Zwischen Chaos, Keksduft und der Suche nach dem richtigen Herzschlag.
Ein wirklich schöner Liebesroman, den ich fast in einem Rutsch verschlungen habe. Protagonistin Charlie ist mir mit ihrer tollpatschigen Art sofort ans Herz gewachsen. Ich habe mich in ihren Fettnäpfchen ein Stück weit selbst wiedergesehen! Ihr Freund Eddie hingegen ist ein arroganter "Vollpfosten" und ein Muttersöhnchen, bei dem ich mich ständig gefragt habe, was Charlie eigentlich an ihm findet. Besonders die Szene bei seinen Eltern, in der seine Mutter Charlie offen demütigt, war kaum zu ertragen. Umso amüsanter war die Entwicklung in ihrem Job mit ihrem zunächst arroganten Chef Daniel. Das anfängliche Gefühlschaos und die Missverständnisse, wie das Versteckspiel im Fitnessstudio, waren toll beschrieben und sehr unterhaltsam. Die Geschichte hält einige überraschende Wendungen parat und bleibt bis zum Ende spannend, auch wenn Charlottes finale Entscheidung für den "richtigen" Mann keine allzu große Überraschung war. Ein wunderbares Extra sind die Backrezepte vor jedem Kapitel, die dem Buch eine ganz besondere Note verleihen. Wissenswertes Emilia Schilling ist bekannt für ihre locker-leichten Wohlfühlromane, in denen kulinarische Genüsse oft eine tragende Rolle spielen. In "Frühlingsglück und Mandelküsse" nutzt sie das beliebte "Enemies-to-Lovers"-Motiv (vom Feind zum Liebhaber) zwischen Charlie und ihrem Chef Daniel. Die Einbindung von Rezepten ist ein Markenzeichen dieses Subgenres der "Chick-Lit", das den Leser dazu einlädt, die Stimmung des Buches auch in der eigenen Küche nachzuempfinden. Schilling gelingt es hierbei, eine Brücke zwischen humorvollem Alltagschaos und romantischer Sehnsucht zu schlagen.





