2. Juni
Rating:3

„Der Vorsatz, jeden Tag einen Eindruck festzuhalten, selbst bei Krankheit, selbst wenn ich zu viel auf einmal oder während der Lesereise noch weniger erlebe als auf den hundert Metern zwischen Wohnung und Lesegruft - der Vorsatz zwingt dazu, den Laptop zu öffnen, weil sonst keine Gelegenheit mehr ist, obwohl ich lieber aus dem Fenster schauen würde, wo nach und nach die Landschaft meiner Kindheit in der Dämmerung verschwindet.“ Ein Jahr lang jeden Tag ein Tagebucheintrag, verbunden mit dem Vorsatz, sich dem Alphabet nach durchs Bücherregal zu lesen. Mir gefielen dabei besonders die Selbstreflexion der Figur und die Auseinandersetzung mit Literatur.

Das Alphabet bis S
Das Alphabet bis Sby Navid KermaniHanser, Carl
24. Jan.
Rating:5

Ein sprachlicher Hochgenuss! Hab es verschlungen und liebe es!

Die weibliche Perspektive ist hier unglaublich gut eingefangen. Die Bedeutung des Todes der Eltern in Zusammenhang mit der alphabetischen Sortierung der eigenen Bibliothek. Fast nebenbei werden existenzielle Ereignisse, Gedanken und Gefühle reflektiert, politisches Weltgeschehen, Rassismus und Migration kommentiert und über Sex, Krankheit, Tod, Beziehungen und Bücher philosophiert. Das alles in einem Buch, als einziger Gedankenstrom, unterbrochen von Fragmenten aus dem Leben der Protagonistin die auch Autorin ist.

Das Alphabet bis S
Das Alphabet bis Sby Navid KermaniHanser, Carl
26. Dez.
Rating:3.5

Uff! Ein Buch wie ein Fluss, manchmal flach und breit, manchmal schmal oder lustig sprudelnd. Thema Gott und die Welt, Bücherschau und Nabelschau. An einer Stelle meint der Autor: Ich schreibe meine Bücher, um zu erfahren, was in ihnen steht. Hinterlässt einen eher ratlos.

Das Alphabet bis S
Das Alphabet bis Sby Navid KermaniHanser, Carl