
Große Gefühle unter spanischer Sonne
Als der spanische Multimillionär Mendoza urplötzlich sein gesamtes Vermögen einer unbekannten Frau schenken will, wird Charlotte damit beauftragt, mit der Frau zu sprechen, damit sie mit weniger zufrieden ist. Schnell gerät sie tiefer in die Familiengeheimnisse der Mendozas und trifft dabei auf ihre Ex-Liebe Nathan … Ja, die Bücher auf zwei Zeitebenen sind schwierig für mich, selbst wenn so eine tolle Autorin wie Karen Swan sie schreibt. Wie meistens bleibt auch hier die Gegenwartsgeschichte ein wenig unrund, bzw. geht sie für mich durch die Hochzeitsgeschichte mit Stephen ein bisschen in die falsche Richtung. Eigentlich haben mir Charlotte und Nathan bei ihrem Treffen in Madrid ganz gut gefallen, wie sie übereinander herfallen und was danach folgt. Allerdings hätte ich hier lieber mehr über die junge Charlotte erfahren, man lernt sie zu wenig kennen um ihre Entscheidungen von vor fünf Jahren gänzlich nachvollziehen zu können und ihre Familiengeschichte wird am Schluss viel zu kurz abgehandelt. Da hätte ich sehr gerne mehr gelesen um mehr Tiefe in der Story von Charlotte und Nathan zu haben, denn leider zieht der Strang mit der Hochzeit die Geschichte doch ein wenig in die Länge. Dagegen ist Nenes Teil im Spanien der späten 30er Jahre wirklich toll und hat alles, warum man die Bücher von Swan einfach lieben muss. Die Wirren und Grausamkeiten des Spanischen Bürgerkrieges in die Nene, Santi und Arlo geraten sind sehr spannend geschrieben, nur leider nimmt der Prolog hier viel zu viel vorneweg. Natürlich hätte ich mir auch hier noch mehr Ausführlichkeit gewünscht, vor allem zwischen Nene und Santi, aber das liegt einfach auch daran, dass man bei Karen Swan einfach immer weiterlesen möchte. Von mir aus hätte sie sogar aus beiden Geschichten zwei dicke separate Bücher machen dürfen - aber mich fragt ja keiner 😊





