Ich fand die Idee hinter diesem Buch extrem ansprechend und war schon gespannt auf die Umsetzung. Sarah ist ein sehr starker Charakter, da sie schon früh lernen musst auf sich selbst acht zu geben. Sie ist als Kind vor einem Waisenhaus ausgesetzt worden und musste sich mit boshaften Pflegeeltern herumschlagen. Dort entdeckt sie auch ihre Begabung, mit Tarotkarten, die Zukunft vorher zu sagen. Auch wenn sie selbst nicht der Meinung ist, dass ihre Gabe heldenhaft ist, begibt sie sich immer wieder in Gefahr um anderen zu helfen. Während ich Anfang und Ende des Buches wirklich gelungen und spannend fand, war der Mittelteil mir allerdings viel zu „Liebesromanmäßig“. Die eigentliche Geschichte um Tarotkarten und Dschinns rückt fast komplett in den Hintergrund und es dreht sich, bis auf ein paar einzelne Visionen die allerdings eher im Sande verlaufen, nur um Josh, Ian und Celine in ihrer Dreiecksbeziehung und die üblichen Highschool-Zickereien. Erst die letzten paar Seite haben mich dann wieder gefesselt. Und lassen mich auf eine spannendere und aufschlussreichere Fortsetzung hoffen. Das Buch wirft Fragen um Fragen auf, von denen keine wirklich beantwortet wird. Warum hat Celine diese Visionen? Warum wurde sie vor dem Waisenhaus ausgesetzt? Warum vertraut sie zwei mehr oder weniger wildfremden Menschen all ihre Geheimnisse und ihr Leben an? Und warum bloß scheint sich Celine keine einzige dieser Fragen zu stellen?
28. Jan.Jan 28, 2023
Im Zeichen des Schicksalsby Mina HepsenGoldmann
