Einer der besten, wenn nicht der beste Pratchett überhaupt. Absolutes Lieblingsbuch.
It was such an awesome book with a wonderful story, great and believable characters and just stunning thoughts. I wish I'd read it in Englisch and not the translated German version. Don't get me wrong the translation was fine, but so many things were just lost. But I'll just read it again in a couple of month.
Mau steht kurz davor ein Mann zu werden. Als er die Jungeninsel verlässt, malt er sich schon den Empfang seiner Familie aus und kann das Fest das anlässlich seiner Mannwerdung gefeiert werden soll, kaum erwarten. Aber dann überrascht ihn auf offenem Meer eine riesige Welle, die er nur knapp überlebt. Als er auf seiner Heimatinsel eintrifft, muss er feststellen, dass seine Familie weniger Glück hatte. Kein Stein steht mehr auf dem anderen, alle sind tot. Bis auf ein Mädchen das auf einem englischen Schoner war, als die Welle ihn auf der Insel zerschellen ließ. Mau beginnt mit sich zu hadern und stellt den Willen der Götter in Frage und er beginnt zu kämpfen. Er hat seinen Glauben verloren und trennt die Welt nur noch in Dinge die geschehen und die, die nicht geschehen. Noch kein Mann aber auch kein Junge mehr, tut er was getan werden muss, und als immer mehr Überlebende auf der Insel stranden, macht seine Tatkraft, sein Kampfwille und seine Tapferkeit ihn unfreiwillig zum Anführer. Dabei muss er erkennen, dass der Glaube und die Traditionen doch nicht so sinnlos sind wie sie ihm scheinen und das die Götter ihn vielleicht doch nicht verlassen haben. Daphne ist bei diesem Kampf um die Erneuerung der Nation immer an seiner Seite und zwischen ihnen knüpft sich ein zartes Band. Sie löst sich von den starren englischen Konventionen und bekommt einen Blick für die Großartigkeit und Vielfalt der Welt. Die Liebe die zwischen Mau und ihr im wachsen begriffen ist, werden die beiden zwar nie leben können, aber dennoch entsteht daraus eine wundervolle Freundschaft, die sie ihr Leben lang miteinander verbindet. Zuerst hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch, aber das liegt wohl daran das ich mich mit dem Thema: gestrandet auf einsamen Inseln, schwer tue. Mir lag Robinson Crusoe schon nicht. Doch je weiter ich las, desto tiefer zog mich Terry Pratchetts Werk in sich ein. Oberflächlich geht es um die Freundschaft zwischen Mau und Daphne und wie die beiden die Situation meistern, aber wenn man genauer hinschaut, geht es darum wie man nach Schicksalsschläge wieder nach vorn blickt, welche Rolle der Glaube dabei spielt und das es oft nur eine Frage des Blickwinkels ist, ob man sich auf der oberen oder der unteren Erdhalbkugel befindet. Diese wundervolle Geschichte stimmt einen nachdenklich und lässt erkennen, dass die Vorfahrer derer, die wir heute als Wilde bezeichnen vielleicht die beachtlichen Schultern sind, auf denen sich unsere Kultur begründet. Außerdem zeigt sie wie wichtig der Glaube an etwas ist, aber das man sich nicht allein an Traditionen festhalten soll, sondern das man seinen Kopf benutzt und die Welt wie sie ist, hin und wieder hinterfragt. Für mich war das Buch eine tolle Überraschung, obgleich ich und die Story am Anfang Ladehemmungen zu überwinden hatten.
Deutscher Titel: Die Insel Wir befunden uns auf der Erde, aber nicht in unserer Welt, sondern in einer Art Paralleluniversum – es ist alles ein bisschen anders. Und wir befinden uns nicht in der Gegenwart, sondern schätzungsweise im späten 19. Jahrhundert. Im großen südpelargischen Ozean will der Junge Mau seine Initiation bestehen und damit zum Mann werden. Dazu muss er eine Aufgabe auf einer Nachbarinsel erledigen. Doch dann kommt der Tsunami, den Mau auf seinem Kanu übersteht – und Maus Insel, einfach “Nation” genannt, ist menschenleer, als er zurückkehrt. Angesichts der Katastrophe beginnt Mau, an den Traditionen und dem Glauben seiner Insel zu zweifeln. Zur gleichen Zeit stirbt in England die gesamte Königsfamilie an einer Seuche. Der verbleibende Thronfolger ist Gouverneur einer weiteren Insel im südpelargischen Ozean, und seine Tochter ist auf einem Schiff zu ihm unterwegs. Doch auch das Schiff wird vom Tsunami erwischt. Wo es wohl stranden wird? Ich spare mir Terry Pratchetts Bücher immer eine Weile auf, da ich Angst habe, dass sie mir ausgehen, bevor er Nachschub liefert ;-) Anlässlich meines Urlaubs hab ich mir nun eines gegönnt, und zwar eines, das nicht zur Scheibenwelt-Reihe gehört. Dennoch ist Pratchetts unverwechselbarer Schreibstil so vertraut, dass ich mich sofort in dem Buch “zu Hause gefühlt” habe. Trotz der im Grunde traurigen Vorgeschichte durchzieht Pratchetts Humor das gesamte Buch. Das, was sich bezüglich der Geschichte der Insel gegen Ende herausstellt, ist schlicht genial, sehr Terry Pratchett eben! Ja, das Buch enthält ein gewisses Maß an Religionskritik, doch finde ich diese nicht drastisch, sondern respektvoll, sodass aufgeklärte religiöse Menschen das Buch eigentlich lesen können sollten, ohne zu sehr vor den Kopf gestoßen zu werden – meiner Meinung nach jedenfalls. Ich empfinde das Buch wie so viele Werke von Terry Pratchett als hochintelligenten Aufruf zur Toleranz. Die Geschichte des Südseejungen Mau und der unverhofft zur Prinzessin gewordenen Daphne hat mir sehr gut gefallen, ich bin rundum glücklich mit diesem Buch!
Hier fehlt mir irgendwas. Die Geschichte an sich ist gut, aber die philosophischen Aspekte erschließen sich mir nicht. Normalerweise ist Pratchett jemand, der recht klar schreibt, was er meint, wenn man genau 'zuliest', doch hier bleibt zu viel zwischen den Zeilen verborgen, um mehr, als die oberflächliche Geschichte wirklich mitzubekommen. Und als Sozialwissenschaftlerin (und damit auch Politikwissenschaftlerin) fehlt mir natürlich etwas eine Erklärung zum rechtlichen Status der Insel. Aber das wäre nur ein Gimmick.





