The gorgeous cover made me buy it. Up to page 255 a clear 5 star read about a village sought-after by the plague, about people's loss and perseverance. And then a 180 turn down the kitschy drain. Why???
Hervorragendes Buch
Die Geschichte von Anna und ihrem Dorf ist Atemberaubend. Ich habe es sehr genossen dieses Buch zu lesen und werde, denke ich, noch mehr von Geraldine Brooks lesen. Es kommen natürlich unangenehme Themen, wie Kindertod (und vieles anderes was zu den Zeiten leider "üblich" war) vor. Und das nicht selten, aber wenn man ein Buch mit dem Namen "das Pesttuch" liest, sollte man nicht überrascht sein. Was mich allerdings positiv überrascht hat, war der Mix aus Präzision, Gefühl für und wissen über das was geschehen ist, sowie einem Repertoire großartiger schreibkunst. Es ist keine Autobiographie, aber eine Geschichte einer Frau, die es so sicher mehr und weniger gab. ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Klare Leseempfehlung für die, die Faszination, Neugierde oder andere Art von Interesse an diesen Themen haben!
Ein englisches Bergarbeiterdorf im Jahr 1666. Anna Frith ist erst 18 Jahre alt und doch schon Mutter zweier Kinder und Witwe eines Bergarbeiters. Um ihr Einkommen zu sichern, vermietet sie ein Zimmer an einen fahrenden Schneider. Was beide nicht wissen: Der Stoff, den der Schneider mitgebracht hat, ist verseucht mit Flöhen, die den schwarzen Tod mit sich bringen: die Pest. Es ist schon ein wenig seltsam, welche Faszination Geschichten von Seuchen, insbesondere der Pest, auf uns ausüben. Insbesondere, wenn wir gerade selbst eine Pandemie erleben. Vielleicht ist es ein wenig tröstlich, dass alles noch viel schlimmer sein könnte. So kommt mir bei der Lektüre einiges bekannt vor: Das Dorf begibt sich komplett in Quarantäne, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Bemerkenswert ist, dass die Dorfbewohner es aus eigenen Stücken tun und dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Eine solche Maßnahme heute: kaum denkbar. Was nicht heißen soll, dass die Dorfbewohner vorbildlich sind. Etwa werden die örtlichen Kräuterfrauen, wie das im 17. Jahrhundert keine Seltenheit war, der Hexerei verdächtigt. Die junge Protagonistin, die in Diensten des Pfarrers und seiner Frau steht, erzählt uns die Geschichte des Pestjahres aus der Ich-Perspektive. Trotz ihrer geringen Bildung stellt sie – zusammen mit dem Pfarrerehepaar – die Stimme der Vernunft da. Geraldine Brooks lässt sie ihrer Zeit voraus sein, Gedanken der Aufklärung denken: „Perhaps the Plague was neither of God nor the Devil, but simply a thing in Nature, as the stone on which we stub a toe.“ … „If we balanced the time we spent contemplating God, and why He afflicted us, with more thought as to how the Plague spread and poisoned our blood, then we might come nearer to saving our lives.“ (Seite 215) Ein Gedanke, der angesichts der zahlreichen unsäglichen Verschwörungstheorien immer noch völlig aktuell ist. Auch feministische Themen kommen zur Sprache, etwa die Folgen von Ehebruch und ungewollte Schwangerschaften sowie männliche Scheinheiligkeit. So wird der Roman aus dem Jahr 2001 zu einem topaktuellen, faszinierenden Lesestoff in sehr ansprechender Sprache. Lediglich am Ende trägt Brooks für meinen Geschmack ein wenig zu dick auf, das fand ich nicht so sehr glaubwürdig.
It is a gripping story that draws you into the life of Anna, a young woman who loses what is most precious to her to the Black Death, as does the little village she lives in. During this year of wonders, she discovers her own strength and survives. Great story, lovable characters.



