21. Dez.
Rating:3

Nachdem mir Der Ewige Krieg sehr gefallen hat, wollte ich natürlich auch die mehr oder weniger offizielle Fortsetzung dazu lesen. Diese konnte mich leider nicht ganz so überzeugen wie der berühmte erste Teil. Die Grundgedanken zum Buch sind sehr faszinierend und würdig, dass darüber gesprochen wird. Ist es ein richtiger Friede, wenn es erzwungen wird? Wenn die Friedfertigkeit durch Zwang über die Menschheit gebracht wird? Mir war während der Lektüre teilweise doch ein wenig mulmig zumute. Inwieweit heiligt der Zweck die Mittel? Schade fand ich, dass die Geschichte viel zu sehr in die Länge gezogen wird. Es kommt kaum Spannung auf, der Text ist sehr dialoglastig und anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren driften wir mal hierhin, mal dahin. Dazwischen kommt es zu Kampfhandlungen. Haldeman zeigt uns auf, was der Krieg mit uns anrichtet. Vor allem aufgrund der heutigen Drohnentechnologie ist Der Ewige Friede noch immer sehr aktuell. Leider hätte auch hier eine Straffung eine noch bessere Wirkung erzielt. Auf diese Weise verwässert der wichtige Inhalt leider zu sehr, als dass ich die Lektüre wirklich auf mich habe wirken können lassen. Hier wurde leider sehr viel Potential vergeben. Für Leser, die sich mit dem aktuellen Zeitgeschehen beschäftigen, sich aber auch für die Entstehungszeit des Romans interessieren aber trotzdem einen Blick wert.

Der ewige Friede
Der ewige Friedeby Joe HaldemanHeyne