23. Sept.
Rating:4

Katya und Grischa wachsen in Russland auf. Doch eines Tages machen sie sich auf um sich ein neues Leben aufzubauen. Erst in Norwegen, dann in Hamburg. Beide haben ein besonderes Gespür, Grischa für das Wetter, Katya für Eis. Und aus genau diesem Gespür machen die beiden zusammen mit den Brüdern Petersen aus Hamburg ein Geschäft. Eis aus dem norwegischen Winter für den Sommer in Ländern, die keine Eisvorräte anlegen können. Nicole C. Vosseler gelingt es hier einen sehr dichten, intensiven Roman zu liefern. Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen Katya, Grischa, Christian und Thilo, man hat aber an keiner Stelle einen Bruch im Lesefluss. Die Beziehungen zwischen den Vieren bestimmen den Großteil des Buches und machen es zu einem faszinierenden Ganzen. Die Idee, Eis in warme Gegenden der Welt zu bringen, ist damals nicht ganz neu, allerdings haben die Vier mit Katya eine Expertin für Eis in der Firma, so dass sie Eis ernten können, das den langen Transport mit den geringsten Verlusten übersteht. Mich hat das Buch in seinen Bann gezogen, man hatte immer das Gefühl die Landschaften vor Augen zu haben, hat mitgelitten und mitgefiebert mit Katya und Grischa. Ich war sehr begeistert von dem Beziehungsgeflecht zwischen den Vieren, das von der Autorin sehr einfühlsam dargestellt wird. Da hat jeder seine Macken und Fehler, aber man kann hervorragend mit allen mitfühlen und nachvollziehen, warum jeder so handelt und fühlt, auch wenn man die Protagonisten manchmal auch gerne schütteln würde. Ich freue mich schon auf einen weiteren Band, der die Geschichte der Vier weiter erzählen wird. Es interessiert mich doch sehr, wie es weitergeht mit dem Eishandel und der Familie. Von mir daher eine Leseempfehlung.

Die Eisbaronin
Die Eisbaroninby Nicole C. VosselerGoldmann
23. Sept.
Rating:4

Hamburg 1835. Katya, Grischa, Thilo und Christian haben ihr Geschäft mit dem Eis etabliert und Katya und Thilo haben geheiratet. Alles könnte also hervorragend laufen und doch gibt es immer wieder Rückschläge. Sowohl geschäftlich als auch privat. Bei Katya und Thilo wollen sich keine Kinder einstellen, was Katya sehr betrübt. Als sie dann Bentje trifft, ein Hamburger Straßenkind, das sich geschäftstüchtig über Wasser hält, beschließt sie, Bentje unter ihre Fittiche zu nehmen. Doch auch das erweist sich als schwieriger als erwartet und weitere Schicksalsschläge warten auf die Familien Petersen und Voronin. Nicole Vosseler gelingt es wieder hier eine ganz eigene Welt zu schaffen. Man kennt ja gerade Hamburg schon aus vielen anderen Büchern und doch wirkt es hier anders, durchlässiger. Vielleicht, weil weder die Petersens noch die Voronins aus der ursprünglichen Hamburger Kaufmannschaft kommen und sich ihren Wohlstand selbst erarbeitet haben. Mit Bentje und Hanno kommt eine neue Generation zu den Familien, beides Kinder, die früh auf sich gestellt waren und die sich ihr Leben hart erarbeitet haben. So passen sie gut in die Familie, die das Geschäft der Eisbarone ja auch ist, hinein. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn ich zwischendrin Momente hatte, in denen mir zu viel Dramatik in der Geschichte war. Was ich wieder schön fand war, dass durch die Perspektivwechsel jeder Beteiligte mal von innen und mal von außen beleuchtet wurde. So bekommt man als Leser einen umfassenderen Einblick in die Charaktere. Ich bin schon gespannt, wie diese Trilogie enden wird. Das Buch endet glücklicherweise nicht mit einem offenen Ende, aber trotzdem freut man sich am Ende darauf die Familie noch ein weiteres Mal begleiten zu dürfen. Von daher kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen!

Die Eisbaronin
Die Eisbaroninby Nicole C. VosselerGoldmann
23. Sept.
Rating:5

Hamburg, 1867. Das Geschäft der Eisbarone mit Eis, Stoffen und anderen exotischen Produkten floriert. Und auch der Delikatessenladen der Reintjes floriert. Bei Petersen und Voronin drängt nun auch die jüngere Generation nach. Cathrin, die schon ihr Leben lang nichts anderes wollte als im Geschäft mitzuarbeiten, kämpft um ihren Platz. Und Jakob, Grischas Sohn, der gerade erst in Hamburg angekommen ist, ist noch auf der Suche nach seinem Platz im Leben. Wir begleiten die mittlerweile weit gefächerte Familie ab dem Jahr 1867 bis ins Jahr 1874. Cathrin hat schwer mit den Vorurteilen der Zeit zu kämpfen, und obwohl Katya ja auch als Frau in der Firma tätig ist, ist es schwer für Cathrin in der Firma Fuß zu fassen und ihren Platz zu behaupten. Jakob wiederum wollte von seinem ihm bis dato unbekannten Vater Grischa nur eine Unterschrift, um nach Amerika auswandern zu können. Doch auch ihn fasziniert die Firma und über die Zeit hinweg wird auch er ein Teil davon. Mir hat das Buch wieder ausgesprochen gut gefallen. Nicole C. Vosselers Art zu schreiben ist einfach zauberhaft und etwas ganz Eigenes. Sie beschreibt nicht nur Orte und Menschen so, dass man sie sieht, man kann sie auch riechen und fast fühlen. Die Geschichte der Familie hat mich wieder gefangengenommen und ich war fasziniert, wie sich gerade die Figuren aus den Vorgängerbänden weiterentwickeln. Allerdings hätte ich, ob der vielen mittlerweile unterschiedlichen Familienteile, ein Personenregister brauchen können, um alle Verbindungen wieder herstellen zu können. Alles in allem war es ein tolles Buch und ich hätte auch nichts dagegen noch weitere Bücher über die Eisbarone und ihre Nachkommen zu lesen. Gerade die Hamburger Geschichte gibt da ja noch genügend Highlights her. Ich kann dieses Buch, wie die gesamte Reihe nur empfehlen, das ist wirklich schöne und berührende Lektüre.

Die Eisbaronin
Die Eisbaroninby Nicole C. VosselerGoldmann
7. Sept.
Rating:4

3.5 Nachdem ich im letzten Jahr den Auftakt zur Eisbaronin-Saga sehr gerne gelesen habe, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ich habe trotz des Jahres zwischen dem Lesen der beiden Bücher wieder gut in die Geschichte reingefunden und mich in die Geschehnisse hinein versetzen können. Der Kontor der Eisbarone läuft gut und die Verschiffung des Eises ist erfolgreich, aber dennoch beschäftigt die Geschäftsleute das eine oder andere Problem. Insgesamt fehlte mir hier jedoch manchmal ein wenig das Tempo und ich hätte ein wenig mehr Spannung und Dramtik gebrauchen können, was jedoch erst zum Ende des Buches so richtig der Fall ist. Es tauchen neue Charaktere im Buch auf, so dass man zunächst das kleine Mädchen Betje begleitet, die von zu Hause abgehauen ist und unterwegs auf Hannes trifft, mit dem sie dann nach Hamburg kommt und dort dann auf Katya trifft. Ich mochte die Geschichte rund um Betje und wie sich Katya ihrer annimmt und um sie kümmert. In Katyas Ehe kriselt es und auch bei den anderen Eigentümern des Kontors läuft im Privaten nicht alles rund. Hier war es mir manchmal ein wenig zu viel mit den verschiedenen Betrügereien und gefühlt hatte jeder mit jedem was. Insgesamt konnte mich der zweite Teil der Saga gut unterhalten und ich bin gespannt wie es mit dem Kontor, aber auch mit Betje, weitergeht.

Die Eisbaronin
Die Eisbaroninby Nicole C. VosselerGoldmann
7. Sept.
Rating:4

3.5 "Zu neuen Ufern" ist der Abschluss der Eisbaronin-Saga und ich war sehr gespannt darauf wie die Reihe enden wird. Die Eisbarone, Katya und ihr Bruder Grischa, setzen sich immer mehr zur Ruhe und die Kinder übernehmen so langsam das Geschäft. Doch die haben neue und fortschrittlichere Ideen, so dass es hier und da zu Konflikten und unterschiedlichen Ansichten zwischen den alten und neuen Generation. Ich fand das Buch interessant zu lesen, aber ich habe die Handlung als sehr sprunghaft empfunden. Man folgt den Ereignissen, es passiert etwas Dramatisches und statt, dass man die Charaktere bei der Aufarbeitung oder der Entwicklung begleitet, vergehen plötzlich einige Jahre und alles hat sich bereits geklärt. Dies fand ich etwas schade, dass man wichtige Ereignisse nur am Rande mitbekommt. Cathrin und Jakob sind an sich interessante Charaktere, aber durch die sprunghafte Handlung, hatte ich das Gefühl, dass man beide nicht so richtig kennenlernt, sowohl als Personen als auch mit ihren Zukunftsideen. Hier wäre, insbesondere bei Cathrin, deutlich mehr Potenzial da gewesen. Die Reihe war für mich unterhaltsam, insbesondere in Bezug auf die Thematik rund um den Eisverkauf.

Die Eisbaronin
Die Eisbaroninby Nicole C. VosselerGoldmann
7. Sept.
Rating:4

3.5 "Die Eisbaronin" hat mich mit dem Klappentext sehr neugierig gemacht, da es im historischen Genre mal ein wenig anderes Setting ist und ich war ebenso gespannt auf die besonderen Fähigkeiten von Katya, die im Eis lesen kann. Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, aber dies passiert mir im historischen Genre öfter, dass ich mich erstmal an alles gewöhnen muss. Ich fand die Geschichte von Katya und Grischa sehr interessant und ich fand es sehr spannend die beiden durch verschiedenste Länder zu begleiten. Allerdings muss ich auch sagen, dass die beiden mir irgendwie fremd geblieben sind. Katya und Grischa waren mir zwar auch nicht unsympathisch, aber ihre Geschichte hat mich nicht so mitgenommen wie es hätte sein können. Die Liebesgeschichten konnten mich ebenfalls nicht ganz überzeugen. Mir war es zu sehr ein Bäumchen-wechsel-dich Spiel, obwohl ich einige Paarungen wirklich mochte und es lieber gesehen hätte, wenn es dabei geblieben wäre. Auch von Katyas Fähigkeiten im Eis zu lesen, habe ich mir ein wenig mehr versprochen. Die Beschreibungen und Erklärungen waren zu blass und ich habe ihre Fähigkeiten nicht wirklich verstanden. Ich hatte ebenfalls erwartet, dass dies eine größere Rolle in der Geschichte spielen wird. Insgesamt war "Die Eisbaronin" ein unterhaltsamer historischer Roman, den ich schon gerne gelesen, aber für mich noch einige Schwächen hatte. Ich bin dennoch sehr gespannt auf die Fortsetzung und wie es mit den Personen weitergeht.

Die Eisbaronin
Die Eisbaroninby Nicole C. VosselerGoldmann