21. Okt.
Rating:1.5

Erzähltechnik fesselnd, der Rest kann nicht überzeugen.

Über weite Teile ist der Roman aus Sicht des krankhaften namenlosen Serienkillers geschrieben, zwischendurch erhält man Einblick in die Perspektive der Ermittler und des Nachbarn, der als Psychologe arbeitet. Tagebuchartige Einträge wechseln sich mit Rückblenden und Nebensträngen ab. Insgesamt weitgehend gelungene Erzähltechnik. Das ist aber auch schon alles, was ich positiv erwähnen kann. Der Klappentext ist irreführend. Dem Roman fehlt inhaltlich der rote Faden, die Figuren sind flach und unsympathisch. Deren Haltung, v.a. gegenüber Frauen, ist fragwürdig und sicher auch zur Zeit der Entstehung des Romans nicht mehr zeitgemäß. Mehrere Handlungsstränge bleiben offen, viele Passagen erscheinen überflüssig. Es scheint, als habe die Autorin eine spontane Idee in zu kurzer Zeit umgesetzt. Ich habe das Buch nur deshalb nicht abgebrochen, weil es mir empfohlen wurde und mich die Erzähltechnik dazu motiviert hat, herauszufinden, ob der Täter letztlich geschnappt werden wird und Marie wieder ihre Stimme findet. Das Ende fand ich gehetzt, lückenhaft und wenig überzeugend.

Der Tod ist in der Stadt
Der Tod ist in der Stadtby Doris GerckeGoldmann