In einem Bücherschrank auf dem Campingplatz fand ich dieses Schätzchen.
Sehr schöne Star Trek Geschichte die wenn sie verfilmt worden wäre einen Film benötigt hätte.
Spannende Story mit vielen Elementen, die in der Serie nicht gezeigt werden konnten :)
Der Schreibstil selbst ist größtenteils angenehm, aber der Plot war schlicht unschön. Weltraumnazis, die ihre politischen Ziele mit Massenvernichtungswaffen durchsetzen wollen, eine Regierung, die dagegen steht, aber die Föderation angreift, als die die Nazis vor Gericht stellen will, und damit theoretisch einen kriegerischen Akt vollzieht, und fast ein Totalversagen der Computer der Enterprise, das nur in einem Nachsatz und auf völlig abwegige Weise erklärt wird.
Darüber hinaus hat der Autor irgendwo einen wichtigen Denkschritt übersprungen. Kirk trifft die Regierung, findet, der eine Minister wirkt militärisch und als sei mit ihm nicht zu spaßen, und in der nächsten Szene wird Sulu betäubt und Kirk ist sich sofort sicher, dass der Minister dahinter steckt? Warum? Das ergibt absolut keinen Sinn. Ja, es trifft im Endeffekt zu. Aber auch das ergibt keinen Sinn, weil der Typ mit dem Angriff einen Krieg der ganzen Föderation gegen seinen Planeten provoziert, während der Notstand herrscht und man dringend auf Föderationshilfe angewiesen ist.
Dieser ganze Abschnitt des Buches ist komplett irrational und ein riesiger Denkfehler, der mich wütend macht, dass da nicht wenigstens vernünftige Konsequenzen gezogen wurden.
Und hinzu kommt die Zerlegung von Trek selbst, die hier stattfindet. Die Erde wird immer noch von Nationalregierungen bestimmt, die Föderation ist eigentlich nur ‚fiktiv‘, wie die Vereinten Nationen (alleine das sagt schon viel über den Autor, wenn er die UN so wahrnimmt), es gibt immer noch Bankautomaten, Coke, ... und andere Konzerne, die sich lustig eine goldene Nase verdienen, ... Und natürlich ist Starfleet rein militärisch. Weshalb das Buch auch eher an Military SciFi und nicht an die Star Trek-typische Utopie erinnert.
Also nein. Es lässt sich gut lesen, aber gefällt mir nicht wirklich.