Rebellion im Blut – eine würdige Fortsetzung
Mit Das Blut der Rebellin knüpft Sabrina Qunaj nahtlos an die Stärke des ersten Bandes an – und schafft es sogar, noch einmal eine Schippe draufzulegen. Obwohl ich eigentlich kein Fan von historischen Romanen bin, hat mich auch dieser zweite Teil komplett in seinen Bann gezogen. Fast 700 Seiten, die ich in kürzester Zeit verschlungen habe – einfach, weil ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Geschichte ist intensiv, tragisch und gleichzeitig unglaublich fesselnd, eingebettet in einen historisch authentischen Rahmen, der der Handlung zusätzliche Tiefe verleiht. Im Mittelpunkt steht Isabel de Carew, die Enkelin von Nesta – und sie könnte kaum unterschiedlicher sein. Während Nesta vor allem durch Klugheit besticht, trägt Isabel das Feuer der Rebellion in sich. Sie ist impulsiver, kämpferischer, unangepasster – und genau das macht sie zu einer faszinierenden Protagonistin. Ihre Entwicklung und ihr Weg durch die Geschichte sind mitreißend und emotional greifbar. Besonders beeindruckt hat mich, wie lebendig und spannend die Handlung durchgehend bleibt. Trotz der Länge gibt es kaum Längen, da sich ruhigere Passagen und größere Zeitsprünge gut ausbalancieren. Für mich persönlich hat dieser Band den ersten sogar noch übertroffen – vor allem durch die Dynamik der Story und Isabels Charakter. Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf den dritten Teil – auch wenn dieser aus der Perspektive eines männlichen Protagonisten erzählt wird. Nach diesen beiden starken Bänden vertraue ich aber darauf, dass auch dieser wieder überzeugen kann.




