Ein gelungener Roman über Mary und Claire, der mich den beiden Frauen sehr nahe gebracht hat. Sie waren absolut modern und fortschrittlich für ihre Zeit und ihr Mut und Durchsetzungswille ist bewundernswert. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Teilweise poetisch und oft mit einer Prise Humor.
Eine wunderbare Geschichte um zwei unkonventionelle Stiefschwestern, die versuchen ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten. Mich hat der konsequente Feminismus und das Talent der beiden Schriftstellerinnen sehr beeindruckt.
Orths erzählt hier die Lebensgeschichte von Mary Shelley und ihrer Stiefschwester. Absolute Empfehlung für jeden, der Biografien und Literatur mag.
In diesem Roman geht es um das Leben von Mary Shelley und ihrer Weggefährten - Percy Shelley, Claire Clairmont und Lord Byron. Natürlich geht es in großem Maße auch um die Liebe zur Literatur, und diese wird durch wunderbare Formulierungen des Autors noch hervorgehoben. Man versinkt förmlich in den Beschreibungen dessen, was den Figuren im Laufe ihres Lebens an schönen und schweren Momenten widerfährt, und die Erzählsprache passt perfekt dazu. Ein Buch zum Genießen!
Im Zentrum dieses tatsachenbasierten Romans stehen vier Literaten des 19. Jahrhunderts: die titelgebenden Mary Wollstonecraft Shelley und Claire Clairmont neben Percy Shelley und Lord Byron. Sie verbindet ihre Faszination für das geschriebene Wort. "Der einzige Lichtblick lag in den Buchstaben. Diese wunderlich verhexten winzigen Dinger, die sich zu Kohorten rotteten und ordneten in den schönsten Gebilden auf Erden: den Büchern." Die Geschichte ist bekannt, dass sie einander in einer Gewitternacht anstacheln, eine Schauergeschichte zu schreiben, woraus „Frankenstein" entsteht. Doch das ist fast nur eine Randnotiz, verglichen mit dem Stoff, der es in den Roman geschafft hat. Mary & Claire & Percy (so die verwendete Schreibweise) begeben sich auf eine Reise durch Europa und verscherzen es sich durch ihre unehrenhaftes Zusammenleben mit ihren Eltern. Es hat mich gereizt, mehr über diese historischen Personen zu erfahren, von denen heute noch die Rede ist. Auch wenn ihre Beziehung auf Fakten beruht, blieben mir die Figuren in ihrem Liebeswahn fremd. Ich hätte mir bei Tiefschlägen eine detailliertere Ausführung gewünscht und gerne mehr von ihrem Schaffensprozess erfahren. Als positiv habe ich die mystische Stimmung empfunden, die durch Friedhofsszenen oder Geistererscheinungen entstand; und sprachlich war das Buch ganz wunderbar.




