Drei lesenswerte Essays von Umberto Eco, die mal im engeren, mal im weiteren Sinne mit "Verschwörungen" zu tun haben. Die Texte sind bereits aus anderen Buch-Veröffentlichungen bekannt. Wer bereits Ecos "Auf den Schultern von Riesen", "Im Wald der Fiktionen" und "Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften" gelesen hat, findet hier nichts Neues.
Irreführende Titel
Der Titel lässt vermuten, dass es in dem Buch um Verschwörungstheorien geht und diese dann hinsichtlich von Mustern analysiert werden, sodass man möglicherweise auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede stoßen wird. Dies ist jedoch so nicht der Fall, denn tatsächlich handelt es sich nur um eine Zusammenstellung mehrere Essays von Umberto Eco, die inhaltlich zwar alle mit Verschwörungstheorien zu tun haben, aber wenig einen roten Faden erkennen lassen. So gibt es im Ansatz ein paar analytische Elemente, jedoch ist es letztendlich nur eine Zusammenstellung einigen Verschwörungstheorien. Was mich gestört hat: italienische und französische Titel sowie Redewendungen wurden nicht mit übersetzt, was dahingehend ein Problem war, wenn Umberto sich auf den Inhalt bezog und quasi geschrieben hat, wie logisch das doch alles sei (und man einfach nicht weiß, was da steht). Es war insgesamt ganz nett zu lesen und mir etwas mehr als 100 Seiten auch schnell was für Zwischendurch.
Kurzweilig, streckenweise interessant, teils aber auch zu oberflächlich. Reine Aufzählung von (mehr oder weniger) bekannten Verschwörungen der Vergangenheit.


