Faszinierender Einblick in die Arbeit eines Psychotherapeuten
Irvin Yalom gilt wohl als einer der renommiertesten Psychologen unserer Zeit und hat neben diversen fachlichen Veröffentlichungen auch einige fiktive Romane geschrieben. Die Sammlung dieser Erzählungen fußen jedoch allesamt auf wahren Begebenheiten, was sie einerseits unglaublich authentisch und faszinierend macht, andererseits mich als Leser dazu gezwungen hat, mich selbst mit unangenehmen Themen, wie zum Beispiel den Tod auseinanderzusetzen. Das Buch liest sich auch schön flüssig und kurzweilig und ich bin mir relativ sicher, dass mir nicht nur die ein oder andere Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben wird, sondern dass ich mit viel Glück auch für mich selbst nachhaltig etwas aus den besprochenen Themen und den Umgang damit mitnehmen kann Ich denke jedoch, dass man ein grundsätzliches Interesse für Psychologie und Philosophie mitbringen muss und sich im klaren sein sollte, dass ernste Theme intensiv behandelt werden und es nicht immer die "leichte Bettlektüre" sein muss (auch wenn Yalom ein Händchen dafür hat, die Themen unterhaltsam zu verpacken).
