33/2026 Das wichtige, ernste Thema verliert an Glaubwürdigkeit
Ich konnte leider mit der esoterisch, übersinnlichen Art wie die letzten Stunden einer als Hexe zum Tode verurteilten Frau erzählt wurden nicht so viel anfangen. Grundsätzlich hätte ich ihre Geschichte interessant gefunden. Es fällt mir schwer ein Fazit zu ziehen und so verbleibe ich erstmal ohne Bewertung.
Update: Das Buch löst in mir einen unangenehmen Nachhall aus. Feminismus wird hier mit Männerhass verwechselt. Und statt vernünftig aufzuarbeiten, was Frauen in Hexenprozessen angetan wurde, wird durch diesen Astralreisen Aspekt alles ungewollt(?) ins übernatürliche, schwurbelige versetzt. Dadurch verliert ein wichtiges und ernstes Thema an Glaubwürdigkeit.
eBook/Print (Bücherei)
Ein Buch zum Hineinschauen in die Vergangenheit und in die Situation eines besonderen Menschenlebens
Ich bin mir nicht sicher, ob mir das Buch in Originalsprache besser gefallen hätte. Die Dialoge waren irgendwie komisch. Die erzählenden Passagen haben mir gut gefallen. Ich kannte die Geschichte von Geillis zuvor noch nicht und mir hätte es gereicht, wenn nur ihre Geschichte erzählt wird. Andererseits finde ich es schön, dass die Autorin eine Aufarbeitung stattfinden lassen möchte, leider konnte ich mich da nicht ganz reinfühlen und habe ihre Art das umzusetzen nicht so ganz verstanden. Trotzdem finde ich es wichtig sich mit der Thematik zu beschäftigen und vor allem um einen Einblick in die Verfolgung von Frauen zu erhalten, lohnt sich das Buch sehr.
Nun ja. Ich muss zugeben das Buch hatte etwas, aber doch zu wenig für meinen Geschmack. Eine Hexe der Gegenwart zaubert sich in einen Astralkörper in die Vergangenheit zu einer anderen Hexe die auf ihre Hinrichtung wartet. Eigentlich interessant. Der Schreibstyl war mir doch an einigen Stellen zu verwirrend und zu ungewohnt. Manchmal driftete ich einfach ab und las nur noch Worte ohne sie aufzunehmen. Ich war nah dran aufzuhören ( zum glück ist es ein relativ kurzes Buch) dass hinderte mein Gewissen daran abzubrechen. Überraschenderweise hatte das Buch ziemlich feministische Anmerkungen was ich sehr cool fand. Jedoch auch an einigen Stellen etwas kritisch da es mir zu sehr eher auf Hass gegenüber Männern porträtiert wurde und nicht an den Zusammenhalt oder Gleichberechtigung der Frauen. Wer etwas kurzes lesen will was auch mal etwas komplizierter ist darf es gerne lesen. Muss man aber nicht zwingend.
Historischer Roman, Hexen, Feminismus - klingt nach dem perfekten Buch für mich. Aber was habe ich bekommen? Ein Buch, das mich zurückgelassen hat mit der Frage: Warum eigentlich?
Der Plot klingt erstmal spannend: Eine Frau aus der Gegenwart (bzw. ihr Astralkörper) reist 500 Jahre in die Vergangenheit, um einer 15-jährigen Hexe, die auf ihre Hinrichtung wartet, beizustehen. Doch statt Magie, Aufstand oder auch nur einer klitzekleinen Rebellion gibt’s... nichts. Wirklich nichts. Ausser ein bisschen Gejammer über die Männerwelt, das wie folgt zusammengefasst werden kann: „Männer waren scheisse, sind scheisse und werden immer scheisse bleiben.“
„Die Stimme einer Frau ist ein Fluch. Sie muss lernen, die Männer ständig zu lobpreisen. Tut sie es nicht, ist sie eine Bedrohung.“ (Zitat)
Ja, Männer hatten im Jahr 1591 (und oft auch heute) zweifellos massive Probleme mit Frauen, die sich nicht in ihre patriarchalen Strukturen pressen lassen wollten. Aber dieses Buch bringt uns weder Erkenntnisse noch Veränderung – weder für die Charaktere noch für uns Leser.
Was mich am meisten frustriert hat? Die komplette Logik des Buches fehlt. Eine Zeitreise, die nichts verändert. Eine 15-jährige, die ihrem Tod ins Auge blickt, aber trotzdem mal eben einen tiefsinnigen Bonding-Moment mit einer Frau aus der Zukunft hat, die darüber jammert, dass es ja heutzutage nicht besser ist. Da fällt mir nicht mehr viel zu ein.
Und das Ende macht alles noch schlimmer, anstatt die Geschichte vielleicht noch rum zu reissen.
Das Buch versucht, feministische Themen anzusprechen, aber dabei bleibt es leider. Es gibt keine Kämpfe, keine Auflehnung, keine Vision. Stattdessen ein resigniertes Schulterzucken à la: „Tja, Männer sind halt so.“ Ich sage es mal ganz ehrlich: Das ist mir zu wenig. Es gibt so viele bessere Bücher über Frauenrechte, Hexenprozesse und die Stärke von Frauen, die für Veränderung kämpfen. Dieses Buch ist kein Beitrag zur Diskussion – es ist ein resignierter Monolog ohne Aussage.
Fazit: Ein Buch, das niemand braucht
„Hexen“ ist keine Geschichte über Hexenprozesse, sondern eine Aneinanderreihung von Gedanken. Weder der Klappentext noch die Beschreibung halten, was sie versprechen. Die wenigen Seiten habe ich nur durchgestanden, weil das Buch so kurz ist. Ein Stern von mir, weil die Sprache schön ist.
Puh, dieses Buch hat mir ganz schön zugesetzt. Ich hätte wegen Geillis' Hilflosigkeit und der Arroganz der Männer schreien können!
Hier wird die Demütigung der Frauen gezielt auf den Punkt gebracht.
Soooo viel Leid! 😥
Das Buch ist ziemlich kurz. Hätte ich jedoch mehr davon ertragen?
Jenni Fagan schuf eine besondere Atmosphäre.
Ohne tiefere Einführung in die Charaktere und mit nur wenigen Erklärungen zum Hintergrund taucht sie direkt in das Herz der Geschichte ein und konzentriert sich auf das Gespräch zwischen einem jungen Mädchen, das wegen "Hexerei" zum Tode verurteilt wurde, und einer modernen "Hexe", die durch den Äther reist, um dieses einsame Kind in seinen letzten Stunden zu treffen.
Es dauerte einige Seiten, bis ich mich an die Art und Weise gewöhnt hatte, wie Jenni Fagan ihre Zeitlinie und ihren Kommunikationsstil gestaltet.
Viele kurze Sätze, fast wie ein gekürtztes Transskript. Viele unausgesprochene Worte, die wir durch Schweigen und Wissen über das Nichtgesagte aufnehmen.
Es war - interessant. Und an manchen Stellen hat es mich tief berührt und an noch mehr hat es mich wütend gemacht, mich voller Empathie und Fassungslosigkeit über die Verbrechen der Männer zurückgelassen.
Es geht nicht so sehr um eine Romanartige Ausschreibung einer Handlung, oder historische Fakten.
Es ist eine POETISCHE Struktur und ein Kunstwerk, das die Wahrheit über die Episode der grausamen Verbrechen an Frauen ausmalt. Sie ist noch nicht vorbei. Nirgendwo.
Eine Empfehlung.
Jenni Fagan created a special atmosphere.
Jumping right into the heart of the story with no further introduction to the character and little explanation to any background,
the book focused on the conversation between a young girl sentenced to death by "witchcraft" and a "witch" of modern times traveling through the aether to meet this lonely child in her last hours.
I needed some pages to warm up with the way Jenni Fagan set her time line and her style of communication.
Many short sentences, almost like a shortened transcript.
Many unspoken words we soak in through silence and knowing.
It was - interesting. And at parts it deeply moved and angered me and left me in agony flooded with empathy bewildered by the crimes of men.
However it focuses less on any storyline or historical facts.
It is a POETIC setup and a piece of art that paints the truth about the times of horiffic crimes against women. They're not over. Nowhere.
A recommendation.
"Wenn der Staat weniger tote Frauen wollte, wäre er mehr hinter unseren Mördern her." [S. 31]
Als an Hexenverfolgung Interessierte, konnte ich nicht umhin nach zahlreichen gelesenen (positiven) Rezensionen auch zu "Hexe" von Jenni Fagan zu greifen, um mir mein eigenes Bild darüber zu machen.
Die Autorin bedient sich der Figur der jungen Magd Geillis Duncan, die im 16. Jahrhundert in Schottland als Hexe angeklagt und in North Berwick gehängt wurde.
In ihrem Kerkerverlies erhält sie in der Nacht vor ihrer Hinrichtung Besuch von Erin - aus unserem Zeitalter - die durch eine Astralreise zu Geillis gelangt.
Im gegenseitigen Austausch vertrauen sie sich ihre jeweilige Geschichte an.
Der als Magd tätige, 15-jährigen Geillis wird es zum Verhängnis, dass sie sich mit Kräuterheilkunde auskennt und angeblich nachts das Haus verlassen hat.
Unter entsetzlicher Folter durch ihren Dienstherrn und weitere einflussreiche Männer der Oberschicht, gesteht sie schlussendlich die ihr angekreidete Hexerei.
Doch auch Erin ist 400 Jahre weiter noch der Macht der Männerwelt ausgesetzt. Nach wie vor gibt es Vergewaltigungen und Unterdrückung/Kleinhaltung durch das andere Geschlecht.
Das mit 144 Seiten relativ schmale Buch passt sich durch die eher altmodische und poetische Sprache an die Begebenheiten der damaligen Zeit an und liest sich im ersten Moment erst einmal gewöhnungsbedürftig,
vermittelt einem aber dann sehr ausdrucksstark, dass Frauen früher (Geillis), sowie heute (Erin) nach wie vor von Männern unterdrückt und gemaßregelt werden und das es wichtig ist zusammen zu stehen/halten, um sich stark zu machen.
Insgesamt ist die Geschichte durch den Schreibstil sehr besonders und auch wenn dieser anfangs etwas irritiert, durch das Schicksal der Frauen sehr eindringlich.
Für Freunde von historischen Begebenheiten und experimenteller Erzählweise spreche ich eine Empfehlung aus.
Geillis Duncan gab es übrigens wirklich und ich fand auch die Interneteinträge über sie spannend zu lesen, um noch mehr Informationen über die Person an sich zu erhalten.
Jenni Fagan erzählt die Geschichte von Geillis Duncan und damit auch stellvertretend für die tausenden von Frauen, die gefoltert und als Hexen verbrannt wurden.
Der feministische Roman erzählt die letzten Stunden von Geillis, die am 4. Dezember 1591 am Galgen starb. Um Mitternacht betritt Iris ihre Zelle, aus dem Äther, durch eine Seance, kommt sie aus dem 21. Jahrhundert, um ihr beizustehen. Sie erzählen sich ihre Geschichten und keine davon ist gut. Sie handeln von Machtmissbrauch und körperlichen Übergriffen. Von Blossstellung und, in Geillis Fall, von Verleumdung und Folter. ":Was macht denn ihr Frauen in Hunderten von Jahren, Iris aus dem Äther? " "Wir sehen uns viel zu oft furchtsam um.""
Mal haben die Frauen die "falsche" Hautfarbe, mal die "falsche" Figur. Oder sind einfach nicht demütig genug. "Die Stimme einer Frau ist ein Fluch. Sie muss lernen, die Männer zu lobpreisen. Tut sie es nicht, ist sie eine Bedrohung." Denn auch im 21. Jahrhundert sind Frauen immernoch vielfach männlicher Gewalt ausgesetzt.
Das Buch ist auf außergewöhnliche Art geschrieben und nicht immer ganz leicht zu lesen. Vor allem ist es aber eine schmerzhafte und grausame Geschichte, die nicht leicht auszuhalten und sehr eindrücklich ist.
Leseempfehlung für alle, die sich mit Hexenverfolgung und ein bisschen übersinnlichem auseinandersetzen wollen.
Eindringlich und intensiv beschreibt Fagan in einer sehr poetischen Sprache die letzten 24 Stunden im Leben der Geillis Duncan, die als Frau gefoltert und gehängt wird. Alles unter dem Deckmantel, sie wäre eine Hexe.
Für jede Frau, die aufwachen und erkennen muss, dass das Leben für Frauen auch heutzutage noch untragbar ist!
Hexe, ist ein Roman den man in seiner Seele spürt. Die Ungerechtigkeiten, Lügen und Opfer- Täter Umkehr zur Zeiten der Hexenverfolgung sind denen zu unserer Zeit noch sehr ähnlich.
Die Geschichte von Geillis Duncan und Iris zeigt Dies auf so drastische und tragische Weise . Auch das Problem, dass viele Frauen nicht für einander einstehen, Rückgrat beweisen und aus Angst nicht die Ketten des Patriarchat sprengen, wird einem sehr gut vor Augen geführt.
Wir sind längst noch nicht gleichberechtigt, solange Femizide, Verge... Etc nicht richtig bestraft werden. Solange das Gesetz und die Gesetzgeber die Täter aktiv schützen und unterstützen. Solange wir Frauen "selbst schuld sind" an dieses Taten. Zur Zeiten der Hexenverfolgung haben sich Männer und misogyne Frauen Geschichten ausgedacht um andere Frauen aus Habgier, Eifersucht oder einfach wegen Machthungers los zu werden. Heute wird uns erzählt wir wären selbst schuld an den schrecklichen Taten die uns zugefügt werden, wir waren im Dunkeln alleine draußen, hatten einen zu kurzen Rock an, haben uns von einem Partner getrennt, dem falschen vertraut... Diese Liste ist unfassbar lang.
Dieses Buch lässt einem bewusst werden wo wir als weiblich gelesene Person im Jahre 2025 leider immer noch stehen, und zwar nicht auf der gleichen Stufe wie Männer!
Kann ich jedem empfehlen, der seine innere Hexe finden und herauslassen möchte!
Geillis Duncan ist gerade einmal 15 Jahre alt, als sie 1591 in dieser dunklen dreckigen Zelle auf ihre Hinrichtung wartet. Es ist die letzte Nacht, bevor sie der Henker hängen wird.
In diesen schweren Stunden erscheint Iris aus der Zukunft in der Zelle.
Jenni Fagan gelingt hier ein ganz besonders kraftvoller Text. Denn sie lässt die beiden Frauen miteinander sprechen. Geillis erzählt ihre Geschichte, die geprägt ist von Hetze und Verleumdung, von schlimmster Folter und dem erzwungenen Geständnis, das sie letztlich das Leben kosten wird. Iris wiederum erzählt, dass auch in der Zukunft, aus der kommt, Frauen für das, was sie sind und wofür sie einstehen, verachtet, verfolgt oder getötet werden.
Ein beeindruckender und gleichzeitig erschütternder Text, ein Gedankenexperiment, das zeigt, dass sich einiges auch nach vielen hundert Jahren für die Frauen nicht geändert hat.
"Ich würde dir gern versichern, dass der Frauenhass in fünfhundert Jahren nicht mehr von unangenehm bis tödlich reicht, doch das kann ich nicht."
Feminismus und Aufklärung, sowie das Andenken an jene aus den Hexenverfolgungen sind wichtig.
Allerdings liest sich das Buch leider wie eine Hetze gegen das männliche Geschlecht und der Geschichte der Geillis Duncan wird durch den fiktiven Teil des Romans die Wichtigkeit entzogen.
Es mag an der Übersetzung liegen, denn auch das Gedicht am Ende des Buches liest sich teilweise zusammenhangslos.
Dies zieht sich durch das gesamte Werk.
Ich bin leider nicht überzeugt vom Buch. Auch wenn es interessant war, den Weg einer "Hexe" zum Galgen zu verfolgen, hat sich mir bis zum Ende der Sinn des Buches nicht erschlossen.
Eine Frau reist durch die Zeit, um einer anderen die Nacht vor ihrer Hinrichtung beizustehen.
Und in dieser Nacht widmen sich die Frauen in Gesprächen den unterschiedlichsten und auch teils traurigsten Themen.
Eigentlich hätte ich schon bei dem Verlag wissen können, dass ich vom Stil her allerdings nicht so warm werde mit dem Buch. Denn alles was ich aus diesem bis jetzt gelesen habe, war durchwegs recht schwer zu lesen. Vermutlich passt diese Art des Kammerspiels aber perfekt zum schwierigen Thema der Hexenverfolgung.
"Hexe" von Jenni Fagan ist eine eindrucksvolle und düstere Novelle, die die Geschichte von Geillis Duncan, einer Frau, die 1591 in Edinburgh als Hexe verurteilt und hingerichtet wurde, neu erzählt. Die Handlung spielt in der letzten Nacht von Geillis' Leben, als sie in ihrer Zelle auf ihre Hinrichtung wartet. In dieser Nacht erhält sie Besuch von Iris, einer Frau aus dem Jahr 2021, die durch eine Séance und astrale Reisen mit Geillis in Kontakt tritt.
Fagan gelingt es, die Schrecken der Hexenverfolgung und die Brutalität der Folter eindringlich darzustellen. Die Dialoge sind oft ohne Interpunktion, was das Lesen erschwert und die Unmittelbarkeit und das Chaos der Situation verstärkt. Die Novelle ist durchdrungen von Wut und Verzweiflung, sowohl von Geillis als auch von Iris, die die Ungerechtigkeiten und die patriarchale Gewalt anprangern.
Einige Leser könnten die ständige Präsenz von Wut und die düstere Atmosphäre als überwältigend empfinden. Die zarten Momente zwischen Iris und Geillis bieten nur wenig Trost inmitten der allgegenwärtigen Hoffnungslosigkeit. Dennoch ist "Hexe" eine kraftvolle Erzählung über weibliche Solidarität und den Kampf gegen patriarchale Unterdrückung.
Eine machtvolle, ungeschönte Botschaft, die vor 500 Jahren genauso aktuell war wie in der Gegenwart. Verpackt in einem magisch, lyrischen Text, gespickt mit wahren, historischen Ereignissen. Stellenweise zu esoterisch für meinen Geschmack.
Geillis Duncan wurde zum Tode verurteilt. In ihrer letzten Nacht sitzt die angebliche Hexe im Verließ tief unter Edinburgh. Die Hexe Iris kommt aus der Zukunft zu ihr, um ihr Gesellschaft zu leisten und so spenden sich die beiden Frauen gegenseitig Trost.
Ich habe „Hexe“ in der englischen Version gelesen und mir ist vor allem die unglaublich schöne, poetische Sprache aufgefallen, in welcher der Text geschrieben wurde. Teilweise hatte das Buch geradezu lyrische Qualität und ich habe es einfach nur geliebt, in die Worte einzutauchen. Ich hoffe sehr, dass dies in der deutschen Übersetzung erhalten bleibt.
Die Geschichte selbst ist rätselhaft und es wird nicht viel erklärt. An manchen Stellen war ich verwirrt, doch es ist dennoch leicht, sich einfach zwischen den Worten zu verlieren. Nur am Ende hat mich dieser Umstand sehr gestört. Ich hatte das Gefühl, über die Poesie und die Botschaft hat der Text seine Charaktere völlig vergessen und ich konnte mir einiges einfach gar nicht mehr erklären.
Dennoch war eben diese Botschaft stark genug, um dies wieder auszugleichen. Vordergründig geht es um die Hexenverfolgung, durch welche in Schottland und auch in anderen Ländern viele unschuldige Frauen ermordet wurden. Doch schnell zeigen sich Parallelen zur Gegenwart. Dieses Buch kreidet eigentlich die Missstände an, welche es bis heute immer noch gibt.
Fazit:
„Hexe“ ist eine absolut lesenswerte Novelle, welche eine wichtige Botschaft hat und deren poetischer Schreibstil ihre größte Stärke ist. Ich hätte mir nur gewünscht, dass sie nicht gegen Ende ihre Charaktere darüber vergessen hätte.