5. Jan.
Rating:2

Nach dem Buch bleibt mir der Eindruck, dass es doch sehr eilig geschrieben wurde und viele Fragen mittlerweile klar beantwortet werden können. Trotzdem bleibt es ein guter kurzer Überblick über den Übergang und den Anfang, eher ein Zeitdokument als eine bleibend wichtige Lektüre.

„Man sagt, wenn die Leute am Anfang applaudieren, bedeutet das nicht viel. Entscheidend ist, ob sie am Ende noch wach sind.“ - Dieses Zitat von Leo XIV. während seiner ersten Pressekonferenz als Oberhaupt der katholischen Kirche passt auch zu Andreas Batloggs Buch, dem es entnommen ist. Denn es ist natürlich schön, wenn fast sofort nach der Wahl eines Papstes ein Porträt herauskommt. Allerdings muss man echt lange dran bleiben, um auch wirklich bis zum aktuellen Papst zu kommen. Ursprünglich hatte er vor, ein Buch über Papst Franziskus zu schreiben, ein Projekt, das durch dessen Tod obsolet wurde. Aber weiterhin ist ihm nahezu die Hälfte der 158 Seiten gewidmet. Das ist zwar auch interessant, aber zugleich Etikettenschwindel. Nun gut, der Jesuit Batlogg beschreibt vornehmlich den Übergang, inklusive kritischer Würdigung von Franziskus. Dazu kommt einiges zum Konklave, zu den Kandidaten, aktuellen Themen und Bruchstellen in der Kirche, auch kurz Biografisches zu Leo XIV. Viel dreht sich um die Frage der Kontinuität nach dem Pontifikat von Franziskus, wo man sagen kann, dass sie inzwischen sichtbarer geworden ist. Dafür werden frühere Aussagen von Robert Prevost vor der Papstwahl unter die Lupe genommen: Synodalität zum Beispiel bleibe wichtig und bedeute einfach, „dass wir alle zusammen gehen und gemeinsam suchen, was der Herr in dieser unserer Zeit von uns verlangt.“

Leo XIV.
Leo XIV.by Andreas R. BatloggVerlag Herder
13. Dez.
Rating:2.5

„Leo XIV. Der neue Papst“ ist ein kluges, seriöses und theologisch fundiertes Porträt eines Pontifikats im Entstehen. Batlogg schreibt nicht als Fan, nicht als Kritiker, sondern als Beobachter mit geistlicher Tiefenschärfe. Andreas R. Batlogg, Jesuit und langjähriger Kenner vatikanischer Dynamiken, legt mit „Leo XIV. Der neue Papst“ ein Porträt vor, das sich bewusst gegen vorschnelle Zuschreibungen stemmt. Das Buch ist weniger eine klassische Papstbiografie als eine theologisch-politische Standortbestimmung eines Pontifikats, das sich — wie Batlogg selbst mehrfach betont — noch im Werden befindet.

Leo XIV.
Leo XIV.by Andreas R. BatloggVerlag Herder
19. Okt.
Rating:3

Mal ein ganz anderes Buch - aber wie oft gibt es auch einen neuen Papst aus den USA & mit peruanischem Pass? Für mich interessanter Einblick hinter die Kulissen des Vatikan und aktuellen Themen in der Weltkirche. Jetzt kann Leo aber erstmal was länger im Amt bleiben ;)

Leo XIV.
Leo XIV.by Andreas R. BatloggVerlag Herder