Nicht jede Geschichte hat mich gleich abgeholt, manches fand ich richtig stark, anderes eher okay. Aber das Nachwort hat
Ich bin ehrlich: Während des Lesens war ich die meiste Zeit eher bei 3 Sternen. Manche Geschichten haben mich wirklich berührt oder zum Nachdenken gebracht, andere dagegen haben mich emotional nicht so richtig erreicht. Dadurch hatte das Buch für mich Höhen und Tiefen und ich war nie komplett drin. Trotzdem mochte ich diese ruhige, menschliche Art, mit der Irvin D. Yalom schreibt. Da steckt viel Lebenserfahrung drin, ohne dass es sich belehrend anfühlt. Gerade wenn man sich selbst viel mit Themen wie Vergänglichkeit, Sinn, Angst, Beziehungen oder dem Menschsein beschäftigt, findet man immer wieder Gedanken, die hängen bleiben. Und das Nachwort hat für mich tatsächlich nochmal einiges rausgerissen. Das war der Teil, der mich am meisten abgeholt hat. Dieser Appell am Ende, menschlicher zu leben, bewusster zu lieben und sich der eigenen Endlichkeit nicht ständig zu entziehen, hatte für mich nochmal deutlich mehr Kraft als manche der Geschichten davor. Deshalb bin ich am Ende irgendwo zwischen 3 und 4 Sternen gelandet. Kein Buch, das mich komplett umgehauen hat – aber eins, über das ich nach dem Zuschlagen doch noch länger nachgedacht habe. Und manchmal sind genau das die Bücher, die still mehr hinterlassen, als man erst denkt. 📖








