2. März
Rating:1.5

Ich bin verwirrt

Was war das? Was genau wollte der Autor uns damit sagen? Ich weiß nicht, hab ich es einfach nicht verstanden oder ist es wirklich einfach eine seltsame Geschichte. Ich verstehe die Charaktere überhaupt nicht und es wird auch nichts erklärt wieso sie so sind. Es gibt zwar nette Beschreibung der Umgebung und Atmosphäre, aber mehr leider auch nicht.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
30. Nov.
Rating:2.5

Was will dieses Buch?

Es ist erstaunlich, wie man es schafft aus der Ich-Perspektive mit so viel Distanz zu sich und den eigenen Gefühlen zu schreiben. Mir blieb Johann fremd, seine (Gefühls)Welt, seine Entscheidungen sowie seine Intention nicht nachvollziehbar. Die Dreiecksbeziehung war verstörend, was sicher auch beabsichtigt war. Was am Ende blieb war ein WTF-Gefühl und Verstörung. Und trotzdem ist es dem Autor gelungen mich in das Buch reinzuziehen.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
28. Nov.
Rating:1

Für mich wirkte das Buch erschreckend belanglos. Eine wirkliche Geschichte oder ein fesselnder Kern fehlten völlig, wodurch keine emotionale Bindung entstand. Umso unverständlicher ist für mich die Nominierung für den Deutschen Buchpreis. Insgesamt blieb das Werk weit hinter meinen Erwartungen zurück.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
17. Okt.
Rating:3

„Mir fiel nichts ein, was ich gern zusammen mit Christiane tun würde, außer mit ihr ins Bett zu gehen, und selbst darüber war ich mir nicht mehr sicher: Ob ich auch das nicht schon durchhätte.“ Das hat mir irgendwie nichts gebracht, weder sprachlich noch inhaltlich.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
12. Okt.

„Verdorben und zugleich unschuldig“

Michael Köhlmeier erzählt in seinem neuen Roman von Johann, der Anfang der 70er Jahre nach Marburg kommt, um dort Politologie zu studieren. Er erscheint ambitioniert, ist stolz darauf, mit dem Schreiben von Arrikeln und mit der Arbeit als Tutor für Erstsemester, sein eigenes Geld zu verdienen. In seiner Funktion als Tutor trifft er auf das Pärchen Christiane und Tommi. Christiane entpuppt sich als die treibende Kraft, die Johan in eine Dreiecksbezihung zieht. Es entspinnt sich eine fatale Verstrickung aus Liebe, Hass, Langeweile und Leere. Johann scheint seine großen Pläne aufzugeben, arbeitet nicht mehr und verfällt zunehmend dieser Beziehung, die eigentlich keiner der Betroffenen wirklich will. Er ist besessen von Christiane und gleichzeitig abgestoßen, unternimmt immer wieder Versuche, vor ihr wegzulaufen. Er kauft sich aufs Blaue Zugtickets und fährt weg, nur um dann doch zurückzukommen. Bei seinem letzten Fluchtversuch kehrt er in sein Elternhaus zurück, bestiehlt seine Eltern und zieht von dort aus weiter. Die Lage spitzt sich zu, bis Johann schließlich zum Mörder wird. Damit scheint er einen von Kindheit an gehegte Wunsch in die Tat umzusetzen, nämlich den, irgendwann einen Menschen zu töten. Köhlmeier erzählt diese abgrundtief böse Handlung von Obsession und Hass in einem leicht zu lesenden Stil. Seine Sprache bleibt nüchtern bis sachlich, was so gar nicht zum Inhalt des Erzählten passen will. Daher bleiben dem Leser die Protagonisten auch fremd und wenig nachvollziehbar. Noch weniger nachvollziehbarer erscheint, dass Johann mit seiner Tat davonkommt, von seinem Anwalt mit "verdorben und zugleich unschuldig" freigesprochen. Was als kleine böse Geschichte daherkommt, beinhaltet tiefgründige philosophische Fragetsellungen. Kann man verdorben unschuldig sein? Verdorben von Geburt an beziehungsweise unschuldig verdorben? Das Ende des Romans lässt erahnen, dass keine der Figuren etwas dazugelernt hat oder seine Taten bereut. Besonder gut beschrieben hat Köhlmeier das Studentenleben der 70er Jahre in der Universitätsstadt Marbug. Da ich selbst in Marbug studiert habe, habe ich mich über viel Lokalkolorit freuen können.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
18. Sept.
Rating:3

Johann erinnert sich, dass sein Vater ihn als Kind fragte, was er sich im Leben wünscht. Seine gedankliche Antwort ist, er möchte mal einen Menschen umbringen. Die Antwort verkneift er sich, weiß schon das diese nicht sozial erwünscht ist.  Die Handlung des Romans ist hauptsächlich in den 1970ern angesiedelt und der Student Johann lernt das Paar Christiane und Tommi kennen, mit denen eine Dreiecks...nun ja, nicht wirklich Liebesgeschichte entsteht.... Diese drei Figuren sind wohl die "Verdorbenen" des Buches, insbesondere Johann und Christiane. Keine der Personen ist irgendwie liebenswert oder verhält sich besonders nachvollziehbar. Es stellt sich oft beim Lesen die Frage, was eigentlich der Punkt des Romans sein soll. Am Ende scheint der Autor einem kurz auftretenden Nebencharakter die Antwort auf diese Frage in den Mund zu legen.  Es liest sich gut und flüssig, stellenweise interessant. Ich mochte Sätze wie "Verrücktheiten sind selten. Und was selten ist, ist kostbar." Die Hauptfigur gibt sich den eigenen und den Verrücktheiten anderer gleichmütig hin und ich habe ihn mit Gleichmut dabei begleitet.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
31. Aug.
Rating:2

Gleich zu Beginn des Buches erfahren wir, dass der Ich-Erzähler bereits als Kind den Wunsch hat, eines Tages einen Mann zu töten. Im weiteren Verlauf führt uns die Geschichte auch genau da hin und in die Jahre nach der Tat. Ich hatte mir mehr von dem Buch erhofft, fand die erste Hälfte zäh und langatmig, die zweite Hälfte und der Schluss hingegen haben mir besser gefallen. Sprachlich ist es sehr schön - aber ansonsten hat es leider einfach nicht die Tiefe, die ich erwartet hatte.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
28. Juni
Rating:1.5

Nicht meins

Liest sich schnell weg, aber genauso schnell werde ich es vergessen haben. Keine Tiefe, keine Verbindung zu den Charakteren, keine Handlung, die irgendwie Sinn ergibt. Es fühlte sich so an, als ob der Protagonist einem die Hälfte verschweigt, um besser dazustehen. Keine Ahnung für wen das Buch das richtige ist. Für mich leider nicht.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
27. Jan.
Rating:3

Potential für mehr

Die Idee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Aber die Umsetzung konnte mich nicht so ganz überzeugen. Ein paar Seiten mehr hätten hier ganz gut getan wie ich finde. Gleichzeitig war es faszinierend Johann zuzusehen wie er sich immer weiter selbst einengte und trotz seiner Versuche auszubrechen doch immer wieder in sein selbst gewähltes „Gefängnis“ zurück gekehrt ist. Ebenso war es interessant, die Tiefen der menschlichen Abgründe zu erkunden. Sowohl bei Johann als auch bei Christiane. Und auch ein wenig bei Tommi. Ein verstörendes Buch, das gleichzeitig unterhält und zum Nachdenken anregt.

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl
25. Jan.
Rating:2.5

"Schuld besteht darin, nicht zu wissen, was man anderen antut." Johann, der Erzähler des Romans "Die Verdorbenen", hält sich Mitte der 1970er Jahre zum Studieren in Marburg an der Lahm auf. Sein Vater hat ihn vor seinem Auszug in einem Gespräch gefragt, was er sich denn vorgenommen habe, nun, da er beginnt, sein eigenes Leben zu gestalten. Johann bleibt ihm die Antwort schuldig, innerlich jedoch hat er die Antwort bereits formuliert: "Einmal im Leben möchte ich einen Mann töten."
Und dieses Eingeständnis legt, bewusst oder unbewusst, den Grundstein für seine Zukunft und ebent den Weg, auf den die Geschichte unausweichlich zusteuert. ➸ Ähnlich wie in einer kammerspielartigen Studie erforscht Autor Michael Köhlmeier in seinem doch recht kurzen Roman die Folgen der Dreiecksbeziehung zwischen Johann und seinen Mitstudenten Christiane und Tommie - eine Beziehung mit selbstzerstörerischen Tendenzen, die Fragen nach der Bedeutung von Liebe und Besessenheit aufwirft, sich aber auch mit der dunklen Seite der Unschuld auseinandersetzt. Dazwischen erhält man als Leser minutiös Einblicke in das träge Stundentenleben und das immer bizarrer werdende Verhältnis der drei Hauptfiguren zueinander, mitsamt deren seelischen Deformationen. Beinahe hingebungsvoll werfen sich die Drei in ihre eignen Abgründe, verletzen sich durch Worte und langweilen sich in ihrer Verlorenheit, nur um getrennt voneinander in die nächste dunkle Gasse abzubiegen, um sich erneut zu begegnen. 

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dieses Buch durchaus fasziniert hat und mich doch gleichermaßen irritiert zurücklässt, denn der Erzählfluss ist durchaus flott, der Handlungsverlauf hingegen plätschert oft dahin, anstatt mitzureißen.
Es ist eine Geschichte zwischen Ohnmacht und Lebensentwurf, Verantwortung und Zufall und genau zwischen diesen zwei Stühlen stehe ich auch mit meiner Meinung.
Einfach mal reinlesen und sich selbst ein Bild machen würd ich sagen. Ein gutes Buch, für das es aber definitiv die richtigen Leser braucht. .

Die Verdorbenen
Die Verdorbenenby Michael KöhlmeierHanser, Carl