Weltschmerz in einem Buch aufgearbeitet mit allen historischen Fakten die man dazu braucht aber wahnsinnig leserlich und flüssig verpackt.
Sie trifft genau den Wundenpunkt!
Dieses Buch kann ich nur jedem an Herz legen. Sollte man einmal gelesen haben. Sie erläutert genau die Probleme unserer heutigen Zeit und zeigt auf wie man damit umgehen kann.
Ein Jahreshighlight
Unglaublich klug und dabei immer verständlich geschrieben, gut recherchiert und setzt Identität in einen politischen wie geschichtlichen Kontext, vergisst den Kapitalismus dabei nicht (und kritisiert ihn konsequent) - ich liebe alles an diesem Buch.
Bestandsaufnahme des "Wir"
Das Buch behandelt uns, den sog. "Westen" mit seinen Systemen - Demokratie und Kapitalismus - und die Identitätskrise, die dadurch entstand: Das ist genau das Gefühl, das wir haben weil wir dachten, wir wären gesellschaftlich auf dem richtigen Weg und es würde immer nur weiter nach oben gehen. Jetzt krieselt es: Kriege, Klimakrise, die Schere zwischen Arm und Reich, Überkonsum, Überheblichkeit, Leben auf Kosten des globalen Südens. Ich bin zwar knapp 10 Jahre nach der Autorin geboren, kenne viele ihrer Gefühle und Gedanken aber ganz genauso. Manche Passagen sprachen mir wirklich aus der Seele. Klar ist: es kann so nicht weiter gehen. Daher gibt es nur zwei Möglichkeiten: Es wird besser. Oder schlimmer. Retten kann uns nur eine empathischere Gesellschaft, die den Fokus auf Solidarität und Fürsorge legt anstatt auf Konsum. So das Fazit der Autorin und auch Gedanken, die ich selbst hege. Ich habe das Buch also wirklich sehr gefühlt; lediglich mehr Ansätze zur Zukunft, egal wie utopisch sie auch sein mögen, hätte ich mir gewünscht.
Ich habe bereits das andere Buch der Autorin: „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“, gelesen und geliebt und war deswegen umso gespannter, wie dieses Werk mir gefallen wird. Und ich kann wirklich erleichtert sagen, dass auch dieses mir unfassbar gut gefallen hat. Es war unfassbar ehrlich geschrieben, wodurch immer wieder Unbehagen in mir ausgelöst wurde, was mir allerdings wichtig ist, wenn ich meine und die Denkmuster von anderen erkennen möchte. Ich hatte das Gefühl, dass ich viel dazu gelernt habe und ebenso hab ich Lust bekommen mich mehr über viele angeschnittene Thematiken zu informieren. Dazu gehört vor allem die historische Perspektive, die sich mit den US-Präsidenten und deren Handlungen auseinandergesetzt hat. Alles in allem bin ich wirklich zufrieden, was Alice Hasters einem in diesem Buch geboten hat und kann nur jeder Person empfehlen, es auch zu lesen und die eigenen bisherigen Verhaltens- und Denkweisen zu hinterfragen und möglicherweise sogar aufzuarbeiten.

Schonungslos ehrlich und wichtig – aber mit Fokus auf Historie statt Handlungsimpulse
"Identitätskrise" von Alice Hasters ist ein äußerst relevantes und eindrucksvolles Buch, das Einblicke in das Leben und die Gedankenwelt einer Schwarzen Deutschen gibt – ehrlich, reflektiert und ohne zu beschönigen. Besonders die persönliche Perspektive der Autorin macht das Werk so wertvoll: Es öffnet Räume für Empathie, Verständnis und das Hinterfragen der eigenen Denkmuster. Im ersten Teil des Buches liegt der Fokus stark auf historischen Ereignissen und deren Aufarbeitung. Für mich fühlte sich dieser Abschnitt stellenweise eher wie eine geschichtliche Abhandlung an, und mir fehlten an dieser Stelle persönliche Erzählungen oder gegenwartsbezogene Reflexionen. Auch hätte ich mir konkrete Ansätze oder Impulse gewünscht, wie man individuell und gesellschaftlich mit einer solchen Identitätskrise konstruktiv umgehen kann. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch ein wichtiger Beitrag im gesellschaftlichen Diskurs über Rassismus, Identität und Zugehörigkeit – und verdient es definitiv, gelesen zu werden.
Einfach ein tolles Buch ! Sollte jede*r lesen.

So klug und gut, habe ich richtig gerne gelesen und denke immernoch darüber nach!
Ich will diesem Buch keine Sterne geben, weil ich es irgendwie noch nicht einordnen kann. Alice Hasters schreibt simpel, echt und sehr nah am Leser. Sie versucht nicht durch ihre Wortwahl oder Schreibweise Eindruck zu verschaffen. Der Aufbau des Buches ist mega kreativ. Und vor allem sind die Gedanken verdammt wichtig. Die Anti-Westen Perspektive war für mich auf eine so klare Weise in einem Buch neu. Ich belasse es Mal bei diesem unvollkommenen Kommentar…
„Leben. Darum ging es mir die ganze Zeit mit diesem Buch. Ich glaube, das muss der Wert sein, auf den wir uns in Zukunft konzentrieren. Leben für alle.“
Tolles Buch, das die kollektive Identitätskrise exzellent umreißt und darlegt.
"... meine Identität ist als schwarze Deutsche ein Widerspruch in sich, insbesondere in den Geschichten, die ich weitererzählen und in mir vereinen muss. Ich bin Opfer und Täterin in der Vergangenheit, ich bin Besiegte und Siegerin, Versklavte und Unterdrückerin. Der Finger, den ich auf dich richte, zeigt immer auch auf mich selbst." Für mich ist Alice Hasters eine beeindruckende Frau mit sehr klugen Gedanken.
Sehr gute Punkte- aaaaaber:
Ich muss sagen es viel mir schwer in das Buch einzusteigen. Lange Zeit habe ich nun keine Gesellschaftskritischen Bücher mehr gelesen und musste feststellen, ich lese ohne zu lesen! Als ich mir dann selbst laut vorgelesen habe, hat es geklappt. Dieses Buch hat mich definitiv bereichert! Ich habe vieles dazu gelernt, denke über ein paar Dinge ganz anders als vorher und bin dankbar, dass Buch gelesen zu haben. Ich habe mir allerdings unter dem Titel etwas anderes vorgestellt. Es ging doch sehr viel um Rassismuss, was natürlich ein unglaublich wichtiges Thema ist, allerdings hätte ich das unter diesem Titel nicht erwartet. Ich finde es außerdem sehr schade, dass die Autorin über die schlechten Bedingungen in verschiedenen Unternehmen wie z.B Amazon aufklären möchte, dann aber selbst ihr Buch über Amazon vertreibt. Und auch gab es die ein oder andere Aussage die ich einfach etwas drüber fand und die mich nicht abgeholt hat. Alles in allem würde ich das Buch weiterempfehlen.
"Identitätskrise. Warum Zweifel der Beginn von Neuerfindung ist – für uns und unsere Gesellschaft" von Alice Hasters ist eine tiefgehende Erkundung der menschlichen und gesellschaftlichen Identität in Zeiten des Wandels und der Krise. Hasters beleuchtet die Geschichte und Gegenwart Deutschlands, um die Ursprünge und Entwicklungen unserer kollektiven Identität zu verstehen. Der erste Teil des Buchs analysiert rational die deutsche Geschichte und Identität, während der zweite Teil emotionale und persönliche Bewältigungsstrategien für die individuelle und kollektive Identitätskrise bietet. 📖 Alice Hasters' Schreibstil ist klug, prägnant und brutal ehrlich. Sie verbindet analytische Schärfe mit Empathie und schafft es, komplexe Themen verständlich und zugänglich zu machen. Ihr Ton ist sowohl persönlich als auch politisch, was das Hörbuch besonders eindringlich und bewegend macht. Hasters erklärt schwierige Konzepte klar und holt die Hörer:innen dort ab, wo sie sind, ohne sie mit Fachjargon oder unnötigen Komplexitäten zu überfordern. 🖊️ Hasters bringt ihre eigenen Erfahrungen und die Geschichten anderer Menschen ein, um ihre Argumente zu untermauern. Diese persönlichen Einblicke verleihen dem Hörbuch Tiefe und machen die behandelten Themen greifbar und nachvollziehbar. Somit zeigt sie uns die verschiedenen Aspekte der deutschen und westlichen Identität sowie die individuellen und kollektiven Erfahrungen, die sie prägen. 🎭 Hasters strukturiert das Buch in zwei Hauptteile: Der erste Teil bietet eine historische und analytische Perspektive auf die Identitätsbildung, während der zweite Teil sich mit den emotionalen und persönlichen Aspekten der Identitätsbewältigung beschäftigt. Diese Struktur ermöglicht es den Hörer:innen, ein umfassendes Verständnis der Thematik zu entwickeln, sowohl auf rationaler als auch auf emotionaler Ebene. 📚 Fazit: Alice Hasters hat mit "Identitätskrise" ein bemerkenswertes Werk geschaffen, das tiefgründig und klug die Herausforderungen unserer Zeit analysiert. Ihr Hörbuch ist eine meisterhafte Verbindung von persönlicher Erzählung und politischer Analyse, die den Hörer:innen neue Perspektiven eröffnet und zum Nachdenken anregt. Hasters' Fähigkeit, komplexe Themen verständlich und zugänglich zu machen, macht dieses Hörbuch zu einem unverzichtbaren Begleiter für alle, die sich mit den Fragen unserer kollektiven und individuellen Identität auseinandersetzen wollen. Ein absolut empfehlenswertes Werk, das sowohl intellektuell bereichernd als auch emotional berührend ist. ⭐
Ein gutes Buch, welches als Audiobook auf Spotify zu empfehlen ist.
Irgendwie hat mich das Buch nicht so ganz abgeholt. Stimme in den meisten Sachen zu, aber mir ist es schwer gefallen dem Fluss des Buches zu folgen.
Auf knapp 200 Seiten geht die Journalistin und Autorin Alice Hasters den Fragen nach, was "der Westen" ist, wie dessen Identität uns alle und die ganze Welt prägt(e) und was es bedeutet, dass diese Identität in einer tiefen Krise steckt. "Der Westen" ist hier nicht als (allein) geografische Bezeichnung zu verstehen. Historisch gesehen ist "der Westen" Westeuropa, von wo aus sich der Kolonialismus maßgeblich verbreitete. Heute zählen auch Länder dazu, die geografisch nicht "im Westen" liegen. Aber was ist die Identität des Westens und warum ist sie in der Krise? Das veranschaulicht Hasters an verschiedenen Beispielen: Es geht z.B. um den westlichen Freiheitsbegriff, der sich in erster Linie auf die Freiheit des Individuums (gegenüber dem Kollektiv) bezieht und dessen Freiheit zu konsumieren. Die individuelle Kaufentscheidung prägt die Identität, Konsum selbst wird Identität. Und hier beginnt die Krise: Die Grenzen des Wachstums sind spätestens seit den 1970er Jahren bekannt, heute können wir die Folgen des vermeintlich grenzenlosen Konsums sehen und fühlen - die Ausbeutung der globalen Ressourcen, der Müll(!!!!!!!!), die damit verbundene Klimakatastrophe und Migrationsbewegungen - die Illusion des grenzenlosen Wachstums ist kaum mehr aufrechtzuerhalten. Die Identitätskrise des Westens zeigt sich aber auch an der zunehmenden Erosion von Geschlechterrollen (und dem erbitterten Kampf derjenigen, die das binäre System mit aller Macht aufrechterhalten wollen) oder an der Krise der Erwerbs- und Care-Arbeit. Alice Hasters zeigt die vielfältigen Krisen so kompakt und nachvollziehbar auf und führt die "Lebenslügen" des Westens gnadenlos vor. Das ist vor allem für alle interessant, die bislang den gedanklichen Reach noch nicht vollzogen haben, wie Kapitalismus, Patriarchat und Rassismus miteinander verwoben sind, sich gegenseitig bedingen und stützen. Ich bin absolut sicher, dass dieses Buch vielen Menschen neue Perspektiven eröffnen und denen, die zwar verstehen, aber noch nicht so recht beschreiben und benennen können, eine Sprache an die Hand geben kann. Mir hat auch an Hasters zweitem Buch wieder sehr gut gefallen, wie es ihr gelingt, die Themen verständlich zu machen ohne zu stark zu vereinfachen und das Ganze noch mit persönlichen Anekdoten und Erfahrungen nahbar rüberzubringen. Wer sagt, dass das Lesen kluger Bücher nicht auch Spaß machen darf? Im zweiten (deutlich kürzeren) Teil des Buchs widmet sich Alice Hasters der emotionalen Auseinandersetzung mit dieser Identitätskrise. Sie orientiert sich dabei am Modell des Trauerprozesses der Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross (5 Phasen: Verleugnung, Wut, Verhandlung, Trauer und Akzeptanz). Die Idee gefällt mir, aber die Umsetzung stellte mich nicht so richtig zufrieden, hier hätten gern noch mehr Zeit(?) und Gedanken einfließen können, aber am Ende ist das auch Jammern vom hohen Ross. Wir können nicht erwarten, dass Alice Hasters mal eben die Lösung der westlichen Identitätskrise, der Klima- und Care-Katastrophe, der Zuspitzung globaler Krisen (basierend auf Rassismus und Ausbeutung) zwischen zwei pinke Buchdeckel packt. Meiner Meinung nach braucht es hier auch gar keine Lösungsorientierung, die angesprochenen Punkte in Teil 1 stehen für sich.
„Identität ist eine Geschichte, die man über sich selbst erzählt. Eine Identitätskrise ist die Erkenntnis, dass diese Geschichte nicht mehr aufgeht.“ In ihrem neuen Buch „Identitätskrise“, wie der Titel bereits vermuten lässt, beschäftigt sich die Autorin Alice Hasters mit der Frage, ob die Welt am Kochen oder am Überkochen ist. Steht die Welt in einer Krise oder sind es nur die Menschen? Werden wir früher sterben, als gedacht? Wann hat die Identitätskrise eigentlich begonnen bzw. ab wann spricht man überhaupt von einer Identitätskrise? Viele dieser Fragen waren mir irgendwie präsent und doch sehr vernebelt. Ich denke, das liegt daran, dass eine Krise nicht unbedingt die schönsten Antworten liefert. Denn eine Krise bedeutet, sich mit der Tatsache zu beschäftigen, dass wir uns Geschichten erzählen, die nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Alice Hasters wirft nicht nur mit Wörtern um sich, sondern erklärt sie auch, sodass man nicht mit Fragezeichen dasteht. Und das ist das Besondere an Alice: Sie holt (im besten Fall) jede Person ab. Wie Toni Morrison mal gesagt hat „Wenn es ein Buch gibt, dass du lesen möchtest, das aber noch nicht geschrieben wurde, musst du es schreiben.“ Und ich denke, das hat Alice getan. Eine sehr lehrreiche, intime und teilweise persönliche Lektüre, die ich allen ans Herz lege. „Außerdem braucht es Bereitschaft, sich umeinander zu kümmern. Ich schließe mich dem Chor an, der für eine so genannte Care-Gesellschaft plädiert. Eine Gesellschaft, die in ihrer Gestaltung die Frage der Fürsorge zentriert. Eine, die Fürsorge nicht zur Dienstleistung reduziert, sondern sie zu einer Kultur erhebt, einer gesamtgesellschaftlichen Fähigkeit ausdehnt. Ich möchte eine Gesellschaft, in der Fürsorge wichtiger ist als Profit.“
Sehr informativ und wichtig!
Radikal
Mir persönlich ist sie in manchen Passagen zu radikal und erweckt den Eindruck das sie gar nicht möchte das ihr etwas gutes passiert. Sie erzählt zum Beispiel von einer Tafel Schokolade und anderen Süßigkeiten die sie immer mal wieder von einem Nachbarn geschenkt bekommt. Als Nächstes kommt die Frage ob der Nachbarn nur so großzügig ist weil sie das schwarze Mädchen ist und er der überlegene weiße Mann … wenn man will kann man überall Rassismus sehen, aber dann verliert man den Blick für das Gute im Menschen. Es gibt aber auch Stellen die sehr gut sind und zum nachdenken anregen!
unglaublich gute und nahegehende Zusammenfassung des „Westens“ bei der so viel angesprochen wird was mich auch beschäftigt
Wichtiges Buch, interessant erzählt, einiges neues dazu gelernt!
Sehr gute Analyse des Begriffs Identität und die Krise, in die wir geraten sind. Alles auf den Punkt gebracht. Ich kann alles nachvollziehen und fühlen, was die Autorin sagt.
Unbedingt lesen! Sehr wichtige Gedanken gut verständlich formuliert.
Hat mir gut gefallen!
Ein gutes Buch in dem die Autorin über Ihre eigenen Identität, die Deutschlands und die des Westens philosophiert. Sie hatt tiefen Einblick in dieses Thema da Sie selbst zu der Gruppe POC gehört. Tolles Buch zum Nachdenken auch wenn man nicht Deutsche*er ist.
Aktueller denn je Sehr viel Input, sehr interessant und gut geschrieben

























