Ein lesenswertes und zugleich auch bedrückendes Buch. Gerade bei den aktuellen Geschehnissen hinterlässt es viele Gedanken im Kopf und ich werde sicher noch lange darüber nachdenken. Kann man sich auf den Kriegsfall vorbereiten - vermutlich nicht, kann man aber vorbereitet sein - das schon und dabei hilft das Buch schon. Es lässt auch ein wenig über den Umgang mit Andersdenkenden grübeln. Alles in allem ein Buch, was ich nicht bereut habe zu lesen.
Hatte mir viel mehr versprochen von diesem Buch. Der erste Teil, in dem es vor allem um den jetzigen Zustand der Bundeswehr, verfügbare Waffen und Verteidigungsmittel geht, ist sehr theoretisch. Teilweise hatte ich den Eindruck, die Autoren hätten selbst nicht so ganz verstanden, was sie da aufgeschrieben haben. Lachen musste ich beim letzten Teil, als es praktische Tipps gab. Etwa, wenn man - hoffentlich niemals-selbst flüchten muss. Bitte nicht in Markenklamotten und auch nicht in bunt. Fand ich ebenso putzig wie der Gedanke eines altgedienten hochrangigen Soldaten, doch mal ein paar Autobahnen zu sperren, um die Bevölkerung an den Anblick größerer Militärkonvois zu gewöhnen- Deutschland wäre im Bündnisfall logistische Drehscheibe Richtung Ostfront in Litauen. Als Kind aus Ostdeutschland habe ich mehrfach erlebt, wie Panzer auf der Straße vorübergerasselt sind. Das war ziemlich beängstigend. Am besten hat mir der Schlusssatz von Helmut Schmidt gefallen: " Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln als eine Minute schießen." Obwohl er diesen Satz wohl eher nicht auf die RAF im Deutschen Herbst angewendet hat..

