
Es tut ihr nicht leid
Fünf Kurzgeschichten um die 88-jährige Schwedin Maud, die bloß vorgibt, gebrechlich und senil zu sein. Einen Rollator nutzt die pensionierte Lehrerin nur zu Dekorationszwecken, um ihre Hilflosigkeit zu untermauern. Dabei ist Maud mit allen Wassern gewaschen und hat so einige Morde auf dem Kerbholz, die sie allesamt als Unfälle inszeniert. Der Aufhänger ist das Maud eine riesige, geerbte Wohnung bewohnt - Was viele Neider auf den Plan ruft. Es geht oftmals darum ihr Eigentum zu verteidigen. Sie ist eine äußerst rüstige alte Dame, die liebend gerne um die Welt reist. Ungewöhnlicherweise löst sie keine Mordfälle, nein sie mordet selbst. Um ihre Opfer tut es dem Leser keinesfalls leid, da sie weder sympathisch sind, noch gute Absichten haben. Mal ist es eine abgehobene Künstlerin, die es auf Mauds Wohnung abgesehen hat, ein anderes Mal der gewalttätige Ehemann einer Nachbarin, oder... lest selbst. Die Kurzgeschichten sind nett und unterhaltsam für zwischendurch. Ich finde Maud selbst nicht allzu sympathisch beschrieben und ihre Fitness würde ich auch eher dem Reich der Fantasie zuschreiben, aber wer weiß. Es gibt nichts was es nicht gibt. Zu Beginn wiederholen die Geschichten immer Mauds Aufhängerstory. Vermutlich weil sie eine Sammlung aus Einzelveröffentlichungen sind.



