25. Okt.
Rating:4

„Irgendwer muss unser Wissen für die Ungeborenen bewahren […]. Wir werden tot sein, aber sie finden es dann in solchen Büchern.“ Ich bin in eine völlig neue Welt gestolpert, die mich nun nicht mehr so schnell los lassen wird. Thomas Fischermann erzählt zu Beginn wie er auf die Einwohner aus Hipana traf. Später schreibt er genau auf, was der Schamanenlehrlings Dzuliferi Huhuteni ihm erzählt hat. Dadurch fühlt man sich als Leser:in direkt angesprochen und wenn Dzuliferi erklärt, wie man sich in dieser oder jenen Situation verhalten soll, entsteht richtiges Kopfkino. Auf der anderen Seite fiel mir dadurch das Lesen etwas schwerer. Manche Sätze waren verschachtelt, metaphorisch oder er sprach von vielen Begriffen, die ich hinten im Glossar zuerst nachgeschlagen habe um weiterlesen zu können. Dafür gibt es viele Fußnoten um Dzuliferis Ausführungen besser folgen zu können oder die nötigen Hintergrundinfos lieferten. Auch das Glossar war eine tolle Hilfe und hat gezeigt, wie großartig recherchiert dieses Buch ist. Insgesamt also eine tolle Leseerfahrung, die mir noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Welt gegeben hat.

Der Sohn des Schamanen
Der Sohn des Schamanenby Thomas FischermannHeyne