Dieses Buch hätte für mich ruhig noch etwas länger sein können, denn die verschiedenen Charaktere und die verschiedenen Geschichten, die dahinter stecken, waren wirklich toll
Da kann man sich einiges für sich selbst mit auf den Weg nehmen 
Ein kurzweiliger Roman über Reisende in der Hankyu-Bahn zwischen Kyoto und Osaka. Menschen, die sich zufällig begegnen, Gespräche beginnen, Verbindungen knüpfen, sich austauschen, sich verlieben, wieder aus den Augen verlieren, in Erinnerung bleiben. Kleine entscheidene Gesten, die einen großen Unterschied im Leben eines anderen machen können. Geschichten, die vom Leben hinter der Fassade erzählen.
Auch interessant, weil man viel über die Regeln und Konventionen in Japan erfährt.
Ich mochte es sehr 😊!
Ich mag solche "Healing Fiction". Die zufälligen Begegnungen der Figuren erinnern an jene Menschen, die uns tagtäglich begegnen und nie einen Namen hatten. Es ermutigt, demnächst mehr hinter die Kulissen zu schauen und vielleicht ergibt sich aus Fremden neue Bekanntschaften.
Sehnsuchtsort Japan und genau dieses Gefühl hat mich bei diesem Buch komplett abgeholt.
„Die Reisenden der Hankyu-Bahn“ von Hiro Arikawa ist kein klassischer Roman, sondern ein feiner Erzählband, der sich Stück für Stück entfaltet.
Wir steigen ein in diese weinrote Bahn, die zwischen Kyoto und Osaka fährt und ehrlich, allein dieses Bild hat schon eine ganz eigene Magie.
Ganz anders als das, was wir hier unter „Bahnfahren“ verstehen.
Und genau das liebe ich so an japanischer Literatur:
Diese Ruhe. Diese Beobachtung. Diese Schönheit im Alltäglichen.
Wir begleiten unterschiedliche Menschen auf ihren Fahrten.
Fremde, die sich begegnen, manchmal nur für einen Moment. Und doch hängen ihre Geschichten miteinander zusammen.
Nach und nach entstehen Verbindungen.
Unaufdringlich. Aber wirkungsvoll.
Besonders einige Begegnungen sind mir richtig hängen geblieben:
Die „Braut“, die eigentlich an dem Tag keine jst und doch eine Rolle spielt.
Oder die Großmutter mit ihrem Enkel, so zart und gleichzeitig so tief.
Gerade diese Hochzeitsgeschichte hat mich nicht mehr losgelassen.
Das war so emotional und intensiv.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst in diesem Zug zu sitzen. Neben mir Menschen, deren Geschichten ich zufällig aufschnappe. Und gleichzeitig war ich mittendrin. Man taucht ab in diese Geschichte und versucht die kleinen aufblitzenden Momente an die Deutsche Bahn zu verdrängen. :-) Es lebt von Atmosphäre, von Zwischenmenschlichem, von kleinen Momenten.
Ein ruhiger, poetischer Erzählband, der zeigt, wie viel Tiefe in flüchtigen Begegnungen steckt.
Perfekt für alle, die sich treiben lassen wollen und dabei mehr fühlen als erwarten.
𝒲𝑒𝓇𝒷𝓊𝓃𝑔[Rezensionsexemplar]
>>Was Reisende im Herzen tragen, bleibt allen verborgen, außer ihnen selbst.<<
Das Buch „Die Reisenden der Hankyu-Bahn“ von Hiro Arikawa, aus dem Japanischen übersetzt von Sabine Mangold ist eine Geschichte, die mal so ganz anders gestaltet ist. Wir geleiten hier nämlich Personen, die mit der Hankyu-Bahn, einem Regionalzug, zwischen Kyoto und Osaka pendeln. Diese Herangehensweise hatte mich sehr neugierig gemacht und ich habe mir hier eine Geschichte erhofft, die eben die Momente während so einer Bahnfahrt einfängt. Beobachtungen, innere Gespräche und natürlich auch Interaktion der Reisenden.
Für mich persönlich konnte das Buch diese Erwartungen nur bedingt erfüllen. Ja, es gibt Interaktion zwischen den Reisenden, mal mehr und mal weniger und ja, wir tauchen auch ab in die ein oder anderen Gedanken einzelner Personen, allerdings blieb mir persönlich das doch sehr oberflächlich und ich fand es schade, dass man nicht tiefer eingetaucht ist und vorallem, dass der Bezug zu Beobachtungen aus dem Bahnfenster, z.B. der Blick in die Natur, Stadt usw. oder auch Beobachtungen im Zug für mein Empfinden so wenig Fokus hatten. Vielleicht war meine Erwartung für diese Geschichte ein bisschen zu „verträumt“, daher konnte es mich leider nicht so abholen, wie ich es mir vorab gewünscht hätte, dennoch habe ich gern gelesen und konnte ein paar interessante Charaktere auf ihren Wegen begleiten. Für mich ist der Zug hier auch ein Symbol des Lebensweges und auch der Übergänge. Das spiegeln die Geschichten der einzelnen erzählenden Personen ganz gut wieder, wie gesagt für meinen Geschmack hätte hier einfach noch mehr Tiefe sein dürfen um emotional mehr eintauchen, mehr nachempfinden zu können.
3/5✨
diereisendenderhankyubahn #hiroarikawa #hanserblau
Arikawa erinnert daran, dass wir alle nur kurz im Leben des anderen vorbeifahren und dass genau das manchmal reicht. Vier Sterne, weil Stille auch eine Form von Tiefe ist.
Der Zug fährt ein. Die Türen öffnen sich. Und für einen kurzen Moment teilen wir alle denselben Atem, denselben Waggon, dieselbe schwebende Zeit zwischen zwei Haltestellen.
Ich habe dieses Buch zu Hause gelesen, auf dem Sofa, mit einer Tasse Tee, die irgendwann kalt wurde, weil ich vergessen hatte, sie zu trinken. Draußen regnete es leise gegen die Scheiben. Drinnen fuhr ich Zug: die Hankyu Imazu-Linie, Takarazuka bis Nishinomiya-Kitaguchi. Nicht viel. Und doch alles.
Was Hiro Arikawa hier macht, ist eigentlich eine stille Unverschämtheit, sie schreibt über das Unspektakuläre und lässt einen dabei weinen. Kein Krieg, keine große Liebe, keine Weltuntergangsszenarien, nur Menschen in einem Zug, die sich für einen Atemzug lang streifen und dabei das Leben des anderen verschieben, ohne es je zu wissen.
Besonders Shoko hat mich erwischt. Eine Frau im Brautkleid, die im Zug sitzt, nachdem sie ihre eigene Hochzeit hat platzen lassen. Es gibt Momente in diesem Buch, in denen man das Papier fast festhalten möchte, als könnte man sonst wegdriften. Arikawa fragt im Grunde die ganze Zeit dieselbe philosophische Frage, ohne sie je laut auszusprechen: Was wäre, wenn wir die Person uns gegenüber wirklich sähen? Nicht ihr Handy. Nicht ihre Jacke. Sie.
Das Buch gehört zu dem, was die Japaner „Iyashikei” nennen, Heilungsliteratur. Kein Drama, das brüllt. Nur eines, das flüstert. Und das Flüstern bleibt länger.
Ich will ehrlich sein, weil das Buch es verdient: Es gibt Momente, in denen die Geschichte ein bisschen zu sehr aufräumt. Probleme lösen sich mit einer Freundlichkeit, die im echten Leben eher selten vorkommt. Ich habe an einer Stelle leise geschmunzelt, nicht böse, eher so, wie man schmunzelt, wenn jemand beim Kartenspielen immer gewinnt. Man will ihm nichts Schlechtes, aber man weiß, dass das Leben so nicht läuft.
Wer zynische Literatur liebt, die an den Wunden reibt statt sie zu schließen, wird hier vielleicht ungeduldig. Das Tempo folgt dem Zug, ruhig, gleichmäßig, ohne Hast. Das ist kein Fehler. Aber es ist eine Entscheidung, die nicht für jeden ist.
Ich habe nach dem letzten Satz kurz aus dem Fenster geschaut. Nicht weil mir etwas Besonderes einfiel, sondern weil ich es plötzlich wollte. Für einen Moment fragte ich mich, was die Menschen da draußen gerade durchmachen und das, glaube ich, ist der stille Triumph dieses Buches.
Es hebt die Weltliteratur nicht aus den Angeln. Aber es erinnert einen daran, warum Empathie keine Schwäche ist.
Zuerst startete das Buch vielversprechend und zuckersüß. Aber dann las sich die Geschichte zäh wie Kaugummi und überdramatisiert, wie ich es von einigen kontemporären japanischen Romanen kenne. Schade eigentlich.
Mit mir eine weitere Passagierin. Ich will unbedingt mit diesem Zug fahren.🚞♥️
Die Erzählungen waren so authentisch. So nahbar. So nachvollziehbar. Ich habe mich aufgeregt, gefreut, mein Herzlein hat geklopft. Ich war einfach durchweg begeistert und wollte - bin - selbst mit dem Zug fahren. Es gibt die Zugfshrt wirklich. Ein Punkt auf der Wunschliste an Aktivitäten, die getan werden sollten. Und…und es gibt eine Film dazu. Wie kann ich den jetzt schauen? Das werde ich mal recherchieren. Es ist für mich durchweg ein Wohlfühl-Buch gewesen. Ich hatte viel Freude damit 🚞♥️
Ein wirklich schöner Roman, der von verschiedenen Begegnungen in der Hakyu-Bahn zwischen Kyoto und Osaka erzählt. Manche Begegnungen haben nur kleine, andere größere Auswirkungen. Im Mittelpunkt stehen vor allem zwischenmenschliche Beziehungen, sowohl romantischer als auch freundschaftlicher Natur.
Da ist die junge Frau, die sich aus einer toxischen Beziehung löst, nachdem sie durch das Zuhören eines Gesprächs von Schülerinnen in der Bahn endlich den Mut dazu fasst. Und dann die Frau im Brautkleid, die von der Hochzeit ihres Ex-Verlobten kommt und so sehr auf ihre Rache fixiert ist, dass sie dabei ein Stück von sich selbst verloren hat. Nach dem Rat einer älteren Dame im Abteil steigt sie an einer früheren Station aus und entdeckt wieder das Glück und die Schönheit des Lebens.
Alle Geschichten zeigen, wie zufällige Begegnungen die Sicht auf das eigene Leben verändern können. Oft hilft der Blick von außen, aufzuwachen und die Dinge aus einer neuen Perspektive zu sehen. Der Roman macht deutlich, dass selbst kleine, für uns unbedeutend erscheinende Gesten einen großen Unterschied im Leben anderer machen können.
Die Botschaft ist schön, ohne je kitschig zu wirken. Die Geschichten sind feinfühlig miteinander verwoben und erzeugen eine heimelige, leicht melancholische Atmosphäre.
Hat mir wirklich sehr gut gefallen.
*unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar