Ein deutlich interessanteres, vielschichtigeres und reflektierteres Memoir als jenes von Sanna Marin. Jacinda Ardern gewährt einen ehrlichen Einblick in ihr Leben, ihre politische Laufbahn – und vor allem in ihren Führungsstil, der bewusst anders sein will. Ja, das Buch hat stellenweise Längen. Aber es entschädigt mit einer bemerkenswerten Offenheit gegenüber Selbstzweifeln, Unsicherheiten und einer ausgeprägten Empathie, die Ardern nicht als Schwäche, sondern als politische Ressource begreift. Gerade das macht ihre Karriere so beeindruckend: Wie schafft es eine Frau, die immer wieder an sich selbst zweifelt, an die Spitze der Politik – und bleibt dort menschlich? Besonders spannend sind die Passagen zu den großen Krisen ihrer Regierungszeit: 🌍 Christchurch, 🦠 Covid-19, 👩👧 Vereinbarkeit von politischer Führungsrolle und Mutterschaft. Ardern beschreibt nachvollziehbar, wie sie mit Verantwortung, öffentlichem Druck und moralischen Dilemmata umging – und was sie in dieser Zeit konkret erreicht hat. Ihr Führungsverständnis wirkt dabei konsequent wertebasiert und relational, fern von Machtdemonstration und Ego. Was mir jedoch gefehlt hat: eine noch bewusstere, kritischere Reflexion ihrer Erfahrungen als weibliche Führungskraft. Die strukturellen, patriarchalen Bedingungen politischer Macht werden eher implizit als explizit verhandelt. Gerade hier hätte ich mir mehr analytische Tiefe gewünscht – weniger Zurückhaltung, mehr feministisches Klartextdenken. 👉 Fazit: Ein lesenswertes, inspirierendes Memoir über Führung, Zweifel und Verantwortung – menschlich, klug und nahbar. Kein radikal-feministisches Manifest, aber ein wichtiges Buch über eine andere Art von Macht. 💬✨
Was für eine tolle Politikerin und Frau! Sie hat in kurzer Zeit und verhältnismäßig jung so viel für ihr Land und die Menschen getan. Ich bewundere sie und ihre Politik und habe ihre Autobiografie sehr gerne gelesen. Es würde der Welt sehr gut tun, wenn mehr Politiker*innen und Menschen wären wie Jacinda Ardern. Lest das Buch, es lohnt sich.
Führung geht auch empathisch
Ich bin eher zufällig auf die Biografie von Jacinda Ardern gestoßen und habe das Buch verschlungen. Es lässt sich sehr angenehm lesen und man versteht die politischen Zusammenhänge auch wenn man sich noch nie mit Neuseelands Wahlsystem und Regierung beschäftigt hat. Jacinda erzählt von ihrer Kindheit als Mormonin, wie sie anfing sich politisch zu engagieren und schließlich zur Premierministerin Neuseelands ernannt wurde. Gleichzeitig beschreibt sie auch ihre Ängste und Bedenken zu weich und emotional für ihren Job zu sein sowie nicht anwesend und gut genug als Mutter zu sein - einen Zwiespalt, in dem sich wohl viele Frauen wiederholt finden. Nichtsdestotrotz mach das Buch Mut seinen eigenen Weg zu gehen und für sich einzustehen sowie seinem Gefühl zu vertrauen, dass die eigenen Entscheidungen richtig sind egal was andere darüber denken.
Jacinda Ardern zeigt sehr persönliche Einblicke in ihr Leben, ihre Politisierung, und ihre Werdung der 40. Premierministerin Neuseelands.
Ich habe ihr Werk als Audiobuch verschlungen, vorgelesen von der Autorin selbst, und habe dabei viel gelernt: Über Neuseeland und das politische System, habe mich viel in ihren Werten und Ansichten wiedergefunden und finde es vor allem schön zu lesen, dass es Politiker:innen gibt, die Empathie und Kindness leben. Beeindruckende Frau, beeindruckendes Leben, interessantes Buch!

Jacinda Arden - so mutig u einfühlsam zugleich. Ein sehr inspirierendes Buch für mich als Führungskraft: Die Menschlichkeit als oberstes Gebot
ein must-read!!
ich kannte jacinda ardern aus ihrer zeit als neuseeländische premierministerin und schon damals fand ich ihre person und ihren hintergrund sehr interessant. mit ihrer autobiographie erzählt sie ihre geschichte nun aus eigener perspektive. zunächst erfährt man einiges über ihre kindheit und jugend, über das umfeld in dem sie aufgewachsen ist und über die menschen, die sie geprägt haben. für diesen ersten teil habe ich zwar ein wenig mehr zeit zum lesen gebraucht, aber trocken war er auf jeden fall nicht. den zweiten teil des buches habe ich dann wirklich verschlungen: sie berichtet von ihren anfängen in der politik, erzählt von ihrem aufstieg zur vorsitzenden der labour-partei sowie schlussendlich zur premierministerin und beleuchtet dann ihre arbeit als regierungschefin. besonders gut fand ich, wie deutlich ardern es dabei macht, dass politiker am ende auch menschen sind, die alle neben ihrem beruf auch ein privatleben führen. das macht ardern sehr authentisch und nahbar. zusätzlich fand ich ihre art der führung wahnsinnig inspirierend. das ist ein bedeutend anderes verständnis von leadership als wir es manchmal insbesondere auch in der deutschen politik haben. absolut lesenswert und für mich definitiv ein must-read!!
Eine bewundernswerte Frau schreibt ein sehr persönliches Buch, das Mut macht.

Warum Jacinda Ardern mehr als nur eine Politikerin ist
Politiker-Bücher sind normalerweise nicht mein Ding. Aber A Different Kind of Power hat mich komplett umgehauen. Jacinda Ardern ist nicht irgendeine graue Eminenz, sondern eine echte Powerfrau, die mit Herz und Hirn regiert hat – und das mit einer Leichtigkeit, die fast schon an Zauberei grenzt. Ich meine, wer sonst schafft es, mitten im Krisenchaos (Terror, Vulkanausbruch, Pandemie – klingt fast wie ein Actionfilm) ruhig zu bleiben und gleichzeitig mit Mutterschaft klarzukommen? Spoiler: Jacinda. Das Buch liest sich wie ein Roadtrip durch die Höhen und Tiefen einer Frau, die eigentlich viel zu normal angefangen hat – und dann einfach Geschichte schrieb. Kein bisschen abgehoben, sondern ehrlich, direkt und mit einer Portion Humor, die ich so nicht erwartet hätte. Da wird Führung nicht als harte Machtshow verkauft, sondern als ein Mix aus Mitgefühl, Entschlossenheit und – ja, auch mal Zweifel. Sehr sympathisch. Was ich richtig klasse fand: Dieses Buch ist nicht nur ein politisches Memoir, sondern eine Einladung zum Umdenken. Jacinda zeigt, dass „Führen“ nicht immer laut, dreckig und kompromisslos sein muss. Es geht auch anders – menschlich, mutig, nahbar. Außerdem ist die Übersetzung top – man fühlt sich nicht wie in einer staubigen politischen Abhandlung, sondern wie bei einem guten Plausch mit einer Freundin, die dich motiviert, mehr aus dir rauszuholen. Und der Bildteil? Absolutes Highlight! Da schaut man Jacinda quasi über die Schulter, sieht das echte Leben hinter der Politik. Kurz: Dieses Buch macht Lust auf eine neue Art von Leadership – eine, die vielleicht gerade jetzt dringend gebraucht wird. Ich hab’s mit einem breiten Grinsen zugeschlagen und kann jedem nur sagen: Ran da! Wer auf echte Geschichten, Herzenswärme und ein bisschen Weltrettung steht, wird hier bestens bedient. Fünf Sterne, ganz ohne Wenn und Aber.
Ich muss sagen, dass ich das Buch fast nach 80 Seiten hätte abgebrochen, da die Geschichte ihrer Kindheit zu detailliert und langatmig dargestellt wurde sowie der Lesefluss sich nicht eingestellt hat. Das wäre sehr schade gewesen, denn dann hätte ich ihre politische Laufbahn, die sie sehr informativ, gefühl- respektvoll, menschlich und authentisch dargestellt hat nicht lesen können. Sie schreibt auch über die vielen Krisen während ihrer Amtszeit u. a. das Attentat von Chistchurch im März 2019, wobei 51 Menschen dur ch einen Attentäter mit einer Schnellschusswaffe ermordet wurden. Ziemlich schnell hat sie ein neues Gesetz mit entsprechenden Konsequenzen erlassen: zunächst mit einer Frist von einem halben Jahr sollten alle die Schnellschusswaffen haben, diese freiwillig abgegeben, dafür finanzielle Entschädigung bekommen, und wer das dann nicht tat innerhalb dieser Frist, mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Auch Covid war in ihrer Amtszeit... Ein großes Thema war natürlich auch ihre Rolle als Mutter und Frau. Auch hier spricht sie häufig ihre Gefühle und manchmal auch Zerrissenheit, auch wenn sie viel Unterstützung hat durch ihren Mann und Familie hatte. Ein Zitat möchte ich anbringen welches sie als Frau erlebt, als sie sich mit Finnlands Ministerpräsidentin traf und ein Journalist folgende Frage stellte:"Viele Leute werden sich fragen ob sie beide sich nur treffen, weil sie im ungefähr gleichen Alter sind und viele Gemeinsamkeiten haben "... Sie unterbrach den Journalisten und wollte wissen ob irgendjemand Barack Obama und John Key, den ehemaligen Premierminister Neuseeland gefragt hätte, ob sie sich nur getroffen hätten weil sie im ungefähr gleichen Alter waren..." Finnlands Premierministerin sagte sie hätte ihm am liebsten geantwortet dass sie sich gegenseitig die Haare gefochten haben statt über Außenhandel zu sprechen... Insgesamt nach den ersten 80 Seiten sehr interessant, authentisch und informativ zu lesen mit viel Einblick ins Leben einer Politikerin
Großartige Biographie. Es wirkt ehrlich und authentisch. Jacinda Ardern ist sehr inspirierend.










