4. Mai
Rating:4

Dieses Buch hätte ich fast abgebrochen. Die ersten 300 Seiten waren quasi eine Qual. Das liegt wohl daran, dass der Weltraum und die Raumfahrt so detailliert beschrieben sind, dass man "mit versuchen zu verstehen" kaum nach kommt. Trotzdem finde ich es faszinierend, wie viel Zeit hier in die Recherche geflossen sein muss. Wahnsinn! Ausserdem sind die Charaktere so liebevoll erdacht worden, dass man sich mehr als mit einem Charakter identifizieren kann. Zusätzlich ist es auch bemerkenswert, wie der menschliche Verstand mit Umwelteinflüssen umzugehen vermag. Der Teil 3 im Buch ist dann 5000 Jahre in der Zukunft. Hier kommt mein Fantasy-Herz etwas mehr auf seine Kosten. Leider schade - der Mensch macht immer wieder die selben Fehler und scheint auch in der Zukunft nicht mehr Weitsicht zu entwickeln. Im Nachhinein betrachtet 1056 Seiten, die sich gelohnt haben.

Amalthea
Amaltheaby Neal StephensonManhattan
16. Apr.
Rating:2.5

Story super aber Umsetzung zu schwierig

Wie schon in der Überschrift erwähnt, finde ich die Story des Buches erstklassig, gerade weil mich Themen wie Weltraum und Weltuntergang ohnehin interessieren. Der Mond bricht auseinander, und die Bruchstücke werden auf die Erde stürzen und somit die Menschheit auslöschen. Innerhalb von zwei Jahren müssen sie einen Weg finden, eine Raumstation zu errichten, um die Menschheit zu retten. Die Story hat sehr viel Potenzial, und wir erleben alle Etappen bis zur Wiederbesiedelung der Erde 5000 Jahre später. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil beschreibt die Vorbereitungszeit für die Arche, die dann in den Weltraum geschossen wird – mit handverlesenen Menschen, dem Besten, was die Menschheit aufgrund ihrer Fähigkeiten zu bieten hat. Der zweite Teil befasst sich mit dem Weltuntergang selbst und dem Überleben im Weltraum. Dort erleben wir Machtkämpfe, die letztendlich dazu führen, dass am Ende nur noch sieben Frauen übrig bleiben. Von diesen sieben Frauen sowie eingefrorenen menschlichen Zellen hängt dann das Fortbestehen der Menschheit ab. Alle zukünftigen Menschen, die im Weltraum gezüchtet werden, stammen von diesen sieben Frauen ab. Nach 5000 Jahren, im dritten Teil des Buches, kehren die Menschen zur Erde zurück und stellen fest, dass mit großer Wahrscheinlichkeit Menschen auf der Erde überlebt haben. Dabei erleben wir eine künstliche Evolution im Gegensatz zu einer natürlichen Evolution. Wie gesagt, die Story des Buches ist wirklich stark. Es sind 1000 Seiten, die enormes Potenzial gehabt hätten. Aber jetzt kommt mein Kritikpunkt: Um dieses Buch wirklich genießen zu können, muss man gefühlt ein Studium als Raumfahrtingenieur oder Astrophysiker absolviert haben. In vielen Bereichen ist es dermaßen technisch geschrieben, dass es den normalen Leser, der nicht aus diesem Gebiet kommt, nicht abholt und das Lesen erheblich erschwert. Es werden so viele Fachausdrücke und technische Details verwendet, was der Autor sicherlich gut gemeint hat, um ein möglichst genaues Bild davon zu vermitteln, was im Weltraum gebaut wird und wie diese Arche aussieht, die die Menschheit retten soll. Letztendlich verliert sich der Autor meiner Meinung nach aber zu sehr in diesen technischen Beschreibungen. Das Schicksal der Figuren kommt dabei zu kurz. Im ersten Teil, als sie von ihren Familien Abschied nehmen, wird alles relativ kühl wiedergegeben. Man kann keinerlei Emotionen zu den Protagonisten aufbauen. Die emotionale Lage wirkt sehr distanziert dargestellt, was angesichts dieser großartig gedachten Geschichte ein großes Manko ist. Gerade in so einer Situation sind Emotionen das, was ein Buch vermitteln sollte, um mit den Protagonisten mitzufühlen. Es reicht nicht, nur ein Raumschiff bildlich darzustellen – und es gibt im Buch sogar Abbildungen dazu, damit man es sich nicht nur vorstellen muss, sondern auch visuell erfassen kann. Doch genau das verdrängt alles andere, nämlich das Wesentliche: die Emotionen und die Gefühlslage, die hier völlig außer Acht gelassen werden. Im zweiten Teil, als die Zivilisation im Weltraum auf sich allein gestellt ist, erleben wir die üblichen Machtkämpfe und Rivalitäten, wie man sie aus vielen Gemeinschaften kennt. Auch das wird eher fade dargestellt. Ich kenne keine anderen Werke des Autors, und ehrlich gesagt habe ich auch nicht vor, mir weitere anzueignen. Meine erste Einschätzung wäre, dass er vielleicht ein besserer Sachbuchautor als Romanautor ist. Dennoch wird er sicherlich seine Leserschaft haben – und das auch zurecht. Vielleicht habe ich auch einfach mit dem falschen Buch begonnen. Ich würde es jedoch niemandem empfehlen, der nicht mit dieser Materie vertraut ist. Wer mit Fachausdrücken aus der Physik und Raumfahrttechnik nichts anfangen kann, wird hier vermutlich schnell überfordert sein. Mir ging es zeitweise ähnlich – ich war kurz davor, das Buch abzubrechen, habe dann aber angefangen, einige Seiten zu überfliegen und nur noch an den Stellen intensiver zu lesen, an denen interessante Begegnungen oder Situationen auftauchten. Leider hielt das nie lange an, da man schnell wieder in den technischen Details versinkt. Daher gibt es von mir nur 2,5 Sterne.

Amalthea
Amaltheaby Neal StephensonManhattan
10. März
Rating:4

Man ... Stephenson can be so amazing and so frustrating. I'd been looking forward to this for a while and it was great! The whole thing about the moon exploding was honestly amazing to read and execution, as well as ideas were on point. 5 stars for the first two acts. That timeskip was rough and didn't resonate much with me. Culturally, it all seemed kinda ill-conceived and I didn't enjoy reading it. Overall it soured the experience quite a bit and i'd probably give this one a 2-3/5 at best.

Amalthea
Amaltheaby Neal StephensonManhattan
21. Feb.
Rating:2

So das wird etwas schwierig … der Plot und die Vision des Autors sind grundsätzlich sehr gut und rechtfertigen die Länge des Buches . Die ersten beiden Kapitel sind durchaus lesenswert haben aber meiner Meinung nach unnötige Längen und stellenweise zu politisch . Kapitel drei war eine Enttäuschung , leider, der Handlungsstrang war sehr schwach einzig die kurzen Rückblicke sind sehr interessant gewesen . Somit war das beenden fast schon Arbeit , ich war froh dann durch zu sein… Insgesamt wäre hier weniger mehr ! Leider keine leseempfehlung 😕

Amalthea
Amaltheaby Neal StephensonManhattan
3. Juli
Rating:3

Amalthea Meine Bewertung des Textes (Minimum 1 Punkt / Maximum 5 Punkte): ➡️ Schreibstil/Sprache: 4
➡️ Charaktere: 3
➡️ Geschichte: 3
➡️ Überraschungen/Wendungen: 2
➡️ Spannung/Atmosphäre/Lebendigkeit: 3,5 ➡️ Faszination/Magnetische Wirkung: 4 ➡️ Gewichtung/Ausgewogenheit: 3 ➡️ Anspruch/Tiefe/Botschaft: 4 Gesamtbewertung: 3,5 ⭐⭐⭐️✨ Das gewisse Etwas (+ oder -): + Besonderheiten: Das Buch enthält im Prinzip zwei eigenständige Teile, die in der Handlung mit einem Abstand von 5000 Jahren zueinander stehen. Ich habe lediglich den ersten Teil gelesen, etwa 800 von 1100 Seiten. Danach habe ich das Buch abgebrochen. Der erste Teil war durchaus faszinierend, allerdings war mir das World Building und die Kapitel mit den technischen Erklärungen und der Astronomie etwas zu viel, die eigentliche Handlung und die Charaktere blieben dadurch leider blass und es baute sich lediglich Faszination, aber keine Spannung auf. Im zweiten Teil geht es dann um eine komplett neue Zeit und letztlich auch um eine neue Welt, die der Schriftsteller dann wieder sehr detailreich erklärt und erläutert, ich konnte mir dann diese neuen technischen Ideen und Gebilde nur schwer vorstellen und war schnell gelangweilt. Ich hätte mir für das letzte Drittel des Buchs einfach mehr Handlung und Spannung und Geschwindigkeit gewünscht. Für mich ist es auch und gerade in der Science-Fiction wichtig, dass eine Ausgewogenheit zwischen Technik auf der einen und Menschlichkeit sowie Handlung auf der anderen Seite herrscht. Letzteres war mir hier zu wenig. Wer allerdings auf World Building, Technik und Astronomie steht, der kommt hier voll auf seine Kosten.

Amalthea
Amaltheaby Neal StephensonManhattan
19. Dez.
Rating:3

This is one of those books with a fascinating story idea, but where the implementation might just not be for me. The first two third of the book are so full of technical description that I spaced out multiply times waiting for the story to continue. The, to me, most interesting last third of the book could have gone on much longer. It cut off at a point where I really wanted to know how humanity goes on. How will they handle the new found races on earth? So it left me rather unsatisfied (and glad that I've finally finished).

Amalthea
Amaltheaby Neal StephensonManhattan
18. Dez.
Rating:3

Schwierig! Zwischendurch war ich so begeistert, dass ich gewillt war, diesem Buch als erstes überhaupt 5 Sterne zu verpassen. Aber bis dahin hat es einiges an Überwindung gekostet, denn Neal macht es dem Leser nicht leicht. Mein Tipp: Im Urlaub lesen. Das Buch ist im normalen Arbeitsalltag nur von absoluten Nerds zu bewältigen. Dann kam der dritte Teil, und ich war im Urlaub. Ich habe mich hindurchgequält und muss am Ende sagen: Lieber Neal: Bitte mach es deinen Lesern etwas einfacher. Bitte vergiss nicht, dass wir noch ein normales Leben neben deinen Büchern führen. Man kann, ohne auf Qualität zu verzichten, ein Werk etwas kürzer und einfache zu lesen kreieren. Vielleicht ist dass die letzte Disziplin, die du als großer Autor noch verbessern kannst.

Amalthea
Amaltheaby Neal StephensonManhattan
27. März
Rating:3

Die Geschichte wäre wirklich gut und ich bin ja durchaus bereit mich mit Technik auseinanderzusetzen, aber hier bin ich doch häufiger ausgestiegen und hab bloß noch drüber weggelesen. Das technische Interesse und die Details des Autors in allen Ehren, aber dieser Roman könnte ein paar hundert Seiten weniger haben, was ihn einfach griffiger machen würde.

Amalthea
Amaltheaby Neal StephensonManhattan