Psychologisches Katz-Und-Maus-Spiel
Sie sind beste Freunde und stehen kurz vor dem Sprung ins Erwachsenenleben - die sechs Teenager Megan, Tal, Amber, Dan, Xav und Felix. Doch eine verhängnisvolle Nacht bedroht die Zukunft aller. Megan nimmt die Schuld auf sich, unter der Bedingung, dass jeder ihr nach ihrer Haft einen Gefallen schuldet … Ich mag die Thriller von Sharon Bolton wirklich richtig gerne, sie sind oft überraschend anders und meistens mit tollen Plot-Twists. Und auch die Grundidee von ‚Beste Freunde‘ hat mich wirklich gepackt und ich hatte sehr hohe Erwartungen an diesen Thriller. Vielleicht zu hoch, denn so ganz sind sie nicht erfüllt worden. Spannend ist das Buch natürlich schon und es gibt auch die ein oder andere überraschende Wendung. Was mir aber komplett fehlt, ist eine einigermaßen logische Herleitung der Ereignisse. Das beginnt schon mit dem Grund, warum Megan die Schuld auf sich nimmt, der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Wohlgemerkt, die Jugendlichen werden alle als Einserschüler dargestellt, vor allem Megan als überdurchschnittlich intelligent. Wie sie da auf die Idee kommt, auch nur für zehn Jahre (oder sieben oder acht - egal) ins Gefängnis zu gehen, ist leider auch am Ende nicht schlüssig. Die angeführten Gründe bleiben mir zu vage. Auch bei den Gefallen ist sie zumindest bei Amber komplett drüber - einer halbwegs intelligenten Person muss klar sein, dass das nicht geht und am Schluss gibt es leider auch überhaupt keine Begründung warum nun genau wer was getan hat (ich kann das nur so umschreiben, ohne zu spoilern). Das ist wirklich schade und hätte ich, wie gesagt, von der Autorin besser erwartet. Dann hätte ‚Beste Freunde‘ nämlich das Zeug zu einem fantastischen Pageturner gehabt.




























































