Ganz solider Serienmörder-Thriller
Ziba MacKenzie ist Profilerin und unterstützt das Scotland Yard bei einem Mordfall, der frappierende Ähnlichkeit mit einer 25 Jahre alten Mordserie hat. Schon bald wendet der Täter sich an Ziba persönlich und ihr kommt ein schrecklicher Verdacht … ‚Sieben Opfer‘ ist ein klassischer Thriller um einen Serienmörder, solide und gut geschrieben. Mir persönlich greift die Autorin auf zu viele altbekannte Motive zurück - vom lehrbuchmäßigen Motiv über den religiösen Aspekt bis hin zu den falschen Fährten. Das ist zwar alles frisch und leicht lesbar geschrieben, aber halt auch nichts wirklich Neues, eher im Gegenteil. Streckenweise wirkt es, als hätte die Autorin einige ihrer Lieblingsteile aus anderen Thrillern genommen und neu zusammengesetzt. Ziba ist sympathisch, man mag sie, auch durch ihre Trauer um ihren verstorbenen Mann. So ganz passen ihre Selbstbeschreibungen aber irgendwie nicht mit dem Gelesenen zusammen. Das, was sich zwischen ihr und Jack entwickelt fühlt man auch nicht so richtig, aber der Roman hat ja auch nicht einmal 400 Seiten und der Thrillerteil nimmt recht viel Raum ein, da blieb die Persönlichkeitsentwicklung wohl etwas auf der Strecke. Ich hoffe außerdem, dass ein eingeführter Nebenstrang und der Inhalt von Band 2 nicht so zusammenhängen wie es auf den ersten Blick scheint - aber ich werde mich überraschen lassen und mal weiterlesen, vielleicht hält Ziba ja noch die ein oder andere Überraschung bereit …







