Kurze gute Unterhaltung
Irgendwie sehr strange, verstörend und an Stelken auch eklig. Und für mich persönlich auch nicht ohne Trigger. Die Stiry hat mich nervös und edgy gemacht und trotzdem konnte ich das Buch nicht weglegen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht...Ist das nun gut oder schlecht?
Anfangs stark, dann gings abwärts
Mich hat das Cover abgesprochen - wie meistens. Der Einstieg war zügig, ohne Kontext und es ging schnell voran in der Story. Einiges Lächeln und Grinsen am Anfang, verschwand aber ab der Mitte des Buches. Was sich scheinbar langsam aufbaute, wurde in der Entwicklung des Charakters immer zügiger vorangetrieben... An sich ein gutes Stilmittel, wobei es mir etwas zu schnell ging und der Geschichte einen unglaubwürdigen Touch verlieh. Es wirkte so, als wolle die Autorin zu schnell zu viel. Das Ende war für micu eigentlich nur noch konfus bzw ab dem letzten Drittel der Geschichte ging für mich der Faden verloren.

Fitnesswahn, Kontrollverlust und ein Ende, das hängen bleibt
Eine junge Frau verliert sich immer tiefer in der Welt aus Fitness, Körperoptimierung und Selbstkontrolle. „Gym“ erzählt von Leistungsdruck und dem Wunsch, endlich gesehen zu werden. Verena Keßler schreibt direkt, schnell und nah an ihrer Hauptfigur. Der Roman entwickelt dabei einen starken Sog, dürfte mit seiner zunehmenden Zuspitzung und dem offenen Ende aber nicht jeden Leser gleichermaßen abholen. Was mich an „Gym“ sofort gepackt hat, war die Sprache. Der Roman hat Tempo, die Sätze drücken nach vorne und erzeugen genau die Art von Energie, die auch die Hauptfigur ständig spürt. Man hängt förmlich mit an der Hantelstange. Das passt hervorragend zum Milieu aus Selbstoptimierung, Körperkontrolle und sozialem Vergleich. Keßler gelingt es sehr gut, diese permanente Anspannung spürbar zu machen. Besonders stark fand ich den Blick in die Gedankenwelt der Protagonistin. Der Roman bleibt dicht an ihr dran. Ihre Unsicherheiten, ihr Kontrollbedürfnis und ihre Extremgedanken wirken unangenehm glaubwürdig. Gerade deshalb entwickelt das Buch eine ziemliche Wucht. Viele Szenen sind überspitzt, aber emotional nachvollziehbar geschrieben. Gleichzeitig hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass der Roman ein anderes Buch sein wollte, als er am Anfang verspricht. Der Einstieg wirkt fast humorig. Teilweise beobachtend und bissig. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto stärker kippt sie ins Aberwitzige. Das kann man spannend finden, manchmal wirkt es aber auch bewusst überdreht. Dazu kommt, dass der Roman vieles nur andeutet. Man kann sich zwar einiges zusammenreimen. Manche Leerstellen wirken sogar klug gesetzt. Andere haben mich aber eher frustriert zurückgelassen. Vor allem das Ende. Ich verstehe, warum man sich gegen eine einfache Auflösung entschieden hat. Trotzdem blieb bei mir weniger Nachhall als vielmehr Ratlosigkeit zurück. Und genau da liegt für mich auch der Grund, warum ich den Hype um das Buch gleichzeitig verstehen und nicht verstehen kann. „Gym“ ist intensiv geschrieben, mutig und sprachlich stark. Aber der Roman fordert seine Leser ständig heraus und verweigert sich am Ende einer klaren Linie. Manche werden genau das lieben. Andere dürften irgendwann den Halt verlieren. Trotz meiner Kritik ist das ein Buch, das im Kopf bleibt. Nicht unbedingt, weil jede Entscheidung funktioniert. Sondern weil Verena Keßler kompromisslos erzählt und sich spürbar etwas traut.
Wow, was ein Ritt. Mittendrin ein krasser Plott-Twist, den ich so überhaupt gar nicht erwartet habe. Starke Story!
Stark
Wichtiges Thema, gerade wo die Fitness bubble immer größer wird. Stark geschrieben mit hohem Wiedererkennungswert in der Darstellung

Gefangen in einer toxischen Gedankenwelt einer namenlosen Protagonistin🫣🎭
Wow🫣. Gym von Verena Kessle hat mich wirklich mitgerissen. Wir sind gefangen in den verwirrenden, toxischen und irgendwann echt düsteren Gedanken unserer namenlosen Protagnonistin. Was harmlos beginnt, entpuppt sich sehr schnell schon als creepy, cringe und definitiv nicht normal🫣. Während des gesamten Buches erinnert sich die Protagonistin an eine schlimme Tat, aus der Vergangenheit, die uns aber nur häppchenweise enthüllt wird. Ihr Neustart als angestellte im Gym soll ihr gut tun - bis ihr Gedankenkarusell wieder los geht...🫣🎭 Verstörend, deep, toxisch, spannend, schockierend...Die Autorin hat ein Händchen dafür, sich in die tiefen Abgründe der menschlichen Psyche einzunisten und diese zu erforschen! Ich empfehle es definitiv weiter!
Das nimmt einen mit…
Was für eine grandiose Schreibleistung! Obwohl mir das Leben der Protagonistin in jederlei Hinsicht fremd ist, konnte ich ihr „Abgleiten“ mitfühlen. Markerschütternd.
Wollen wir nicht alle ein bisschen so sein?
Sportlicher, schöner, stärker, besser. Verena Kessler hält unserer Gesellschaft dabei ziemlich elegant einen Spiegel vor. Der Blick hinein ist stellenweise unangenehm ehrlich. Gym erzählt von Selbstoptimierung, Fassaden und dem verzweifelten Wunsch, irgendwie mithalten zu können. Dabei wird deutlich: Vieles glänzt nur an der Oberfläche, während darunter längst die Luft ausgeht. Besonders gelungen fand ich, wie leicht und gleichzeitig treffend das Buch diesen gesellschaftlichen Wahnsinn einfängt. Kaum war ich richtig drin, war es allerdings auch schon vorbei. Das Ende kam für mich fast zu abrupt: vielleicht passt genau dieses Flüchtige aber auch perfekt zur Geschichte. Es hinterlässt ein kleines Unbehagen. Und vermutlich soll es genau das.
Der Roman thematisiert Fitnesswahn und Selbstoptimierung. Witzig, nachdenklich und irgendwie auch spannend!
Es fängt mit einer Lüge an. Aber letztendlich geht es um mehr. Um die Grenzen, die man nicht mehr als solche wahrnimmt. Um Obsession , um Sucht, um eine zu übertriebene Gymkultur, um fehlerhafte Einschätzungen des eigenen Körpers. Aber gleichzeitig so leicht zu lesen.
Eine Geschichte, die mich anfangs amüsiert hat, zwischendurch fragend zurückgelassen hat und am Ende begeistert hat.
Die Autorin hat es so krass geschafft, bei mir im Laufe des Buches beim Lesen die Gefühle zu erzeuge, die sie in ihrem Leben durchmachen musste. Ganz groß! Für mich ein Buch, das noch nachhallen wird.
Oohhaa
Ein Buch, was einen einfach nur in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist flüssig ,die Handlung spannend, die Kapitel kurz. Man kann einfach nicht aufhören. Man muss weiterlesen, auch wenn man Angst vor der weiteren Zuspitzung hat. Weggucken möchte und doch hingucken muss ... aushalten muss, was hier eigentlich passiert. Ich habe das nicht immer geschafft und musste manche Passagen einfach überfliegen. Es war zu viel. Die Autorin spielt mit Scham, Ekel, Wut, Sucht ... und dabei fing alles harmlos, aber mit einer Lüge, an.
Grandios, eklig und wahnhaft
Dieses Buch habe ich an einem Abend verschlungen. Eine Lebensgeschichte die sich langsam und skurril aufdröselt. Mit einer so menschlichen Seite, eklig und ehrlich und einfach real. Es ist grandios wie die Protagonistin von einer Lüge zur nächsten kommt. Ich hatte dass Glück auf eine Lesung gehen zu können und war von der Reaktion der zuhörenden Personen begeistert. Viele hatten die selbe Reaktion wie ich. Ich habe mittlerweile einen großen Ekel von (Soja)Hack unter Fingernägeln entwickelt. 🤢
Ich lese eher selten Romane, aber dieser hat mir gefallen. Auch wenn ich nicht so ganz genau weiß, was ich da überhaupt gelesen habe 😅 Unerwartet und deshalb empfehlenswert!
Wow, was für ein Ritt! Das schnelle Erzähltempo und diese obsessive Protagonistin, die sich selber zunehmend demontiert
und dabei immer unsympathischer wird, ziehen einen in den Bann und die Handlung hallt länger nach, gerade weil das Ende Böses ahnen lässt. Diese zunächst etwas dahin plätschernde belustigende Erzählung nimmt schnell Fahrt auf und lässt einem das Lachen im Halse stecken bleiben. Auf jeden Fall lesenswert.
Ich befürchte, brutal realistisch.
Schwieriges Buch, ich habe keine richtige Meinung dazu… zwischen Faszination und Ekel. Ich habe es an einem Wochenende gelesen und bin auch froh, dass ich so schnell durchlesen konnte.
Berauschendes Buch mit abgefuckten Twists
Lange nicht mehr so von den Wendungen eines Buchs überrascht worden.. Ich bin durch Gym in wenigen Tagen durchgerauscht und durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Teil 1 hat mir belustigt. Die Idee, das (angebliche) Muttersein als Ausrede dafür zu nutzen, optisch nicht in die Gym-Bubble zu passen , hat mir gefallen. Das Buch spielt schön mit Stereotypen, um sie gleichzeitig auch immer mal wieder aufzubrechen. Dass die Protagonistin noch ein dunkles Geheimnis mit sich schleppt, war zwar permanent präsent, doch mit so einem Knall habe ich nicht gerechnet. Mir hat gefallen, wie sich Teil 2 immer mehr zu einem Fiebertraum entwickelt hat, man nur auf die große Entladung gewartet hat - und bis dahin (zumindest ging es mir so) auf starke Konfrontation mit dem eignen Ekelempfinden gehen musste. Teil 3 hätte es für mein Empfinden in der Form nicht gebraucht, ein kurzer Epilog hatte mir ausgereicht.
Was zur Hölle? Der Anfang ist so gut. Dann wird es rapide absurd...
Am Anfang war ich schnell in der Story. Fand es amüsant, absurd, komisch. Dann streuen sich Sequenzen des alten Lebens hinein und es wird immer weirder. Tbh ab 60-70% fand ich es anstrengend und das Ende gefiel mir nicht, weil es so halbgar war. Mir war zu wenig aufgeklärt.

Wahnsinn!
- Bücherschrankfund - Also dieses Buch hat mich echt überrascht. Ich wusste schon, dass es mir auf Grund der Thematik wahrscheinlich gefallen würde (hab das Buch auch im Gym gelesen 😂), aber dass solche Plottwists kommen, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich muss sagen ich fands echt geil, dass nicht einzelne Themen im Fokus standen, sondern die Autorin ein ganzes System an Themen gezeigt hat. Ich fand es toll, dass gezeigt wurde, dass Handlungen reale Folgen haben unf schlimme Dinge nicht immer plötzlich und nur bösen Menschen passieren. Es wird gezeigt wie schnell Ideale kippen können und man hinterfragt seine Moral. Solche Bücher liebe ich sehr ❤️ Ich hab die Kernfrage des Buches auch geliebt, nämlich "Was passiert, wenn eine kranke Gesellschaft krankes Verhalten als Stärke/etwas Positives feiert?" Wahnsinnig spannende Frage fand ich 👍 Der einzige Minuspunkt war für mich die Flashbacks, die etwas verwirrend sein können, weil sie nicht gekennzeichnet sind. Für einige könnte ich mir noch vorstellen dass der Ekel ein Minuspunkt sein könnte. Für mich wars das nicht, da ich auch gern Horror lese 😂👌 Fazit: Ein humorvolles Buch, was etwas überzogen wirkt, aber gleichzeitig erschreckend nah an realen Tendenzen ist und eigentlich permanent einen Spiegel hochhält. Große Empfehlung 🙂↕️
Irre und zugleich interessant
Dieses Buch ist wirklich interessant es fängt sehr einfach an. Es passiert nichts ungewöhnliches und schleicht sich so dahin. Trotzdem fragt man sich zwischendurch immer, was ihr passiert ist, zur Mitte hin wird es dann ziemlich schnell, sehr eklig und irre. Wieso ist die Frau so obsessiv? Wieso ist die Frau so aggressiv und zum Schluss erklärt sich einiges. Ich finde super interessant, die Entwicklung zu sehen, wie sie durch Konkurrenzkampf aggressiv wird, wie sie irgendwie anders ist. Aber doch dieselbe, wie brutal sie wirklich ist nur, weil sie sich hintergangen fühlt. Besonders gut fand ich auch den Einblick in die geschlossene und auch da ihre Gedanken weiterhin von Konkurrenz und Brutalität geleitet werden . Ich finde auch gut, dass einige Dinge offen gehalten werden ob es nun stimmt mit ihrer Freundschaft oder ob es eine Lüge ist. Einen Stern Abzug weil ich finde man hätte dieses Buch auch noch länger machen können.  Und weil ich es am Anfang etwas langweilig fand.
Kurzweilig, schnell, unterhaltsam, unerwartet
Ich hatte keine Erwartungen an dieses Buch und hatte den Klappentext auch nur kurz überflogen. Ich habe mich von den kurzen Absätzen gut unterhalten gefühlt und habe es fast an einem Tag durchgelesen.
Hm, hm, hm 🫢
Ich glaube mir ist es schon lange nichtmehr so schwer gefallen eine Bewertung zu schreiben! Das Buch war angenehm zu lesen - aber es war auf jeden Fall verrückt und auch echt eklig manchmal. Grad wenn man kein Fleisch isst. xD Ich weiß es nicht … wars gut, wars schlecht? Kann ich nicht sagen. 😭

Das Mega Gym. Die ICH-Protagonistin bewirbt sich nicht mit ihren Erdnussflipbauch, sondern mit ihren Postschwangerschaftsbauch auf den Job. Ihr Chef, Ferhat, ein Frauenversteher stellt sie ein. Sie beginnt am Tresen & mixt Proteinshakes. Arbeitet sich schnell ein. Wäre da nicht die Notlüge, denn ein Kind hat sie nie bekommen. **************************** „Gym“ von Verena Keßler spielt in einem ungewöhnlichen Setting & ist eine Muckibude für die Lachfalten. Was für Auswirkungen kann eine Notlüge haben? Schneller gesagt als den Auswirkungen bewusst zu sein. Schneller ein Kind zu haben als schwanger gewesen zu sein, geschweige einen Erzeuger zu haben. Welchen Stress/Geldprobleme bringt die Notlüge ein. Milchpulver muss gekauft, Babysitter organisiert werden & die Leute wollen Fotos sehen. Nervig, aber was macht man nicht alles damit die Lüge nicht auffliegt. Wie heißt es: Lügen haben kurze Beine. Warum braucht die Protagonistin einen neuen Job? Das Ende eines „Satzes“ bringt Licht ins Dunkle. Shakes mischen reicht nicht aus. Im Gym gibt es Vorbilder wie Swetlana oder Vicky. Muskelbepackt & sportlich. Genau so muss ICH aussehen. Die Entwicklung einer Sportsucht beginnt. Proteine, Proteine alles was Eiweiß enthält wird gegessen, am Besten im Rohzustand. Später kommen Steroide dazu. Warum tut man sich das an? Keßler bringt ihre Protagonistin in den Rausch der Fitnessindustrie & dem Gefühl immer besser zu sein als andere. Das Individuum muss überleben & zeigt den Leistungsdruck von heute. Das Buch beginnt in der Realität & triftet in den Wahn ab. Er spielt mit Klischees. Die unterschiedlichen Beweggründe & Typen die ins Gym gehen dürfen nicht fehlen. Humor & Witz fehlen auf keinem Fall. Die Sprache ist leicht, rasant & ironisch. Teils werden Episoden angerissen, aber nicht zu Ende geführt. Was ist aus der anfänglichen Notlüge geworden. Ist jemand dahintergekommen? Da ich selbst ins Gym gehe, sind Parallelen zum „echten Leben“ & zum Buch erkennbar. Der Aufbau des Buches in 3 Sätzen wirkt wie eine Sportübung & gab Anlass dies im Buddyread
Achtung Suchtgefahr :)
Wenn man das Buch einmal in der Hand hat ist es schwer es wieder wegzulegen. Die Kapitel sind so kurzweilig, dass man immer denkt komm eins geht noch und schwups hat man das Buch fertig gelesen 😅 Ein Buch mit unerwartetem Tiefgang. Unterhaltsam und trotzdem ernst gegen Ende. Große Empfehlung!
Ein Roman, der immer mehr an Fahrt aufnimmt, und man in einen Strudel aus Körperkult, Lügen und Neid hineingezogen wird. Die Protagonistin driftet immer mehr an in ein Extrem, angestachelt von einer anderen Frau. Es entfacht ein stiller Wettkampf, wer in der Lage ist, seinen Körper mehr zu quälen. Aber der größere Faktor: ihr Wesen scheint sich auch zu verändern. Hatte sie davor noch ein sorgsam aufgebautes Lügenkonstrukt entwickelt, war es ihr am Ende komplett egal, dass ihre Lügen entlarvt wurden. Dass das Thema weibliche Wir hier so martialisch dargestellt wurde, fand ich sehr eingängig. Und am Ende werden wir Leser:innen entlassen mit der Frage: entbrennt wieder ein neuer Wettkampf in einer anderen Arena?
Manchmal glaubt man, den absoluten Tiefpunkt erreicht zu haben - nur um zu erkennen, es kann alles noch viel schlimmer kommen. Ich liebe emotional instabile Frauen. Gym war ein überraschendes Highlight für mich.
Die Wortwahl ist einfach ergreifend

Kein Bock mehr auf Gym
Die namenlose Protagonistin liebt ihren neuen Job im MEGA GYM – kein Leistungsdruck, nette Kolleginnen, ein Chef, der sich stolzer Feminist nennt. Wäre da nicht die kleine Lüge aus dem Vorstellungsgespräch: Sie habe gerade erst entbunden, weshalb nun alle ständig nach Babyfotos fragen. Als sie selbst zu trainieren beginnt, entwickelt sie eine Obsession, die zunehmend in Wahn ausartet. Erst als Bodybuilderin Vick auftaucht, wird klar, dass ein erfundenes Kind nicht ihr einziges Geheimnis ist.  Der Einstieg zieht sich – was durchaus gewollt wirkt, denn das gemächliche Dahintreiben der Protagonistin gehört zum Konzept. Trotzdem fiel es mir anfangs schwer, wirklich reinzukommen. Erst gegen Ende, als die Geschichte richtig an Fahrt aufnimmt, hat mich das Buch gepackt. Insgesamt liest es sich angenehm weg, und Keßler trifft mit ihrer Beobachtung des Gym-Biotops durchaus etwas Zeitgeistiges über Leistungsdruck und Selbstoptimierung. Aber wie bei vielen solchen Büchern bleibt nach dem Zuklappen nicht viel zurück – solide Unterhaltung, mehr leider nicht.
Kurzweiliger, witziger, verrückter Roman, der mal ganz anders ist und in eine andere Richtung ging, als ich erwartet habe. Ich fand es schade, dass das „Kind“ nur zu Beginn eine Rolle gespielt hat. Es ist ein angenehmer Schreibstil und hat Spaß gemacht zu lesen.
Das hat mich mega gut unterhalten und zum Lachen gebracht, auch wenn die Thematik eigentlich sehr ernst ist. Man möchte sich direkt im Gym anmelden, aber dann gab es wieder Szenen die so skurril waren da ist mir das zum Glück auch wieder vergangen. Das Ende war irgendwie komisch, man hängt dann so in der Luft und hat eigentlich noch ein paar Fragen.
Großartig
Dieses herrliche Fitnessstudio-Kammerspiel habe ich mit Ausnahme der ersten 20 Seiten komplett an einem Tag durchgezogen, weil es mich so in seinen Bann gezogen hat. Die Spannungskurve ist einfach großartig konstruiert. Verena Kessler entwirft eine Fitnessübung mit drei Sätzen, die aber nach dem ersten Satz komplett aus den Fugen gerät. Keiner zählt mehr mit. Die unzuverlässige und namenlose Erzählperson macht das Ganze obendrein dadurch spannend, dass sie die Leserschaft in ihren Bann (oder Wahn?) zieht und ihre eigene subjektive Wirklichkeitskonstruktion präsentiert. Hier verlieren Objektivität und Logik ihre Wirkkraft. Man könnte auch sagen, die Erzählerin ist eine notorische Lügnerin, die sich immer mehr in ihre Lügengeschichte verstrickt und sie mit aller Macht aufrechterhält. In meiner Wahrnehmung geht es bei Gym darum, wie sich langsam und stetig eine psychische Erkrankung entwickeln und manifestieren kann. Zu Beginn des Romans wird man mit Humor und kleinen Lachern in die Handlung eingesogen. Wenn es denn absurd, mitunter ekelig und auch wahnhaft wird, kann man nicht mehr aussteigen. Ich hab‘s komplett geliebt und hatte danach richtig Redebedarf.
Schrill, überdreht, selbstgefällig: Gym hat mich früh verloren.
Nach 25 Seiten war Schluss. Gym von Verena Kessler hat mich mit einer Energie empfangen, die ich nur als literarisches Neonlicht beschreiben kann: schrill, überdreht, anstrengend. Alles blinkt. Alles will Haltung sein. Die Grundidee hat mich früh verloren. Dieses permanente Staunen darüber, wie merkwürdig die anderen sind, wie absurd ihr Körperkult, wie fremd diese Gym-Welt, wirkte auf mich weniger beobachtend als selbstgefällig. Dazu kamen Frauenklischees, die mich eher genervt als interessiert haben: eine Erzählerin, die ein Baby zu Hause erfindet, Abpump-Pausen inszeniert und damit ausgerechnet den Feminismus anderer für ihre Lüge benutzt. Als Idee ist das brillant: Solidarität wird zur Tarnkappe, Feminismus zur Ausrede. In der Umsetzung blieb es für mich schrill statt scharf. Auch auf Metaebene hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte mit ausgestrecktem Finger auf andere zeigt, um sich selbst interessanter zu fühlen. Genau das fand ich furchtbar unsympathisch. Ich wollte wissen, ob aus diesem Spott irgendwann Erkenntnis wird. Ob unter der schrillen Oberfläche noch etwas liegt, das den unangenehmen Ton rechtfertigt. Aber ich bin vorher vor dem Schreibstil geflüchtet. Andere Rezensionen haben meinen Verdacht eher bestätigt: Eine befriedigende Antwort scheint darauf nicht unbedingt zu warten. Gut passen könnte das Buch für Leserinnen, die überzeichnete Gegenwartsdiagnosen mögen, eine unangepasste Erzählerstimme suchen und Freude an satirischer Zuspitzung haben. Wer empfindlich auf Fingerzeigen von oben herab reagiert, wird vermutlich kämpfen. Ich habe gekämpft. Und verloren.
Wtf
Ich habe das Buch als Hörbuch angehört und nach 4:40h fast durchgängigem hören, hat mich die Geschichte verstört zurückgelassen. Einen Tag später habe ich nun zahlreiche Bewertungen anderer Leser*innen nachgelesen, um vielleicht besser verstehen zu können, was mir das Buch sagen möchte. Es hat rin bisschen geholfen, aber zufrieden bin ich nicht. Geschichten, in denen die Protagonistin so dreist lügt, triggern etwas in mir. Das strengt mich unglaublich an und halte ich kaum aus, weil ich mir ständig denke: was soll das denn? Das kommt doch eh raus! Wie unrealistisch ist es, sich ein Kind auszudenken? In der Buchbeschreibung steht: "Eine Geschichte über Obsession, Ehrgeiz und die selbstzerstörerische Kehrseite schöner Oberflächen." Ja, um Obsession und Ehrgeiz geht es zu 100%. Aber was nehme ich als Leserin aus dieser Geschichte mit? Dass die Frau irre ist? Durchdreht? Was will mir die Autorin sagen? Oder geht es ihr genau darum, mich verstört zurückzulassen und den Sinn in der Geschichte zu finden? Es ist eher ein frustrierendes Gefühl. Ich mag es nicht, wenn Bücher mich frustrieren.
Ich konnte es nicht weglegen und hab es in einem Rutsch durchgelesen. Aber es hat mich nachhaltig ziemlich verstört. 😅
Das Buch war kurzweilig und hat mich gut unterhalten.
An einem Stück gelesen. Gutes Buch, doch mir fehlte mehr Tiefe.
Die namenlose Protagonistin nimmt einen Stelle als Tresenkraft in einem Fitnessstudio an, angeblich weil sie alleinerziehende Mutter ist und dringend einen Job braucht. Doch das Kind ist erfunden, und auch ihr bisheriger Lebensweg ist anders als erwartet. Recht schnell wird sie vom Fitnessmuffel zur Gym-Sis, trainiert immer mehr und härter und greift sogar auf Doping zurück. Doch irgendwann entgleitet ihr alles... Insgesamt fand ich dieses Buch gut lesbar, wenn auch teilweise etwas unglaubwürdig (z.B. dass das erfundene Kind Ferhat bei der Lohnabrechnung nicht auffällt oder dass die Protagonistin mit ihrer Vorgeschichte noch nie im Fitnessstudio war), wobei ich darüber recht gut hinwegsehen konnte. Allerdings fand ich die vermutete Kritik am Selbstoptimierungswahn auch etwas drüber, denn dass die Protagonistin ziemlich schnell bei Training, Ernährung und Stoffen ins Extreme abgleitet, liegt vermutlich eher oder auch an ihrer Overachiever-Persönlichkeit als an irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen. Trotz dieser kleinen persönlichen Kritikpunkte aber 4 Sterne, denn irgendwie hatte das Buch was :-)
🏋️♀️🔥 Unangenehm intensiv – und genau deshalb so gut
Gym hat mich komplett überrascht. Wow, was für ein Buch. Es ist intensiv, stellenweise richtig unangenehm und geht unter die Haut, aber genau das macht es so stark. Verena Keßler zeigt eindrücklich, wie man plötzlich zu genau dem werden kann, was man eigentlich verachtet und verurteilt und wie schnell aus Kontrolle Obsession wird. Beim Lesen hatte ich oft dieses Gefühl von „das tut weh, aber ich kann nicht aufhören“. Themen wie Körper, Identität und gesellschaftlicher Druck werden so greifbar, dass man sich ihnen kaum entziehen kann. Für mich irgendwo zwischen 4,5 und 5 Sternen – weil es so viel auslöst und einen nicht mehr ganz loslässt. ⭐️⭐️⭐️⭐️✨
Gut gegen Leseflaute 😁
„Gym“ von Verena Kessler kam für mich genau zur richtigen Zeit 🤸♀️. Die kurzen, lebendigen Kapitel u. der feine Humor haben mich sofort abgeholt. Die Figuren sind nahbar und die Geschichte hebt sich angenehm vom Gewohnten ab 🧘♀️. Besonders berührt hat mich das Thema Leistungs- druck: der Wunsch, die Beste zu sein, sich immer weiter zu steigern und dabei Gefahr zu laufen, sich selbst zu verlieren 🏋️. Ein Buch mit viel Tiefgang, das mich zum Nachdenken gebracht hat.
Wahnsinnig gesellschaftskritisch zwischen den Zeilen, Female Rage on Point. ❤️
Okay wow, das war ein Ritt!
Neoliberale Gesellschaftskritik als verinnerlichtes Verhaltensmuster des Höher, Weiter, Schnellers und vor allem besser als diejenige neben einem. Immer wieder dachte ich mir: Die Protagonist hat ne Psychose. Wer ist sie? Wer will sie sein? Warum ist ihr ihre eigene Geschichte so irrelevant? Ist sie? Immerhin trägt sie nicht mal einen Namen.. Oder ist sie nur all das was wir in uns aus diesem System aufgenommen haben und ständig bekämpfen?

Absurd und eklig, aber absolut unterhaltsam!
💭 M E I N U N G Durch eine „kleine“ Notlüge in Form einer vorgetäuschten Mutterschaft kommt ein riesengroßer Stein ins Rollen, der die Story von Anfang an zu einem Page-Turner macht. Außerdem werden so manche Fitnessklischees wunderbar überspitzt und und total obszön dargestellt. An schwarzem Humor fehlt es hier definitiv nicht! Ich musste wirklich laut lachen beim Lesen und war wie gefesselt! Die Hauptfigur ist total unsympathisch, obsessiv und für mich eine klassische Anti-Heldin, aber von der Autorin genau als solche gezeichnet worden. Sie lügt, dass sich die Balken biegen, allerdings bleibt aufgrund der Namenlosigkeit während der ganzen Geschichte leider eine gewisse Distanz zu ihr, die zwar wahrscheinlich gewollt, für mich jedoch störend war. ⭐️ F A Z I T Ein Buch, das mich unfassbar unterhalten hat, auf eine ganz verstörende Art und Weise. Ich habe es quasi in einem Rutsch verschlungen und kann es mir auch super gut als Film vorstellen 🍿 Was mir jedoch gefehlt hat, war eine innere Tiefe, sodass mich das Buch auch langfristig beschäftigt oder zum Nachdenken anregt. Von mir gibt’s 4,5 ⭐️ !
„Gym“ von Verena Keßler hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Der Roman zeigt sehr zugespitzt, wie stark Konkurrenzkampf und Geltungsdrang das Leben der Protagonistin bestimmen. Im Fitnessstudio wird das ständige Sich-Vergleichen und Streben nach Anerkennung fast schon zur Obsession. Das ist stellenweise eindringlich, mir persönlich aber oft zu überdreht und emotional schwer zugänglich. Trotzdem bleibt die Kritik an Selbstoptimierung und Leistungsdruck im Kopf.
Bauch, Beine, Po und viel mehr
Leg Curl für die Beine, Lat Pulldown für den Rücken, Cable Crossover für die Brust, Triceps Extension für die Arme und schließlich noch ein paar Übungen mit den Kettlebells. Hauptsache, Sie haben bei all dem Ihre Range of Motion im Blick und treiben es mit Ihrem Progressive Overload nicht zu weit. Sie können mit all diesen Begriffen etwas anfangen? Schön für Sie und ein Lob, allerdings mit Vorbehalten. Es könnte darauf hindeuten, dass Sie regelmäßig etwas für Ihren Körper tun, bevorzugt in einem dafür eingerichteten geschlossenen Raum, den man heutzutage landläufig Fitness-Studio oder lässig und cool „Gym“ nennt. Hoffen wir mal nicht, dass Sie diese Tempel (mehr oder weniger) schöner Körper nur deshalb aufsuchen, um Ihren unterversorgten Kommunikationsbedarf zu befriedigen, während Sie neben dem Laufband, dem Crosstrainer oder dem Spinning-Bike stehen. Oder um nur mit den topgestylten Vertretern/Vertreterinnen des anderen Geschlechts zu flirten. Oder um einzig und allein und direkt den SPA-Bereich anzusteuern. Oder nur um Ihrem Hausarzt beteuern zu können, dass Sie jetzt so richtig angreifen. Nein, mit all dem müssen Sie absolut nichts am Hut haben, um Verena Kesslers Roman zu verstehen und zu genießen. Trotz des Titels sind Grundkenntnisse in Sachen Body-Shaping allenfalls am Rande hilfreich. Wer sich auskennt, amüsiert sich an Wiedererkennungseffekten. Verena Kessler hat eine ganz herausragend konstruierte Geschichte erschaffen. Ach so, sie ist Studentin am deutschen Literaturinstitut in Leipzig? Dann kann man solch eine Fleißarbeit doch erwarten, oder? Nein, absolut nicht. Wie die Autorin diesen Plot entwickelt, geht weit über das hinaus, was man als studentische Fleißarbeit im Rahmen des Semester- Curriculums bezeichnen könnte. Da schimmert ganz viel Talent durch die wohlgesetzten Worte und Zeilen. Dabei fängt alles ganz harmlos an. Eine Frau bewirbt sich in einem Studio um einen Job und bekommt ihn, nicht zuletzt wegen einer spontanen Notlügen-Idee. Gerade wenn man sich danach als Leser in die Story eingelesen hat und dem Fluss der Handlung folgt, blitzen erste inhaltliche Störsignale auf. Ganz kurze Einblicke in eine offensichtlich nicht ganz unproblematische Vergangenheit der Protagonistin. Zunächst ist sie nur für die Theke im Studio zuständig, mixt Fitnessgetränke und dient dem Publikum als Punchingball für Gespräche mit eher unterdurchschnittlichem intellektuellem Anspruch. Inspiriert vom täglichen Umfeld fängt sie irgendwann selbst an, ein leichtes Anfänger-Fitness-Programm zu absolvieren. Zunächst nur aus rationalen Pflichtgefühlen heraus, dann allmählich intensiver, weil ihr im Spiegel die neuen Formen ihres Körpers mehr und mehr gefallen. Als danach auch noch eine professionelle Bodybuilderin im Studio erscheint, ist eine neue Norm im Körperkult gesetzt, der diese Räume eh permanent genauso durchzieht wie der Schweißgeruch der Fitness-Jünger. Sie wird zur Gym Rat, deren Zuhause mehr und mehr das Studio ist. Bis … Extrem raffiniert nimmt einen die Autorin kontinuierlich mit in eine zunächst nur erahnbare, dann immer realistischere Eskalation – in der Gegenwart, ebenso in der Vergangenheit. Ein dazu passendes Stilmittel ist die durchgehende Ich-Form und der Verzicht darauf, der Protagonistin einen Namen zu geben. Als Leser sieht man die Ereignisse deshalb immer auch ein wenig durch die Augen der Hauptfigur. Es ist fast unmöglich, auf die Essenz dieses Romans einzugehen, ohne den weiteren Verlauf der Handlung zumindest in Andeutungen zu skizzieren. Aber versuchen wir es einmal ganz abstrakt, indem wir ein paar Fragen auflisten, denen man sich beim Lesen einfach stellen muss. Wie lange ist ein Hobby eine Leidenschaft und wann geht vielleicht das „gesunde Maß“ verloren (was immer das ist)? Wann wird aus einem Engagement in Freizeit und Beruf ein suspektes Verhalten, eine Fixierung, eine Obsession, wann ist die Grenze zum Wahn überschritten? Warum überschreitet jemand diese Grenze? Ist es immer und überall das von Gesellschaftskritikern viel gescholtene Konkurrenzdenken in Beruf und Freizeit, das früher oder später zu Burnout oder Schlimmerem führen muss? Oder forciert der tägliche Vergleich mit den noch Besseren, mit den Besten, fast zwangsläufig die Dekompensation? Erst recht bei einer vielleicht bis dahin unerkannten, latenten Persönlichkeitsstörung? An dieser Stelle vielleicht eine „Trigger Warnung“. Das ist kein Buch für eingefleischte Vegetarier/Veganer. Aber auch Karnivoren werden möglicherweise neu eingenordet. Absolut gekonnt auch das Ende des Buches. Ok, kein Drama, kein Happy-End, aber wir sind ja auch nicht in Hollywood. Man lehnt sich gerade entspannt zurück, da katapultieren einen die letzten Zeilen in die Erkenntnis - Oh nein, es geht schon wieder los. Was der Rezensent sonst noch mitgenommen hat? Die Planks auf Unterarmen und Zehenspitzen gehören nun zum täglichen Pensum dazu und werden schon 70 Sekunden gehalten.
Ein schneller, nahbarer Roman
Gym beschreibt die Geschichte einer jungen Frau, die sich während ihrer Bewährungszeit als Tresenkraft im Fitnessstudio bewirbt. Aus der Notlüge heraus, sie habe gerade erst entbunden, spinnt sich ein riesengroßes Lügengeflecht- beeinflusst durch Leistungsdruck, Körperideale und mehr Schein als Sein. Der Schreibstil war locker wegzulesen, die Kapitel kurz und flott. Zum Ende hin noch eine deutliche Spannungskurve.
Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Nur leider lässt es mich am Ende etwas ratlos zurück, ich hätte mir mehr Aufklärung der Zusammenhänge gewünscht. Aber alles in Allem wirklich eine gute Geschichte.
Extrem fesselnd geschrieben – man fühlt alles mit und liest es in einem Zug durch.
Ich habe Gym an einem Abend gelesen – weniger aus Vorsatz als aus dem Umstand heraus, dass man kaum einen guten Punkt findet, um das Buch zur Seite zu legen. Der Stil von Verena Kessler ist klar und konzentriert; die Sätze wirken durchdacht und entfalten gerade dadurch eine große Wirkung. Besonders eindrücklich ist die Nähe zur Hauptfigur. Man liest nicht nur mit, sondern fühlt mit – oft auf eine Weise, die unangenehm werden kann, weil die Emotionen so unmittelbar vermittelt werden. Diese dichte Perspektive trägt die Geschichte und macht sie zugleich schwer, sich ihr zu entziehen. Gegen Ende verschiebt sich die Erzählung leicht ins Absurde und bleibt nicht in allen Punkten vollständig greifbar. Doch gerade darin liegt eine gewisse Konsequenz: Der abschließende Twist wirkt nach und zwingt dazu, das Gelesene noch einmal neu zu betrachten. Ein intensives, sehr schnell zu lesendes Buch, das weniger durch Lautstärke als durch Präzision und Nähe überzeugt.
Wow, was für ein Ritt! Ich habe schon lange kein Buch mehr in einem Zug gelesen, aber bei diesem ging es nicht anders. Absolut fesselnd. Und ein unerwarteter Trip in die tiefen Abgründe der menschlichen Physis und Seele.

















































