Ein romantisches Buch, das von Träumen und Dämonen spricht. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und konnte selbst wegträumen.
Inhalt Ella Johansen kehrt nach 10 Jahren in ihre australische Heimatstadt Sandfern zurück und möchte sich hier ein Leben weit entfernt von ihren Eltern als freischaffende Fotografin aufbauen. Vor allem will sie eines: Endlich wieder träumen. Mit ihrer Heimat verbindet sie wunderschöne Erinnerungen, doch leider startet sie nicht so glücklich wie gedacht. Die von ihrer Tante geerbte Villa ist ziemlich heruntergekommen und dazu hängt ihr vom ersten Moment an ihr Neffe Constantin, der sich selbst Kimi getauft hat und von seinen Eltern vernachlässigt wird, am Rockzipfel. Der 15-jährige macht eine schwierige pubertäre Phase durch, greift Ella aber tatkräftig unter die Arme. Gabriel hingegen hängt die Zeit im Nacken, denn er muss seine Schulden bei einem Dämon begleichen und ihm einen wertvollen Traum liefern. Dabei helfen kann ihm anscheinend nur Bernadette, die sich ebenfalls in Sandfern aufhält… Meine Meinung Als ich den Klappentext zu der Geschichte gelesen habe, war ich total begeistert und erwartete eine spannungsgeladene Liebesgeschichte mit einem interessanten Weltenkonstrukt mit Blick auf das Träumen. Leider wurde ich sowohl von der Handlung als auch von der Lesung von Annina Braunmiller enttäuscht. Positiv kann ich zunächst hervorheben, dass Tanja Heitmann ein Händchen für bildhafte Beschreibungen hat, vor allem was die Umgebungsbeschreibungen angeht. Man kann sich gut in die Welt hineindenken, so dass man immer ein Bild vor dem inneren Auge hat. Insgesamt ist ihr Schreibstil jugendgerecht und locker. Allerdings wirken die Dialoge oftmals gestellt und weniger realitätsnah, so benutzt der 15- jährige Kimi teilweise Begriffe, die nicht zu seiner Sprache und dem Alter passen. Darüber hinaus mochte ich die Erzählperspektive des auktorialen Erzählers nicht, denn ich hätte mir für Ella die Ich-Perspektive gewünscht. Die Charaktere der Geschichte bleiben für meinen Geschmack zu oberflächlich. Ella ist 21 Jahre alt (soll das nicht ein Jugendroman sein?), kommt aber eher wie 17 oder 18 rüber. Ihr Vater muss ihr eine Arbeitsstelle verschaffen und auch so ist sie oft naiv und hinterfragt die Situationen wenig. Aber sie ist liebenswert sowie kumpelhaft, wodurch eigentlich (fast) jeder mit ihr auskommt. Leider taucht man viel zu wenig in Ellas Gefühlswelt ein, sondern schwimmt eher an deren Oberfläche, weshalb man sicherlich die eine oder andere Handlung von ihr nicht nachvollziehen kann. Ihre Gefühle für Gabriel werden dazu ziemlich klischeehaft dargestellt. Gabriel ist der typische heiße Typ von nebenan, der sich bei Ella als Mitbewohner „bewirbt“. Schnell erfährt man, dass er eine wichtige Aufgabe hat, die mit Ellas Träumen in Verbindung steht. Er wirkte auf mich ziemlich ungehobelt, mehr noch wie ein Arsch. Daran ändern auch wenig seine blöden Macho-Sprüche. Allerdings kann man durch Einblicke in seine Träume, die in der Ich-Perspektive geschildert werden, zumindest eine andere Seite erkennen. Schade, dass sein gedanklicher Wandel für meinen Geschmack zu schnell kommt. Alle übrigen Charaktere bedienen die üblichen Klischees/ Stereotypen, wie zum Beispiel den Bösewicht, die giftige Schwägerin etc. Es fehlt den Charakteren einfach an Abwechslung. Die Handlung insgesamt dümpelt vor sich hin. Der Anfang ist noch ziemlich interessant, da man Ellas Welt kennenlernt, aber bis zum Schluss passiert eigentlich nichts, was einen aus den Socken haut. Selbst das Ende hat mich kalt gelassen. Ich konnte absolut keine Bindung zu den Charakteren oder der Geschichte aufbauen. Lediglich Kimi ist mir gut im Gedächtnis hängen geblieben – genau so wie das Dauerthema Sex… Da mich die Geschichte wenig begeistern konnte, könnte man meinen, dass zumindest die Lesung positiv war. Aber auch hier Fehlanzeige. Ich habe bisher kein von Annina Braunmiller gelesenes Hörbuch gehört. Bei diesem konnte sich mich überhaupt nicht von sich überzeugen. Sie liest fast die ganze Geschichte über euphorisch und spannungsgeladen. Sie erzeugt eine fast unerträgliche Spannung an Stellen, die es überhaupt nicht hergeben. Zudem merkt man an ihrer Stimmlage von welchem Charakter aktuell die Rede ist, obwohl ein auktorialer Erzähler die Geschichte erzählt. Ging es also beispielsweise gerade um Gabriel, liest sie die Stelle (fast) in seiner Stimmlage. Das hat mich mit der Zeit sehr genervt. Jene Stellen, die von Philipp Schepmann gelesen wurden, haben mir dagegen ziemlich gut gefallen. Fazit Leider konnte mich Tanja Heitmann mit „Traumsplitter“ genauso wenig überzeugen, wie Annina Braunmiller als Hörbuchsprecherin für diese Geschichte. Die Idee hinter dem Roman ist wirklich gut, nur die Umsetzung ist der Autorin nicht gelungen. Sofern es einen Folgeband geben wird, werde ich darauf verzichten.
Verstehe nicht warum das Buch so vielen Lesern nicht gefallen hat. Hatte total die Bilder im Kopf zum Geschriebenen. Es ist wie eine kleine Schatztruhe die man öffnet um immer tiefer in die Welt von Ella und später auch Gabriel zu gelangen. Ich finde die Chataktere unglaublich toll geschrieben und die Protagonistin weicht mal vom sonstigen Lovestory Klischee ab. Einen Stern Abzug gibt es allerdings weil man nur einen Bruchteil über die Traumwelt erfährt und ich mir da mehr Insights gewünscht hätte
Mein absoluter Liebling aus der gesamten Reihe.
Eine Mischung aus Twilight von Stephanie Meyer und der Silber-Trilogie von Kerstin Gier. Letztlich aber eine Mischung, die für mich nicht so richtig funktioniert hat bzw. eine Geschichte, die pragmatisch gesehen einfach nicht meins war.




