückblickend passt es, weil der Fokus eben auf Ronny liegt – und nicht auf ihrem Vater. Das berührende Finale rundet das Buch dennoch wunderschön ab. Die Hauptfiguren: Ronny und ihr kleiner Bruder Jonah verbringen den Sommer bei ihrem Vater Steve. Ronny ist wütend, verletzt und mitten in der Pubertät – entsprechend scharfzüngig und abweisend. Doch genau diese Ausgangslage macht ihre Entwicklung so stark. Aus der rebellischen Teenagerin wird eine junge Frau, die Verantwortung übernimmt, sich öffnet und lernt, zu vergeben. Ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen. Will ist der perfekte Gegenpol zu Ronny: beliebt, freundlich, der klassische Sonnyboy. Anfangs hält Ronny Abstand, doch schnell merkt sie, dass hinter seiner Fassade viel mehr steckt. Ihre Beziehung zwingt sie, sich mit wichtigen Fragen auseinanderzusetzen – Zukunft, Liebe, Familie. Und das macht ihre Dynamik so authentisch. Steve ist der Vater, der sich nichts sehnlicher wünscht, als Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Seine ruhige Art, seine Liebe zur Musik und seine Verbundenheit zur Bibel machen ihn zu einer unglaublich warmen Figur. Besonders die Szenen mit Jonah waren herzerwärmend. Wunderschön fand ich auch die Einblicke in Steves Beziehung zu seinen eigenen Eltern – dadurch versteht man viele seiner Entscheidungen besser. Endfazit: Als Teenager musste ich den Film wegen Miley Cyrus natürlich sehen – und seitdem wollte ich das Buch lesen. Es stand jahrelang im Bücherregal ungelesen, bis ich es nun endlich befreit habe. Und was soll ich sagen: Meine Erwartungen wurden erfüllt. Die Geschichte ist genauso emotional wie der Film, die Handlung bleibt sehr nah an der Vorlage. Für mich gehört dieses Buch zu den stärksten Werken von Nicholas Sparks. Der Mix aus Dramatik, Sommerflair und tiefgehender Charakterentwicklung hat mich vollkommen überzeugt. Für alle, die selten lesen, kann ich den Film empfehlen – aber das Buch ist definitiv die intensivere Erfahrung. Das Buch erhält von mir begeisterte 5 von 5 Sterne.






























