Enorme Variation von tiefgründig bis beliebig innerhalb des Buches.
Dieses Buch variierte in seiner Wirkung enorm: Zum einen lässt der Autor die Charaktere tiefgründige, philosophische Gedanken entfalten, für welche er Worte findet, die klarer kaum sein könnten und die mich mehrmals tief zum Nachdenken anregten. Zum anderen beschreibt er zum Teil eine Handlung, welche durch dröge Beliebigkeit kaum zu überbieten ist und lässt die Charaktere diese auch noch wiederholt nacherzählen. Ich habe für das gesamte Buch sehr lange gebraucht - entweder, weil ich es zwischenzeitlich zum Nachdenken weglegen musste oder weil ich vor Langeweile einschlief. Besonders störte mich, dass die Charakter in der Rahmenhandlung einen Großteile ihrer materiellen Probleme spontan dadurch lösen konnten, dass sie entweder - durch nicht weiter ausgeführte Umstände - reich erbten oder der Protagonist ihnen das Leben mal kurzerhand finanzierte. Die verbleibenden philosophisch-ideelen Sorgen sind dadurch sicherlich nicht geringwertiger, in der Realität wären diese aber womöglich von ökonomischen begleitet (Eines von vielen Beispielen: S. möchte keine Ärztin mehr sein und muss sich kurzerhand neu erfinden. Die Umorientierung ist ausschließlich eine - durchaus schwere - Identitätsfrage, wo doch für die meisten in Realität noch mehr daran hinge).











