Überraschend war es schon - unglaubwürdig aber auch.
Das Buch hat mich wirklich gefesselt. Mir gefiel das Setting und auch die bedrückende Atmosphäre. Dennoch hatte ich das Gefühl, die Autorin tanzt auf etwas zu vielen Hochzeiten. Es gibt mehrere Nebenschauplätze, die sich Irgendwann einfach nicht mehr ohne seltsame Enthüllung auflösen lassen.
Es war leider eines der schwächeren Bücher der Autorin, auch wenn der Plottwist unerwartet kam. Bis zu diesem Punkt dümpelte die Geschichte so vor sich hin, nahm ab da aber mächtig an Fahrt auf. Im großen und ganzen war es lesenswert.
Ich mag die Bücher von Sharon Bolton generell ganz gerne. Zwar kann ich nicht sagen dass da für mich schon einmal ein herausragendes dabei war, aber es war auch noch nie eines dabei das mich komplett enttäuscht hätte. Ich mag ihre Ideen und ihren Schreibstil , daher empfinde ich ihre Bücher immer als solide Unterhaltung zu der ich hin und wieder greife.
𝖠𝗇𝗇𝖺 𝗓𝗂𝖾𝗁𝗍 𝗂𝗇 𝖽𝖺𝗌 𝗌𝖼𝗁𝖾𝗂𝗇𝖻𝖺𝗋 𝗂𝖽𝗒𝗅𝗅𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾 𝖲𝗍. 𝖠𝖻𝖾𝗅’𝗌 𝖢𝗁𝖺𝗉𝖾𝗅, 𝗐𝗈 𝗆𝖾𝗁𝗋𝖾𝗋𝖾 𝖬ä𝖽𝖼𝗁𝖾𝗇 𝗏𝖾𝗋𝗌𝖼𝗁𝗐𝗎𝗇𝖽𝖾𝗇 𝗌𝗂𝗇𝖽 𝗎𝗇𝖽 𝖺𝗅𝗅𝖾 𝖽𝖺𝗋ü𝖻𝖾𝗋 𝗌𝖼𝗁𝗐𝖾𝗂𝗀𝖾𝗇. 𝖠𝗅𝗌 𝗌𝗂𝖾 𝖾𝗂𝗇𝖾𝗆 𝗐𝖾𝗂𝗍𝖾𝗋𝖾𝗇 𝖻𝖾𝖽𝗋𝗈𝗁𝗍𝖾𝗇 𝖬ä𝖽𝖼𝗁𝖾𝗇 𝗁𝗂𝗅𝖿𝗍, 𝗌𝗍öß𝗍 𝗌𝗂𝖾 𝖺𝗎𝖿 𝖾𝗂𝗇 𝗀𝖾𝖿ä𝗁𝗋𝗅𝗂𝖼𝗁𝖾𝗌 𝖦𝖾𝗁𝖾𝗂𝗆𝗇𝗂𝗌 – 𝗎𝗇𝖽 𝗆𝖾𝗋𝗄𝗍, 𝖽𝖺𝗌𝗌 𝖽𝖺𝗌 𝖡ö𝗌𝖾 𝗀𝖺𝗇𝗓 𝗇𝖺𝗁 𝗂𝗌𝗍.
🅜🅔🅘🅝🅤🅝🅖
Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, weil mich Setting und Grundidee sofort angesprochen haben. Leider hat sich die Geschichte für mich über weite Strecken sehr zäh angefühlt. Zwar liegt ständig etwas Unheimliches in der Luft, aber die Handlung kommt nur langsam voran und verliert sich zu oft in Andeutungen, ohne wirklich Spannung aufzubauen.
Mit der Hauptfigur konnte ich mich kaum identifizieren. Ihre Entscheidungen wirkten auf mich teils unlogisch, wodurch ich emotional auf Distanz geblieben bin. Erst im letzten Drittel nimmt das Buch endlich Fahrt auf, dann wird es stellenweise sogar spannend. Die Auflösung kam für mich jedoch zu abrupt und wirkte eher konstruiert als stimmig. Einige Fragen blieben offen.
Der Schreibstil ist atmosphärisch und die düstere Kleinstadtstimmung funktioniert grundsätzlich gut. Insgesamt hatte ich aber das Gefühl, dass das Buch sein Potenzial nicht ausschöpft. Für mich leider ein Thriller mit guter Idee, aber schwacher Umsetzung – solide Ansätze, die mich am Ende nicht überzeugen konnten.
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Meine Meinung zum Buch ⤵️
"Die Nachbarn sehen alles. Doch niemand bricht das Schweigen..."
Am Anfang war es noch sehr ruhig und es dauerte eine Weile bis die Geschichte so langsam in Fahrt kam. Unterschwellig merkte man schon eine bedrückende Atmosphäre. Aber trotzdem konnte mich die Geschichte einfach nicht mitreißen. Die Kapitel waren aus meiner Sicht einfach zu lang. Es fehlte an Sogkraft und somit an Spannung. Die zwei Erzählstränge konnten das leider auch nicht verhindern.
Auch die Charaktere konnten mich nicht wirklich erreichen und blieben auf Distanz. Aber am Anfang störte es mich nicht sonderlich und ich habe gehofft, dass sich das im Laufe der Zeit noch ändert. Aber das war leider nicht der Fall.
Bis zum Ende fragte ich mich, wer die Hauptfigur war? Die Autorin hat vermutlich bewußt darauf verzichtet, uns Namen, Alter und Geschlecht mitzuteilen. Einen Mehrwert konnte ich dadurch aber leider nicht erkennen.
Sehr schade!
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Zum Inhalt ⤵️
Buch
Auf den ersten Blick ist St. Abel's Chapel eine verschlafene Kleinstadt in Cumbria. Der perfekte Ort für einen Neuanfan, findet die Bäckerin Anna Brown, die ihre Vergangenheit ein für alle Mal hinter sich lassen will. Doch schon bald erfährt sie, dass in den letzten Jahren mehrere 16-jährige Mädchen spurlos verschwunden sind. Alle scheinen davon zu wissen, doch man spricht nur hinter vorgehaltener Hand darüber.
Als die 16-jahrige Constance in Annas Bäckerei auftaucht und sie um Hilfe bittet, beginnt diese, Nachforschungen anzustellen. Unterstützt von ihrem Nachbarn, will sie das Geheimnis von St. Abel's Chapel lüften. Doch offenbar hat in dieser Kleinstadt jeder etwas zu verbergen und Anna fühlt sich auf Schritt und Tritt beobachtet ...
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✨Rezension✨Das Böse nebenan von Sharon Bolton
**Werbung/Rezensionsexemplar**
Ich habe schon mehrere Bücher von der Autorin gelesen und fand sie allesamt sehr gut. Deshalb war ich umso gespannter auf ihr neues Buch.
Vielen Dank an der Stelle an das @teambloggerportal. 🫶🏼
Der Schreibstil überzeugt direkt, so wie ich es gewohnt bin von Sharon Bolton. Es ist leicht zu lesen und die Kapitel haben eine angenehme Länge.
Es fängt alles sehr mysteriös an und diese beklemmende Stimmung ist übers gesamte Buch präsent.
Die Perspektive aus der erzählt wird, verstärkt die vielen Fragezeichen. Man tappt buchstäblich im Dunkeln und weiß eigentlich nicht was genau geschieht. Solche Gefühle hatte ich bei einem Buch noch nie. Es war eine sehr interessante Erfahrung.
Nach und nach passen die Dinge zusammen und man bekommt immer häppchenweise Informationen, die den gewünschten AHA-Effekt bringen.
Ich muss sagen, für meinen Geschmack musste ich zu lange warten. Es zog sich schon sehr und wurde schon fast langatmig. Dadurch, dass sich alles so in die Länge zog, fesselte mich das Buch auch kaum.
Dafür war das letzte Drittel sehr gut. Es lohnt sich auf jeden Fall dranzubleiben und der Showdown bekommt ihr, glaubt mir.
Für mich war das ein mittelmäßiger, aber unterhaltsamer Thriller.
Kann man lesen, muss man aber nicht.
7/10⭐️
Nachdem ich den Thriller sah, musste ich ihn unbedingt lesen. Deshalb bestellte ich mir "Das Böse nebenan" von Sharon Bolton, erschienen bei Goldmann, zur Abholung in meiner Stamm-Buchhandlung.
Unbezahlte Werbung, Buch selbst gekauft. Die Inhaltsangabe könnt ihr dem zweiten Bild entnehmen.
Es war mein erster Thriller der Autorin, aber sicherlich nicht mein letzter, so viel kann ich euch vorab verraten! Sofort zog mich die Autorin mit einer starken Erzählperspektive eines unbekannten Nachbarn in die Story rund um die kleine englische Gemeinde St. Abel's Chapel. Am Anfang ist die Geschichte rund um ein kirchliches Ereignis, das den gesamten Ort aufmischt, etwas wild. Vor allem das Zusammentreffen von Anna, ihrer Nachbarschaft und einem Mädchen, das für besagtes Event zusammen mit ihrer Familie anreist, war wild und verwirrte mich. Doch neugierig las ich weiter, denn der Schreibstil von Sharon Bolton ließ mich nicht mehr los. In unregelmäßigen Abständen streut sie aus der Sicht einer Psychologin weitere Szenen ein, die ein Jahr vor dem anderen Zeitstrang passierten. So lockte sie mich geschickt auf so manche falsche Fährte.
Sharon Bolton schreibt geniale Plot-Twists! Mehr als einmal verschlug es mir bei einer ihrer geschickt konstruierten und unvorhersehbaren Wendungen die Sprache, denn ich habe es so nicht kommen sehen.
Der Spannungsbogen flaute über die gesamte Storyline nicht ab, und durch die kurzen, knackigen Kapitel wollte ich immer weiterlesen und flog nur so durch die Seiten. Das Ende war dann noch einmal gespickt mit zwei Wendungen, die all meine Hypothesen ad acta legten und mich völlig überraschten.
Mein einziger Kritikpunkt ist das Aufeinandertreffen des Mädchens mit Anna und ihren Nachbarn. Hier war mir persönlich die Storyline zu wild und zu abgehoben. Doch das Durchhalten hat sich bezahlt gemacht, denn nach diesen Anlaufschwierigkeiten schenkte mir die Autorin eine wilde, aber doch sehr spannende und unvorhersehbare Story, die ich euch mit 4 von 5 Sternen sehr empfehlen kann.
"Das Böse nebenan"
von Sharon Bolton
Anna zieht in eine ruhige Kleinstadt um neu anzufangen. Doch schnell merkt sie: ...Hier stimmt etwas nicht...
Drei Mädchen sind verschwunden und niemand will darüber reden. Als ein weiteres Mädchen Hilfe sucht, wird klar: ...Das Böse ist näher, als gedacht... 😨
Meine Meinung
Ich kam leider nur schwer ins Buch rein. Die Geschichte wirkte auf mich oft wirr und unübersichtlich. Der Schreibstil war okay, konnte mich aber nicht richtig fesseln.
Die letzten Seiten waren zwar spannend, aber auch ziemlich chaotisch.
Eine interessante Grundidee und spannende Ansätze. Aber für mich war es einfach zu viel auf einmal. Weniger wäre hier mehr gewesen.
Ich wollte das Buch wirklich mögen. Musste mich aber sehr durchkämpfen, um es nicht abzubrechen😬
Wie immer... das ist nur meine persönliche Meinung.
In der Kleinstadt St. Abel's Chapel sind in den letzten Jahren drei Sechzehnjährige spurlos verschwunden. Jedes Mädchen verschwand jeweils nach einer Feier der Kirchengemeinde des Ortes.
Anna Brown, die gerade nach St.Abel's Chapel gezogen ist und die örtliche Bäckerei übernommen hat, berät eine Kundin und ihre Eltern für die Geburtstagstorte des nahenden 16. Geburtstag.
Am nächsten Tag ist auch dieses junge Mädchen verschwunden. Anna bekommt es mit der Angst zu tun, auch da sie sich ständig beobachtet fühlt.
Sharon Bolton hat mich gleich dreimal überraschen können. Dreimal hat sie betreffend Identität der Figuren bei mir den WoW Effekt ausgelöst. Ich habe jede der drei falschen Identitäten nicht kommen sehen und das hat einiges an meiner Bewertung aufpoliert. In der ersten Hälfte ist die Story nämlich ansonsten leider ab und zu langatmig.
Die Geschichte handelt in einer Kleinstadt, in der seltsame Dinge geschehen und der Verdacht aufkommt, dass alle wegsehen und niemand so genau hinschaut. Hier kommt die Ich-Erzählung einer Figur zu tragen, die schon längere Zeit in St. Abel's Chapel lebt. Man erfährt die Sicht der Dinge nämlich aus deren Perspektive. Hier hätte die Story ein oder zwei Thriller-Elemente vertragen. Denn was diese Figur erzählt, plätschert bedauerlicherweise vor sich hin.
Da kann auch die Tatsache, dass eine Sechzehnjährige verschwindet, nicht viel daran retten. Denn dieses Verschwinden wird enttäuschenderweise zu wenig eindringlich erzählt, sondern geschieht eher nebenbei. Der Grund dafür ist eindeutig der sehr starke und emotionsgeladene Strang der Vergangenheit einer Schlüsselfigur, der 80 E-Book Seiten lang völlig unabhängig neben der Hauptgeschichte läuft. Für mich war diese Nebenhandlung das Highlight des Buches. Ein jugendlicher Straftäter, der psychologisch hervorragend ausgearbeitet wurde und dessen ...sagen wir mal...Taten mich mitgenommen haben.
Ich honoriere das Setting, ein Reihenhaus mit papierdünnen Wänden. In dem die Bäckerin Anna Brown, die in Ich Perspektive erzählende Figur und im dritten Haus ein Möchtegern-Casanova leben. Mir hat auch sehr der Plot und die damit verbundenen Plot-Twists gefallen. Wenn nun Sharon Bolton noch das erste Drittel der Geschichte etwas weniger langatmig und spannender gestaltet hätte, wäre ich vollauf zufrieden gewesen.
Ein exzellentes Verwirrspiel und eine bedrückende düstere Atmosphäre
Man nehme eine ominöse Kirche, ein Höllenhaus, in dem Jugendliche geläutert werden sollen, mysteriöse Todesfälle von ebendiesen Jugendlichen und eine Nachbarschaft, in der nicht alles geheuer erscheint...
Und als würde das noch nicht reichen eine zweite Zeitebene, in der wir in die Psyche eines jugendlichen Psychopathen Einblick bekommen.
Mittendrin steht Anna, eine Bäckerin und jemanden aus ihrer Nachbarschaft, den wir nur durch die Ich Perspektive kennenlernen.
Ein gutes Rezept für einen Thriller der ganz besonderen Art.
Ich muss auch sagen, dass ich hier einige Aspekte als sehr gelungen empfand. Das Perspektivenspiel, dass so wunderbar in die Irre führt und einige Plottwists, die ich so nicht erwartet habe.
Auch die Atmosphäre ist wirklich gelungen, wirkt sehr düster, mysteriös und wird wunderbar durch den Schreibstil von Sharon Bolton getragen, die gekonnt zwischen rasanter Spannung und psychologisch dichter Charakterzeichnung hin und her wechselt.
Dennoch empfand ich manche Entwicklungen als zu viel.
Die Enthüllungen wirkten teilweise so, als wollte die Autorin noch einen drauf setzen und dadurch verliert die Geschichte ein wenig an Authentizität.
Auch die Verbindung zwischen den zwei Zeitebenen wirkten eher wie zwei unabhängige Geschichten, die zwar als Zahnräder für die Charaktere funktionierte, aber dennoch irgendwie nicht notwendig erschienen. Die eine Geschichte hätte in Teilen auch ohne die andere ganz wunderbar funktioniert.
Dennoch ziehe ich meinen Hut davor, wie Sharon Bolton diese Handlungsstränge miteinander verbunden hat- meine Vermutungen gingen in ganz andere Richtungen.
Fazit: Ein faszinierendes Verwirrspiel mit interessanten Charakteren, bei dem allerdings weniger mehr gewesen wäre. Dennoch eine Empfehlung für Thrillerfans, die gerne mit Plottwists jonglieren.
Der wahrscheinlich mysteriöseste Thriller, den ich bisher gelesen habe!
Es geht um Anna, die ein Geheimnis verbirgt, und eine Psychotherapeutin mit einem verhängnisvollen Patienten. In Annas Dorf, in das sie vor kurzem gezogen ist, findet ein jährliches Fest statt, das „Die Einkehr“ genannt wird und wo einiges nicht zu stimmen scheint. Die Geschichte wird aus der Perspektive einer anderen Person erzählt, über die wir zunächst nichts erfahren. Der Anfang ist daher zunächst äußerst mysteriös, fast surreal, und man muss sich damit abfinden, das man im Dunkeln tappt.
Im weiteren Verlauf finden wir Näheres rund um „Die Einkehr“ heraus und lernen alle Charaktere sowie die Hintergrundgeschichte kennen. Irgendwann finden die Erzählstränge zueinander.
Zwischendurch gab es für mich Längen, da einige Aspekte sehr breit getreten und näher betrachtet werden. Ich wusste nicht, wohin das ganze führt, und das hat mich beim Lesen nicht ganz befriedigt. Irgendwie konnte mich das Buch nach dem ersten Viertel nicht so richtig packen.
Ab der Hälfte kamen jedoch einige Plot Twists - einige davon hatte ich schon (als erfahrene Krimi- und Thrillerleserin) mit der Zeit vermutet, sodass sie nicht allzu überraschend waren. Jedoch fand ich es rückblickend doch raffiniert eingefädelt und Spannung hat es auch gebracht. Letzendlich ist in dem Buch nichts so, wie es scheint! Zwar erschließt sich mir der Sinn hinter der Auflösung nicht so ganz, habe es aber einfach hingenommen - insgesamt fühlt sich die Auflösung etwas zufällig an.
Die letzten Seiten fand ich etwas chaotisch, jedoch durchaus spannend. Selbst auf der letzten Seite gab es noch eine Überraschung, die mich zufrieden zurückgelassen hat.
Insgesamt ein Thriller, den ich insgesamt sehr interessant fand - und auf jeden Fall etwas Besonderes ist.
Butter bei die Fische. Eine gute Idee, die auf neuen Wegen umgesetzt wurde. Leider überzeugt weder die Perspektive noch der Schluss noch der in meinen Augen unpassende Klappentext.Dazu mangelt es lange Strecken an Spannung, was der Perspektive geschuldet ist.
Leseempfehlung für Leser von ..
Zwei Handlungen, die zusammenlaufen
Kirchenritualen
Morden
Mein erstes Buch von der Autorin und ich war sehr gespannt, denn der Klappentext hatte mich sofort, bei dem ich auch ein wenig an „Der Nachbar" denen musste. Der Start war direkt vielversprechend also ich machte mich mit Anna auf den Weg durch ihren geplanten Neuanfang. Schnell wird klar, dass etwas in der Luft liegt; denn in ihrer scheinbar freundlichen Nachbarschaft ist nichts so, wie es scheint. Auf den 2 Zeitebenen hat Bolton absolut packend erzählt, was Anna in der neuen Heimat erlebt und da lief mir dann auch recht schnell ein Schauer über den Rücken, denn das böse ist ihr scheinbar ganz nah. Die Autorin hat mich also nicht nur mehrmals komplett in die irre geführt; auch komplett in ihren Bann gezogen. Der Plott am Ende hat mich dann nochmal umgehauen & ich fand ihn zur Geschichte sehr stimmig. Für mich war das ganz tolle unterhalten, denn so'ne Art Nachbarschafts-Thriller macht es ja irgendwie schon nochmal nahbarer. Ich werde mir Sharon Bolton also auf jeden Fall merken & du solltest das auch tun
Sharon Bolton & ich sind eigentlich immer ein Match. Nachdem ich die britische Autorin längere Zeit unerklärlicherweise aus den Augen verloren hatte, bin ich jetzt seit ein paar Jahren wieder drin im Game und lese ihre Bücher seitdem wieder mit großer Freude. Deshalb musste auch ihr neuer Thriller DAS BÖSE NEBENAN direkt bei mir einziehen. Und ja, es hat erneut alles gepasst. Ich liebe ihre Bücher einfach.
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Darum geht’s: Anna Brown will in der englischen Kleinstadt St. Abel’s Chapel einen Neuanfang wagen. Aber in dem Ort geschehen seltsame Dinge…
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Mehr verrate ich nicht. Lest selbst. Und lasst euch von Sharon Bolton erst mal maximal verwirren. Das hat sie nämlich drauf, wie keine Zweite. Fast 100 Seiten lang hatte ich das Gefühl, dass ich hier rein gar nichts checke. Aber weil Bolton so toll schreibt und ich ja mittlerweile weiß, dass Verwirrung bei ihr Programm ist, bin ich diesen Weg wieder mitgegangen. Irgendwann lichtet sich der Nebel dann auch und man denkt, dass man jetzt weiß, wie der Hase läuft. Aber weit gefehlt. Ich weiß es zumindest nie. Und so ist es Sharon Bolton auch diesmal wieder gelungen, mich nach allen Regeln der Kunst an der Nase herumzuführen. In DAS BÖSE NEBENAN spielt Bolton mit den Identitäten ihrer Charaktere und der Wahrnehmung ihrer Leser*innen. Und das macht sie für meinen Geschmack wahnsinnig gut. Ich habe wirklich geglaubt, den Lösungspfad recht klar vor Augen zu haben. Dabei hätte ich wissen müssen, dass es bei Bolton nie so einfach ist und eben nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
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DAS BÖSE NEBENAN entwickelt sich fast beiläufig zu einem Pageturner, den man kaum aus der Hand legen kann. Die Story hat verschiedene Aspekte, die ich unbedingt unter einen Hut bekommen wollte. Aber daran bin ich bei Bolton mal wieder kläglich gescheitert. Sie hat mich einmal mehr mit spielerischer Leichtigkeit und einfach gekonnt auf falsche Fährten gelockt. Irgendwann kam der erste Twist, der mich atemlos gemacht hat (auch, wenn ich mich hier an eine Wendung in einem anderen Buch erinnert gefühlt habe) und ab da ging es dann wirklich Schlag auf Schlag. Das letzte Drittel des Buches ist unglaublich tempo- und wendungsreich. Eine Pause einlegen? An diesem Punkt absolut keine Option!
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Bolton baut die Handlung für meinen Geschmack sehr stark auf und schlägt einen tollen Spannungsbogen. Letztendlich überschlagen sich die Ereignisse fast und entladen sich in Twists, die ich persönlich wirklich gelungen finde und die mich atemlos gemacht haben. Beim Ende warne ich euch mal ein bisschen vor, denn hier wird nicht jeder 100% befriedigt das Buch zuklappen. Da lässt Bolton uns Leser*innen einen gewissen Spielraum. Für mich hat aber auch das gepasst.
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Es war mir ein Fest! Sharon Bolton schafft mit DAS BÖSE NEBENAN den Sprung in die Region der Top-Thriller – und das fast schon mit lässiger Selbstverständlichkeit. Ich hüte mich ja eigentlich immer vor allzu großen Erwartungen. Bei Bolton darf man sie aber noch haben, ohne enttäuscht zu werden.