Eine berührende Geschichte über Familie, Verlust und das Bereuen - verwoben mit dem zarten Glauben an das Gute und der Gewissheit, dass es irgendwie weitergehen kann und dass es jemanden gibt, der dich braucht.
Nachdem mich das Cover zunächst so gar nicht angesprochen hat, begann ich den Roman von Lucy Astner mit relativ geringen Erwartungen. Doch schon nach den ersten Seiten haben mich die Charaktere komplett in ihren Bann gezogen. Die Autorin nimmt uns mit in eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe gelacht, geweint, mitgefiebert und mich aufgeregt. Es geht um den 35-jährigen Jakob, der auf wundersame Weise einen Helikopterabsturz überlebte, bei dem er jedoch seine Frau, seinen Sohn und den Sinn des Lebens verliert. Und es geht um die 8-jährige Lupi, die unbedingt ein Wunder braucht, um trotz der vielen Fehlentscheidungen ihrer Mutter Becki nicht in eine Pflegefamilie zu müssen. Und wer könnte eher ein nahezu göttliches Wunder vollbringen, als jemand, der den Absturz eines Helikopters als einziger fast unversehrt überstanden hat? Die Geschichte ist insgesamt leicht zu lesen. Die Kapitel sind abwechselnd aus Jakobs und aus Lupis Sicht geschrieben. Die vermeintliche kindliche Naivität und das proaktive Handeln von Lupi bilden einen wunderschönen Kontrast zu der Trauer, der Wut, der Schwere oder auch einfach nur zu der fehlenden Leichtigkeit, welche sowohl die Erwachsenen als auch Lupi selbst umgibt. Ich kann das Buch absolut empfehlen. Mein liebstes Zitat: „Schluckauftage - das sind die Tage, an denen dein Herz wächst.“



