19. Feb.
Rating:3

Das Buch handelt von der 13-jährigen Jessica Vye. Zu Beginn des Buches kommt ein Schriftsteller "Mr. Hanger" in Jessica´s Schule, um mit den Mädchen darüber zu reden, wie man Schriftsteller wird. Jessica, damals noch 10 Jahre alt, gab ihm ihre bisherigen Schriftstücke mit. Er versprach sie zu lesen. Erst als die Familie umzieht, da der Vater (vorher Lehrer) als Geistlicher in Cleveland arbeiten muss, erhält sie eine Antwort. Der Autor sagt ihr, dass sie eine richtige Schriftstellerin sei. Das ermutigte Jessica sehr. Ihre Geschichte spielt in der Zeit des Nationalsozialismus. Es wird deutlich, dass sie nicht sehr beliebt ist. Sowohl bei ihren "Freunden", als auch bei ihren Lehrern. Jessica ist brutal ehrlich und hat die "Gabe", die Gedanken ihres Gegenüber zu lesen. Der erste Teil beschäftigt sich hauptsächlich damit, dass die Lehrer sich auf Jessica eingeschossen haben. So bekommt Jessica 3 Tadel an einem Tag. Auch geht sie einmal nicht den vorherbestimmten Weg zur Schule zurück und trifft dort auf einen Migranten, vor dem sie keine Angst hat. Ihre Lehrerin würdigt ihre Schreibkunst nicht, sie sei zu fantasievoll und gelogen. Sie trifft auf Mrs. Philemon, eine Lehrerin für die großen Schüler. Die beiden verstehen sich gut und Mrs. Philemon setzt sich für Jessica ein. Im zweiten Teil wird Jessica von Mrs. Fanshawe-Smithe (Die Frau des Chefs von Jessica´s Vater) über die Weihnachtstage zu einem Fest eingeladen. Jessica wurde von ihrer Mutter dazu gezwungen hinzufahren. Man merkt sehr schnell, dass sie sich zwischen all den Internatsschülern nicht wohl fühlt. Bis sie dann auf Christian trifft. Es scheint Liebe auf den ersten Blick, für Jessica, zu sein. Er interessiert sich vielmehr für ihren Vater. Der seiner Meinung nach ein Kommunist ist. Ihr Vater arrangierte sogar ein Treffen für sie und ihn. Christian wollte Jessica beweisen, dass die Hölle los ist. Sie nahmen den Zug Richtung Dunedin Street. Dort angekommen wollte Christian sofort zurück, da ihnen gesagt wurde, dass die Sirenen für einen Luftangriff ertönten. Aber ein Luftangriff an einem Sonntag und dann noch am hellichten Tag? Nach dem Angriff war ein dreiviertel der Dunedin Street zerstört. Tage später besuchte Mrs. Fanshawe-Smithe die Vye-Familie um zu erfahren, wie es Jessica ging.Christian sei unter Schock und Jessica´s Mutter wusste nichts von dem Luftangriff. Jessica schrieb wie im Traum ein Gedicht, danach schlief sie fast mehrere Tage über. Das dritte Kapitel umfasst ein Gedichtwettbewerb für die "Times". Jessica haderte sehr lange mit sich, gibt aber am letzten Tag das Gedicht doch noch ab. Mrs. Philemon soll entscheiden, ob es abgeschickt wird.Die Hoffnung stirbt, da an diesem Tag die Schule und der Briefkasten ausgebombt wurden. Jessica liest sehr vielin der Bibliothek. Auch ein Buch über Mörder, als die Bibliothekarin das merkte, gab sie ihr ein anderes Buch. Sie fand das Buch echt schrecklich, sie sah nach wer der Verfasser war. -Mr. Hanger-, der ihr sagte, sie sei eine Schriftstellerin. Danach zweifelte sie an sich. Bald darauf wurde bekannt gegeben, dass sie den Wettbewerb gewonnen hatte. Sie kaufte sich von dem Preisgeld ein BIld, welches sie den freundlichen Menschen in der Dunedin Street schenken wollte. Dazu sollte es aber nicht kommen. Als sie gegen 11 Uhr abends mit dem ZUg ankam, erwarteten ihre Eltern sie schon voller Sorge. Jessica kam zu dem Schluss, dass sie glücklich war.

Weit weg von Verona
Weit weg von Veronaby Jane GardamHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
4. Sept.
Rating:3

„Weit weg von Verona“ wird in der Ich-Form aus der Sicht der 13-jährigen Jessica Vye erzählt. Das junge Mädchen wickelt den Leser mit ihrem Charme und ihrem trockenen Humor schnell um den Finger. Bereits auf den ersten Seiten musste ich über ihre Anekdoten mehrmals lachen, so dass ich mir sicher war, mit diesem Roman eine gute Wahl getroffen zu haben. Leider war ich nach den ersten 50 Seiten dann doch nicht mehr so überzeugt. Sicherlich, Jessica bleibt absolut liebenswert aber die Geschichte selbst ist so ruhig, dass sie mir phasenweise langatmig erschien (falls man bei einem 240 Seiten Buch von langatmig sprechen kann). Wenn mir beim Lesen die Augen zufallen und meine Konzentration immer wieder nachlässt, dann sind das Zeichen für sinkendes Interesse. Es war schon amüsant zu sehen, in welche kuriosen Situationen Jessica sich immer wieder manövriert. Die Erwachsenen in ihrem Umfeld werden so beschrieben, wie sie wohl nur eine 13-jährige wahrnehmen kann. Ich denke, vielen Teenagern erscheinen Eltern, Lehrer etc. wie eine andere Spezies, deren Verhalten und Äußerungen nur schwer zu durchschauen sind. Die Handlung selbst ist ohne große Besonderheiten, wenn man von einem Luftangriff einmal absieht. Ansonsten handelt die Geschichte von Ärger in der Schule, einer Einladung zu einem Hausfest und einem Gedichtwettbewerb – eben die alltäglichen Dinge in Jessicas Leben. Dies alles wurde so erzählt, dass kein wirklicher Höhepunkt zu erkennen ist. Das Buch beginnt wahllos an einem beliebigen Tag und endet genauso zufällig. „Weit weg von Verona“ kann man sich schon einmal durchlesen, in Erinnerung bleiben wird es mir jedoch nicht.

Weit weg von Verona
Weit weg von Veronaby Jane GardamHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
18. Juli
Rating:2

In "Weit weg von Verona" von Jane Gardam ist ein Roman in dem es um ein junges Mädchen names Jessica Vye geht. Die Geschichte ist aus der Ich-Erzähler Perspektive geschrieben und spielt während dem 2. Weltkrieg. Jessica ist ein sehr aufgewecktes Mädchen, das immer sagt was sie denkt. Sie ist sehr eigensinnig und scheint vieles zu reflektieren und nachdenklich zu bewerten. Anfangs ist es mir schwer gefallen in die Geschichte hineinzukommen. Ich denke es lag größtenteils daran, dass es das Hörbuch war und Jessica ein ziemlich einzigartiger und irgendwie vorlauter Charakter ist. Die Erzählweise war für mich doch sehr ungewohnt. Zum einen kindlich, zum anderen aber auch so weise und nachdenklich, dass es etwas verwirrend war. Teilweise hat für mich also dieses Bild einer 13 Jährigen nicht zu dem gepasst, was erzählt wurde bzw. wie sie spricht. Generell fand ich das Hörbuch sehr gelungen und ich denke Vanessa Loibl hat hier gute Arbeit geleistet. Leider konnte ich mich mit Jessica nicht identifizieren und fand es teilweise schwierig ihrer Geschichte mit genug Aufmerksamkeit zuzuhören. Ich denke hier wäre es für mich persönlich besser gewesen das Buch zu lesen und nicht nebenher beim Hörbuch hören abgelenkt zu werden. Zudem konnte ich keinen roten Faden in der Erzählung erkennen und einen Spannungsbogen gab es für mich auch nicht. Trotzdem finde ich die Geschichte interessant geschrieben und einzigartig. Leider kam sie nur bei mir nicht so gut an, wie ich aufgrund der Leseprobe gehofft hatte.

Weit weg von Verona
Weit weg von Veronaby Jane GardamHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG