27. Feb.
Rating:4

Ein Buch wie ein alter Ganovenfilm ... gaaanz viel Atmosphäre, coole Charaktere und rauchende Kanonen. Meist passiert lange nicht viel, bis es dann zum großen Knall kommt. Mir hat's getaugt.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
25. Okt.
Rating:3

Ein durchwachsener Tanz durch Harlem – Colson Whitehead entführt mich in die 1960er Jahre, doch diesmal will der Funke nicht überspringen. Atmosphärisch stark, emotional aber distanziert.

Als ich die Seiten von „Harlem Shuffle” umblätterte, fühlte es sich an wie ein Spaziergang durch ein faszinierendes Viertel, die Kulisse beeindruckend, die Atmosphäre dicht, doch irgendwie blieb ich draußen vor den Schaufenstern stehen, statt wirklich einzutreten. Ich bin ein Fan von Colson Whitehead. Seine Bücher haben mich bisher immer mitgerissen, mich in ihre Welten gezogen und nicht mehr losgelassen. Diesmal war es anders. Ich folgte Ray Carney durch das Harlem der 1960er Jahre, beobachtete sein Doppelleben zwischen anständigem Möbelhändler und Hehler, doch eine echte Verbindung entstand nicht. Die Figuren blieben mir seltsam fern, manchmal sogar gleichgültig. Das Lesevergnügen, das ich sonst bei Whitehead empfinde, wollte sich nicht einstellen. Was funktioniert hat, die Atmosphäre. Whitehead zeichnet ein lebendiges, authentisches Bild von Harlem. Die Straßen, die Geräusche, die Spannungen, alles sitzt. Auch die Auseinandersetzung mit Rassismus und gesellschaftlichen Unruhen dieser Zeit wird präzise und eindrücklich thematisiert. Man spürt das Viertel, man riecht die Epoche. Was mich störte war die Schreibweise. Whitehead springt mittendrin in der Zeit, ohne dass es sich organisch anfühlte. Diese Zeitsprünge rissen mich immer wieder aus dem Lesefluss, machten das Vorankommen anstrengend statt spannend. Ich vermisste den Sog, den seine anderen Romane auf mich ausübten, dieses Gefühl, nicht mehr aufhören zu können. Am Ende fühlte sich „Harlem Shuffle” für mich an wie ein kunstvolles Gemälde, das ich bewundern, aber nicht betreten konnte. Technisch stark, atmosphärisch dicht, emotional aber distanziert.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
9. Apr.
Rating:4

Having read and enjoyed Nickel Boys and Apex Hides the Hurt already, I generally like Whitehead‘s style. Nevertheless, to finish Harlem Shuffle, I needed quite some time and got distracted with a couple of other books, until it caught me somewhere during its second half. Maybe it‘s due to said reading breaks but I sometimes mixed up reappearing characters within the plot lines that are separated by a couple of years throughout Carney‘s life. Yet, all in all it‘s an interesting, likeable portrait of a man between two worlds. It serves fans of crime fiction and heist stories and also gives insight in black people‘s lives and struggles in New York during the 60s.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
2. März
Rating:3

Das Geschehen beginnt mit Carney, der ein Möbelgeschäft führt, das für ihn alles im Leben ist. Doch leider ist das Geld knapp und immer wieder wird er von seinem Cousin Freddie gefragt, ob er ihn nicht bei einen seiner Überfälle begleiten möchte. Durch das stetig knapper werdende Geld und der der steigenden Verlockung, gibt Carney nach und befindet sich dadurch auf einem absteigenden Weg, auf diesem ihm immer mehr zwielichtige Gestalten aufsuchen. Da das den Grundzügen von Carney wiederspiegelt, wandelt er auf einem sehr schweren Grad zwischen gut und böse und versucht seinen eigenen Weg zu finden. Selbst wenn es sich hierbei um eine vollkommen fiktive Erzählung handelt, spielen dennoch einige wahre Fakten eine große Rolle und sollen dem Leser Einblicke in die Zeit von damals gewähren. Darunter die sozialen Ungerechtigkeiten zwischen der schwarzen und weißen Bevölkerung. So gibt es beispielsweise starke Unterschiede, was das Gehalt, Lebenserhaltungskosten und Wohnraum anbelangen. Die Mieten sind weitaus teurer und die Wohnungen renovierungsbedürftig und sehr stark heruntergekommen. Es ist einem Schwarzen nicht möglich, einen Kredit aufzunehmen und manche haben zu dieser Zeit keinen anderen Ausweg gesehen, als kriminellen Tätigkeiten nachzugehen oder sich selbst durch Sex, Alkohol und Drogen zu betäuben. All diese Dinge spricht Colson in seinem Roman an. Doch nicht nur das, auch werden die Geschehnisse zwischen weißen Cops und Schwarzen näher erläutert. Es werden die Unruhen in der Bevölkerung dargelegt, als die schwarze Bevölkerung anfängt Personen wie Malcolm X nachzueifern, um so für die eigenen Rechte zu kämpfen und für ihre Gleichberechtigung zu kämpfen.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
31. Jan.
Rating:3

Nicht so gut wie andere Colson Whitehead Werke

Colson Whitehead hat mich mit Underground Railroad und The Nickel Boys stark beeindruckt und ich hatte bei Harlem Shuffle ähnliches erwartet. Dem war leider nicht so. Die Geschichte ab und für sich schon ganz interessant, die Umsetzung teilweise schwierig. Viele kommentarlose Zeit und Personensprünge machen es schwer zu folgen und die Geschichte, die durchaus Potenzial hat, wird dadurch schwach

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
7. Okt.
Rating:5

Dies ist ein sehr zugängliches Buch. Es spielt in den 60er Jahren von New York und Ray Carley ist die Hauptperson, die eigentlich nur sein Möbelgeschäft führen möchte aber immer wieder in zwielichtige Sachen hineingezogen wird. Das Buch ist in 3 Abschnitte unterteilt, welche je eine abgeschlossene Geschichte umfassen. Ich finde der Autor ist sehr gut im Atmosphäre schaffen und Backgroundinfos zu erzählen ohne, dass es langweilig wird. Volle Leseempfehlung.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
24. Feb.
Rating:5

1960’er NY Harlem mit allen Seiten. Spannend geschrieben fängt es als Heile-Welt Familien-Saga an zeigt die Abgründe des Rassismuss dieser Zeit und wird zu einem handfesten Gangerster-Roman.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
19. Sept.
Rating:4

Nachdem mich 'Underground Railroad' und 'The Nickel Boys' von Colson Whitehead total umgehauen haben (und für die er berechtigterweise den Pulitzer-Preis erhielt), war klar, dass ich 'Harlem Shuffle' lesen musste. Die Erwartungen waren dementsprechend sehr hoch, und wie das mit hohen Erwartungen so ist, versperren sie einem manchmal die Sicht. Sobald ich mich drauf eingelassen habe, dass 'Harlem Shuffle' ein bisschen weniger ernst und sehr viel weniger erschütternd ist als die beiden genannten Vorgänger, konnte ich es sehr genießen. Wir begleiten den Protagonisten Carney, Möbelhändler und ein bisschen kriminell, durch das Harlem der 60er Jahre. Eigentlich will er rechtschaffen sein und nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten, der ein hoch angesehener Gangster war. Doch so richtig gut klappt das nicht, zum einen wegen seines kriminellen Cousins, der ihn immer wieder mit reinzieht. Zum anderen, da Carney irgendwann einsieht, dass Korruption und Hehlerei notwendig sind, um aufzusteigen und die 'wirklich' erfolgreichen es auch nicht anders machen. Das Buch hat mich immer wieder an Mafia- und Gangsterfilme erinnert, die ich eine Zeit lang sehr gerne geschaut habe. Colson Whitehead schafft es, sehr starke Bilder zu erzeugen und Szenen dadurch sehr lebendig erscheinen zu lassen. Auch gefällt mir, wie er ganz nebenbei immer wieder historische Informationen droppt, wie z.B. die Entstehungsgeschichte des Central Parks. Ich selbst war noch nie in den USA, kann mir aber vorstellen, dass New York-Fans hier noch mehr auf ihre Kosten kommen, da es sich streckenweise wie eine Hymne an die Stadt, bzw. ganz konkret an Harlem, liest. Apropos Historisches: der Autor hat sich ganz bewusst dazu entschieden, die Sprache der 60er Jahre historisch getreu wiedergeben zu wollen, womit vermutlich gerechtfertigt werden soll, dass das N-Wort häufig genutzt wird. Vielen herzlichen Dank an den Hanser Verlag für das Rezensionsexemplar! Dementsprechend: Werbung da Rezensionsexemplar.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
6. Aug.
Rating:4

Ray Carney besitzt im Harlem der 1960er Jahre einen Möbelladen. Sein Vater und viele seiner Bekannten sind Gangster und Kleinganoven, Ray aber versucht, sauber zu bleiben. Wie und ob ihm das gelingt, erzählt vor dem Hintergrund der Rassenunruhen der damaligen Zeit, zeichnet ein authentisches Sittengemälde und Abbild des Lebens im berühmt-berüchtigten New Yorker Stadtteil.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
27. März
Rating:3

Gangstergeschäfte im Harlem der 60er

Colson Whitehead hat es auch in diesem Roman geschafft, vielschichtige Charaktere zu zeichnen, unterhaltsame Dialoge zu schreiben und das Leben eines Kleinganovens in den 60er Jahren anschaulich zu machen. Carneys Hadern zwischen einem rechtschaffenen Leben als Möbelverkäufer und dem stimulierenden Nervenkitzel der Kleinganoverei ist nachvollziehbar und unterhaltsam. Stilistisch gelungen ist der Roman vor allem durch seine Erzählweise, die elegant Gegenwärtiges, Zukünftiges und Vergangenes verbindet. An einigen Punkten wurde mir etwas zu viel erzählt, der Spannungsbogen konnte nicht immer aufrecht erhalten werden. Trotzdem war es toll, zusammen mit Carney auf die nächste Gelegenheit oder die nächste Gefahr zu warten. Meiner Meinung nach nicht Whiteheads stärkster Text aber trotzdem eine interessante Lektüre.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
19. Sept.
Rating:3

>>Was krumme Dinger anging, war Carney eher ein kleines Licht...<< Im schillernden Harlem der sechziger Jahre, wo Gangster, Zuhälter, Hochstapler und Schießwütige die Strippen ziehen, versucht ein Mann aus einfachen Verhältnissen so ehrlich wie möglich aufzusteigen. Doch für Ray Carney gestaltet sich dies viel schwerer als gedacht. Denn so ehrlich er auch sein möchte, hineingeboren in dieses Milieu, ist es umso schwerer sich anderen Wegen zuzuwenden. Und so lockt der ein oder andere Coup, die ein oder andere Möglichkeit an Geld zu kommen, denn zu hause warten Frau und Kinder, und letztlich ist es an ihm die Familie durchzubringen. Thematisch greift Colson Whitehead hier mal eine ganz andere Richtung auf, die mich persönlich sehr neugierig gemacht hat! Neben der Kriminalität lernt man hier Harlem und das Leben dort in den 60er Jahren sehr atmosphärisch kennen, was mir wirklich gut gefallen hat! Ich hatte zeitweise das Gefühl wirklich dort zu sein und Colson Whitehead konnte mir viele Bilder vor das innere Auge zeichnen. Leider gestalteten sich einige Passagen auch etwas zäh, was mich das Buch dann doch auch immer wieder ein bisschen pausieren lies. Insgesamt aber ein solider Roman, den ich mit dem Hinweis auf ein paar Längen empfehlen würde, zumindest all jenen, die die 60er Jahre und Gangster-Geschichten mögen

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb
17. Sept.
Rating:4

Nachdem mich 'Underground Railroad' und 'The Nickel Boys' von Colson Whitehead total umgehauen haben (und für die er berechtigterweise den Pulitzer-Preis erhielt), war klar, dass ich 'Harlem Shuffle' lesen musste. Die Erwartungen waren dementsprechend sehr hoch, und wie das mit hohen Erwartungen so ist, versperren sie einem manchmal die Sicht. Sobald ich mich drauf eingelassen habe, dass 'Harlem Shuffle' ein bisschen weniger ernst und sehr viel weniger erschütternd ist als die beiden genannten Vorgänger, konnte ich es sehr genießen. Wir begleiten den Protagonisten Carney, Möbelhändler und ein bisschen kriminell, durch das Harlem der 60er Jahre. Eigentlich will er rechtschaffen sein und nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten, der ein hoch angesehener Gangster war. Doch so richtig gut klappt das nicht, zum einen wegen seines kriminellen Cousins, der ihn immer wieder mit reinzieht. Zum anderen, da Carney irgendwann einsieht, dass Korruption und Hehlerei notwendig sind, um aufzusteigen und die 'wirklich' erfolgreichen es auch nicht anders machen. Das Buch hat mich immer wieder an Mafia- und Gangsterfilme erinnert, die ich eine Zeit lang sehr gerne geschaut habe. Colson Whitehead schafft es, sehr starke Bilder zu erzeugen und Szenen dadurch sehr lebendig erscheinen zu lassen. Auch gefällt mir, wie er ganz nebenbei immer wieder historische Informationen droppt, wie z.B. die Entstehungsgeschichte des Central Parks. Ich selbst war noch nie in den USA, kann mir aber vorstellen, dass New York-Fans hier noch mehr auf ihre Kosten kommen, da es sich streckenweise wie eine Hymne an die Stadt, bzw. ganz konkret an Harlem, liest. Apropos Historisches: der Autor hat sich ganz bewusst dazu entschieden, die Sprache der 60er Jahre historisch getreu wiedergeben zu wollen, womit vermutlich gerechtfertigt werden soll, dass das N-Wort häufig genutzt wird. Vielen herzlichen Dank an den Hanser Verlag für das Rezensionsexemplar! Dementsprechend: Werbung da Rezensionsexemplar.

Harlem Shuffle
Harlem Shuffleby Colson Whiteheadbtb