Ein leises Buch mit gewaltiger Wirkung 💭
“Aber das sind nur ein paar mögliche Bahnen eines Lebens, eine Handvoll Sternschnuppen am Nachthimmel. Änderst du ein Element, änderst sich alles. Eine Erschütterung hier verursacht ein Erdbeben dort. Eine Bruchlinie vertieft sich. Ein Schalter wird umgelegt.” (Seite 9) „Leuchtfeuer“ ist ein ruhiges, aber unglaublich kraftvolles und nachdenkliches Buch. Es erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern beleuchtet auf sehr intensive Weise, wie einzelne Entscheidungen und der Umgang mit ihnen das gesamte Leben verändern können. Wir begleiten dabei zwei Familien, die beide ihre eigenen Probleme und tragischen Erfahrungen mit sich tragen und durch einschneidende Ereignisse miteinander verknüpft werden. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie sensibel dargestellt wird, welchen Einfluss Erlebtes auf Beziehungen, Nähe und den Umgang miteinander haben kann. Das Buch ist wortgewaltig, detailreich und betrachtet die Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Gerade dadurch wird deutlich, wie tief Erlebtes Menschen prägen kann und wie sehr auch der Umgang damit das eigene Leben beeinflusst. Besonders beeindruckt hat mich, wie vielschichtig die Geschichte aufgebaut ist. Die vielen Perspektiv- und Zeitwechsel können zwar manchmal etwas verwirrend sein, gleichzeitig machen sie den Roman aber auch so intensiv und greifbar. Jede Sichtweise fügt dem Ganzen eine neue emotionale Ebene hinzu. Ein leises, aber eindringliches Buch, das noch lange nachhallt.




























































