Aber...
Irgendwas hat immer gefehlt.
Per se hat mir die Interviewstruktur sehr gefallen und mich sehr begeistert.
Gleichzeitig wurde es durch die vielen unterschiedlichen Blickwinkel auch manchmal chaotisch und so wirkliche Charakterentwicklung gab es auch nicht.
Ich liebe Geschichten von Zombieapokalypsen vor allem solche, die sich als survivalhorror verstehen und die Abschnitte, die Personen, die die Apokalypse so erlebt haben und solche Momente schildern sind mir auch sehr nahe gegangen und haben mich begeistert.
Dazu kamen aber auch eine ganze Menge politisch geprägter Blickwinkel und solche, die sich mit der Gier der Menschen beschäftigt haben.
Und auch, wenn sie zum Teil sehr nahe an der Realität sind und wie ich sie wahrnehme...
Ich will über Horror lesen, den ich nicht kenne und den es so hoffentlich nie geben wird, nicht über die Black-Mirror Episode, die unsere Realität gerade nachspielt.
Meiner Meinung nach für Zombie survival horror eher zu "Tagebuch der Apokalypse" greifen
Ein großartiges Zombie-Szenario. Ich finde es beeindruckend, wie der Autor es schafft, aus unzusammenhängenden Interviews von zahllosen Protagonisten ein zusammenhängendes Gesamtbild zu Formen und die Geschichte dieser Zombieepidemie zu erzählen. Eine Geschichte, die in ihrem Verlauf und den Konsequenzen der Geschehnisse sehr durchdacht und realistisch wirkt - der Autor hat hier wirklich intensiv über Details nachgedacht. Gleichzeitig bleibt es stets unterhaltsam.
Was ich aber besonders schätze, ist der Bogen den die Geschichte nimmt, bis zum Tiefpunkt der Menschheit, dem langsam Gegenschlag bis zum schlussendlichen Triumph mit all seinen Konsequenzen. Mir geht es dabei gar nicht mal unbedingt um das "Happy End" - aber fast alle Zombiebücher, -filme oder -serien haben sich für mich irgendwann als Misery-Porn totgelaufen, weil es immer noch schlimmer wird und jede Hoffnung zerschmettert wird, immer mehr Protagonisten sterben - bis man irgendwann das Interesse an der Geschichte verliert. So ist es mir oft ergangen. Das passiert hier nicht.
Die vollen fünf Sterne vergebe ich nur nicht, weil man - dem Interviewformat geschuldet - keinen fortlaufenden Protagonisten hat, der einem ans Herz wächst und für die emotionale Bindung sorgt, die für mich für eine Maximalwertung erforderlich wäre. Ist vielleicht gemein, weil das Format sicherlich Alleinstellungsmerkmal und Qualität des Buches einerseits ist, andererseits aber eben diese Konsequenz mit sich bringt.
In jedem Falle Leseempfehlung!
PS: Eine Schande, was diesem Buch in der filmischen Umsetzung angetan worden ist. Hätte gerne einen buchnahen Film oder eine Serie gesehen.
Overall World War Z is a good account of what might happen if Zombies came alive. It was believable for me, how some nation would act, if it came to a war against Zombies. It is not a gripping book where you can't wait to find out what will happen next, because you know from the beginning that the Zombies are more contained and mankind gains the upper hand in this war. It is more like a documentary or accounts of survivors of this war. It also gives a discription at the beginning of each report from a survivor in what condition they live and if they are hurt, therefor you know how this chapter will end for the storyteller and that s/he will survive.
Because each chapter contains one story of a survivor, it was easy for me to just read a chapter in the bus or when I had the time.
The only negative for me was that the voices of the storytellers in the chapters sounded all alike and I sometimes could not really get as immersed as I would like to have been in the story.
I listened to parts of the audiobook and I liked it more than just reading the book. The audiobook has different voices by great actors, like Nathan Fillion, and makes it more believable and interesting. So, I would definetly recommend the audiobook over reading it yourself.
Die Menschheit kämpft ihren letzten großen Krieg und zwar gegen seine eigenen Untoten 🧟♂️
Der Inhalt hört sich wie ein Tatsachenbericht an.
Die Geschichte baut eine so realistische Welt auf, welche so viel glaubhafte Substanz hat, dass dies den eigentlichen Horror ausmacht.
Grandios gelesen von Michael Pan und David Nathan (Vater & Sohn) 🤩
Sehr zu empfehlen 🤘🏼
Tolles Buch, das völlig anders ist, als ich es erwartet habe. Allerdings: Wer sich gruseln möchte muss das wegen des Konzepts des Buches vergessen (deshalb auch nur 4 Sterne von mir). Trotzdem: Ganz großes Kino. Ich hab's sehr genossen!
Dieses Buch entdeckte ich vor einigen Jahren in einer Bahnhofsbuchhandlung. Nachdem wir eben erst den Film gesehen hatten, war ich neugierig und nahm Brooks mit nach Hause. Wo er ziemlich lange auf dem SUB vor sich hin gammelte. Hätte ich gewusst, welcher Inhalt auf mich wartete, hätte ich das Buch wohl eher gelesen.
Wer einen literarischen Text dessen erwartet, was er im (Heim-)Kino gesehen hat, der wird arg enttäuscht werden. Und genau darin sehe ich all die negativen Kritiken. Der Film ist etwas ganz Anderes und verarbeitet den Inhalt auf eine Weise, dass er für dieses Medium passt. Brooks' Text an für sich ist nicht verfilmbar oder wenn, dann wäre es extrem schwer.
Denn Max Brooks schreibt keinen wirklichen Roman, sondern einen Bericht. Einen Bericht über jene, die überlebt haben. Man trifft auf sehr viele verschiedene Menschen. So unterschiedlich sie sein mögen, haben sie doch alle eines gemeinsam: sie leben noch. Und Brooks sammelt ihre Erfahrungen für die Nachwelt und für uns.
Und stückelt man sich Reportage für Reportage den Weg ins Unglück und hinaus zusammen. Vom Patient 0, über militärische Fehlschläge bis hin zu drastischen Überlebensmassnahmen. Jeder Mensch, den Brooks interviewt, hat seine eigene Geschichte und ebenso seine eigene Art zu erzählen. Man spürt ihre Angst, ihre Verzweiflung, aber auch den Willen, diesen Mist zu überstehen. Sie alle sind sehr unterschiedlich: vom Arzt über den hohen Militär, bis hin zur simplen Schülerin.
Ich fand dieses Kaleidoskop ungeheuer faszinierend. Die Gefahr wird zum Greifen nah, man fiebert mit und ist oftmals entsetzt über Fehler oder Denkweisen. "World War Z" ist nicht nur ein Bild der Bedrohung durch Untote, sondern auch ein Querschnitt durch unsere Gesellschaft. Unsere jetzige und die zukünftige. Brooks zeigt Fehler auf, die gemacht wurden. Aber auch, wie die Menschheit eben daraus gelernt hat und es schliesslich schafft, die Epidemie in den Griff zu bekommen.
Dieses Buch ist anders als das, was wir normalerweise zum Thema "Zombie" serviert bekommen. Es ist durchdacht, greifbar, real und deshalb auch besorgniserregend. Was, wenn diese globale Katastrophe tatsächlich über uns hereinbrechen wird? Ich bin mir sicher, es wird so ähnlich ablaufen, wie Max Brooks es geschildert hat.
Höchste Zeit, Brooks' "Zombie-Survivalguide" zu lesen.
Wenn man sich für Zombies und Krieg interessiert sicherlich spannend, mir war es insgesamt zu USA-zentristisch und einfach zu lang. Auch der Aufbau des Buches mit vielen Interviews war nicht so meins, auch wenn man dadurch natürlich viele unterschiedliche Blickwinkel bekommen hat.
World War Z is not about zombies...not really. It is more about humankind, about its societies, about its military, about its struggle - about its people. The book consists of stories told in retrospect by individuals who survived. They tell their stories and with it the story of the "Zombie War". The story unfolds more or less chronological, starting with the first sightings in China. Since it's told in retrospect the reader gets bits of information about the postwar world as well and early on a sense of the magnitude of the "war".
There is no character development on the long run, but you get an insight into the individual storytellers - and the zombie's characteristics: What they can do, and what they can't do.
The book is brilliantly written and draws the reader in right from the beginning. Because of the book's set-up as an eye-witness report, it makes the events sound more "real" more "possible to happen", which makes it even more scary! Nicely done!
“Most people don't believe something can happen until it already has. That's not stupidity or weakness, that's just human nature.”
Even though the 2013 movie adaptation starring Brad Pitt probably brought Max Brooks' novel more wide-spread attention, there is basically nothing except the title and the existence of zombies that both works hold in common. When divorced from the loosely inspired movie, World War Z as a novel holds up surprisingly well as a striking exploration of human nature in the face of crisis, survivalism, solidarity vs. isolationism, and the social and political repercussions in the fallout of an unforeseen event of crisis. A lot of the socioeconomic subtext bears surprising parallels to the fallout of the Covid-19 pandemic, the aforementioned quote included.
The basic concept of Max Brooks' World War Z is to provide a compilation of globally conducted personal interviews with survivors of the zombie pandemic. Personal accounts and interviews from fictional characters all over the world, from East Asia to Israel, from Hawaii to Cuba, from Antarctica to Russia, are annotated to give insight into the political and social consequences of a worldwide pandemic that disrupts the way of life humanity followed before.
Even though the political and social commentary is World War Z's predominant strength, I found the suspenseful accounts of individual stories during the initial outbreak most riveting, with undoubtedly a couple of George A. Romero inspirations sprinkled between the lines.
Which also leads to my personal problems with this book: with so many individual accounts presented in an interview style, it becomes rather difficult to care for any of the characters or stories presented. The backdrop of societal chaos becomes the most interesting aspect to explore, but the respective stories included in this book work more like short stories in their own right. It becomes barely possible to care for any of the individual stories, which makes it all the more redundant to then be presented by an array of closing chapters meant to give closure to some of the stories introduced earlier. Still, the reports and experiences are authentic and interesting each in their own right, and even though I did not particularly care, I found myself gripped through almost the entire novel.
Then again, this book is the opposite of every other zombie novel or film that has been done before, and probably delves deeper into the subject than anything I have seen or read before, developing a complex mythology surrounding the premise of the zombie pandemic and exploring the fallout from every angle imaginable. That's nothing short of impressive, and it's also where Max Brooks' novel shines the brightest.
Wie tötet man einen Toten, der versucht dein Gehirn zu fressen? Zunächst sah es nur nach einem kleinen Seuchenherd in China aus, bis es sich explosionsartig als Pandemie über alle Kontinente ausbreitet. Der Krieg gegen die wandelnden Leichen, verschlingt Unsummen und fordert unzählige Menschenleben, bevor an ein geregeltes Leben auch nur halbwegs zu denken ist. Auch zehn Jahre, nachdem die Menschheit gesiegt hat, sind noch immer Zombies in Permafrostböden konserviert und wehe sollte es je zu einem Tauwetter kommen.
Operation Zombie war so völlig anders, als ich erwartet habe. Es ist wie ein Bericht geschrieben, bei dem Augenzeugen und Beteiligte nach dem großen „Worldwar Z“ zu ihren Erfahrungen befragt werden. Manchmal wird eine Geschichte einfach runtererzählt und,manchmal in Form eines Interviews. Die Story geht dabei chronologisch vor, wie alles begann, wie die Epedemie sich immer weiter ausweitet und schließlich wie die Menschen siegen. Die Befragung findet weltweit und quer durch alle Bevölkerungsschichten statt. Vom Behinderten, über Generäle bis hin zu den Astronauten der ISS. Die Abschnitte sind kurz, so dass beim Lesen keine Langeweile aufkommt und wenn einem die Erzählweise mal nicht behagt, wartet man einfach auf den nächsten Interviewpartner. Den strategischen Überlegungen der unterschiedlichen Militärs konnte ich nicht immer folgen, aber das war auch nicht schlimm, kamen doch danach gleich unterhaltsamere Zeitzeugen zu Wort. Ich hätte mir zwar mehr Emotionalität gewünscht, wie es ist einen Angehörigen zu verlieren, der kurz nach seiner Infektion dann versucht einen zu fressen. da das Ganze aber als eine Art Bericht daher kam, war das von vornherein gar nicht vorgesehen. Es war einfach anders. Natürlich ist es nicht gerade der Gipfel der Innovativität zu erzählen, wie die Menschheit mit einer Pandemie umgeht, wenn es sich dabei aber um einen „Zombievirus“ handelt, wird die ganze Sache schon wieder interessant.