7. März
Rating:4

Spannender Thriller mit Suchtpotenzial und einer Science-Fiction Komponente

Wer bist du, wenn du deinen Erinnerungen nicht trauen kannst? Mit dieser Frage wird Espe konfrontiert, als sie nach einem Autounfall von beunruhigenden Erinnerungen aus ihrer Kindheit heimgesucht wird. Als ihre Adoptiveltern verhaftet werden, macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Das Buch ist definitiv keine seichte Strandlektüre, es geht um den Wunsch, das Gehirn vollends zu entschlüsseln. Außerdem wird das Buch aus drei Perspektiven erzählt: Espes Tagebucheinträgen, dem "Jetzt" sowie Erzählungen über die Vergangenheit, die den Großteil der Erzählung ausmachen, und Interviews einer Reporterin mit Zeugen. Durch die Perspektivwechsel war es manchmal schwer, zu verstehen, an welchem Punkt der Handlung das gerade Gelesene anzusiedeln ist. Das Buch ist definitiv nichts für Menschen, die gerne Bücher lesen, in denen Fragen für maximal drei Seiten offen bleiben. Die meisten Fragen wurden erst im letzten Drittel beantwortet, was dazu geführt hat, dass das doch relativ kurze Buch (ca. 300 Seiten) die ersten zwei Drittel zu einem Großteil eher belangloses Geplänkel war. Dadurch hat sich das Buch sehr gezogen. Alles in allem war das Buch sehr flüssig geschrieben, sodass ich das Buch am liebsten nicht mehr aus den Händen gelegt hätte (habe ich beim letzten Drittel auch gemacht 😀).

Mute - Wer bist du ohne Erinnerung?
Mute - Wer bist du ohne Erinnerung?by Tobias ElsäßerHanser, Carl